Bob Dylan


  • Bürgerlicher Name
    Robert Zimmerman
  • Geburtstag
    24.05.1941
  • Geburtsort
    Duluth, Minnesota

Bob Dylan


  • Bürgerlicher Name
    Robert Zimmerman
  • Geburtstag
    24.05.1941
  • Geburtsort
    Duluth, Minnesota
 

Der Mann ist eine der umstrittensten Figuren der jüngeren Musikgeschichte und lässt seit jeher keine Gelegenheit ungenutzt, den mythischen Nebel um seine Person selbst zu verdichten. Bob Dylan ist der Erfinder des Folkrock, der erste ernst zu nehmende Pop-Poet (über seine Texte wurden und werden Doktorarbeiten verfasst) und ein Lieferant von Melodien, die auf seltsame Weise so vertraut klingen, als gehörten sie seit Generation zum Volksgut. Sein bekanntestes Lied, "Blowing In The Wind", wurde in fast jede Sprache der Welt übersetzt. An seinen Fähigkeiten als Sänger und Instrumentalist indes scheiden sich die Geister (ist es Kunst? ist es Unvermögen? Jimi Hendrix soll einmal gesagt haben, Dylan wäre der Jimi Hendrix der Mundharmonika). Bob Dylan alias Robert Allan Zimmerman wird am 24. Mai 1941 in Duluth, Minnesota, geboren, wo er auch die ersten Lebensjahre verbringt. Die jüdische Familie ist litauischer, russischer und ukrainischer Abstammung. Als Jugendlicher begeistert sich der Radio-Fan Bob für den Rock'n'Roll von Carl Perkins und Little Richard. 1956 macht er in der Aufnahmekabine eines Kaufhauses gemeinsam mit einem Freund seine ersten Aufnahmen. Nach musikalischen Gehversuchen in verschiedenen Bands beginnt Robert Zimmerman 1959 ein Studium in Minneapolis, wo er schnell zu einem Teil der dort erblühenden Folkszene wird. Ungefähr zu dieser Zeit nennt er sich Bob Dylan - eine genaue Herleitung des Pseudonyms überlässt der Künstler anderen (das Faible für Dylan Thomas ist jedenfalls nur eine Variante). Er bricht das Studium nach einigen Semestern ab, um sich ganz der Musik zu widmen, und zieht 1961 nach New York, um sein Idol Woody Guthrie zu treffen. Der Musik-Mogul John Hammond entdeckt den ins Bild der Zeit passenden Sänger in einem kleinen Club und bietet ihm einen Vertrag mit Columbia Records an. In den Sechzigern wird der wohl wichtigste und auch umfangreichste Teil von Dylans Schaffen veröffentlicht. Viele Songs werden erst in der Version anderer Künstler bekannt. Gruppen wie Manfred Mann's Earthband oder Them machen die rauhen Dylan-Nummern zu chart-tauglichen Einheiten. Gegen Ende der Sechziger wendet sich Dylan von der Protestbewegung ab und kreiert die Kunstfigur des weisen Landstreichers, des singenden Huck Finn, die er auf seiner "Never Ending Tour" im Grunde auch heute noch verkörpert. Mehr und mehr beginnt ihn die elektrische Gitarre zu interessieren, und er engagiert für einen Teil seiner Konzerte eine Band, The Hawks, später bekannt als The Band. Bei einem Konzert in der Manchester Free Trade Hall ruft ihm ein wütender Folkfan zu: "Judas!". Dylan entgegnet: "Ich glaube Dir nicht! Du bist ein Lügner!" In den frühen Siebzigern gibt es eine fruchtbare Zusammenarbeit mit The Band, die mittlerweile längst selbst zu Stars geworden sind. Zu Sam Peckinpahs Spätwestern "Pat Garrett & Billy The Kid" schreibt Dylan die Musik ("Knockin' On Heaven's Door"). In der zweiten Hälfte des Jahrzehnts erforscht sich der Meister spirituell, um in den Achtzigern wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren. Nach dem von Mark Knopfler produzierten "Infidels" (1983) beginnt jedoch eine Phase schwacher Veröffentlichungen, bis Dylan nach einer schweren Herzinfektion mit dem hochgelobten "Time Out Of Mind" (1997) zum Sprung ins neue Jahrtausend ansetzt. Seither scheint der dünne Messias des Folk unter seinem großen Hut alterslos. 2001 erhält sein Titel "Things Have Changed" aus dem Film "Wonder Boys" einen Oscar. Die Trophäe begleitet Bob (auf einem Verstärker) auf seiner Tournee. "Love And Theft" (2001) wird zu einem weiteren großen Erfolg des neuzeitlichen Dylan, der bald sogar sein großes Schweigen bricht und per Autobiografie aus dem Nähkästchen plaudert. 2005 wird ihm ein filmisches Denkmal gesetzt: In "I'm Not There - Suppositions On A Film Concerning Dylan" (Arbeitstitel) wirkt auch Richard Gere mit. 2006 folgte das nächste Studioalbum, "Modern Times". 2005 erschien der Film "No Direction Home: Bob Dylan" in dem Reggiseur Martin Scorsese die Anfänge von Dylans Karriere beleuchtete. Ein Jahr später folgte mit "Modern Times" ein neues Studioalbum. Dylan betätigte sich inzwischen auch als begeisterter Radio-DJ bei dem kostenpflichtigen US-Satelliten-Sender XM.

Bob Dylan

  • Bürgerlicher Name
    Robert Zimmerman
  • Geburtstag
    24.05.1941
  • Geburtsort
    Duluth, Minnesota
  • Geburtsland
    USA
  • Links
    http://www.bobdylan.com

Zweite Oscar-Chance für Stewart

Bissig, spitzbübisch und hintergründig - so spottet sich Jon Stewart in seiner "Daily Show" in den USA durchs politische Tagesgeschehen.

Hoffentlich diesmal mit mehr Biss: Oscar-Moderator Jon Stewart (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Hoffentlich diesmal mit mehr Biss: Oscar-Moderator Jon Stewart (Foto: Kurt Krieger)

Doch genau das, was Stewart einen millionenstarke Fangemeinde einbrachte, ließ der Comedian bei seiner recht bieder ausgefallenen Premiere als Oscar-Moderator 2006 weitgehend vermissen. Dass er nun erneut ran darf, ist wohl nur mit den noch bedeutend schlechteren Kritiken zu erklären, die seine Nachfolgerin Ellen DeGeneres für ihre entspannte bis langweilige Moderation in diesem Jahr bekam.

Und wer weiß: Wenn Stewart Anfangsnervosität und Respekt vor dem Moloch Filmgeschäft ablegt, zeigt er diesmal ja vielleicht sogar vor der versammelten Hollywood-Prominenz seine gewohnte Scharfzüngigkeit.

Einen Vorgeschmack, wer dann die heißesten Kandidaten auf die Goldstatuetten sein könnten, gab es kürzlich in Venedig. Das dortige Filmfestival hat sich inzwischen als Auftakt zur so genannten "Award Season" etabliert, der Zeit der großen US-Preisverleihungen, die in der Oscar-Show am 24.2.2008 ihren Höhepunkt findet.

Oscar-Tipps

So werden einige der Preisträger vom Lido schon jetzt hoch auf Oscars gewettet - allen voran der Festival-Gewinner "Gefahr und Begierde" von Ang Lee, Darsteller Brad Pitt für seinen ungewöhnlichen Westen "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" sowie die mutige Huldigung an Bob Dylan "I'm Not There". Und da Hollywood politisch links steht, wird Kritik am Irak-Krieg wie in Brian De Palmas "Redacted" oder "In the Valley of Elah" von Paul Haggis ebenfalls Hochkonjunktur haben. Wer bis Februar in den deutschen Kinos noch mögliche Oscar-Kandidaten sehen will, der sollte sich zudem schon mal folgende Filme vormerken:

 

Filmografie

Bob Dylan - Reveald

Porträt/Biographie / Musik - Obwohl Bob Dylans Laufbahn als Folk-Musiker Anfang der 60er-Jahre nur stockend in die Gänge kommt, erlangt er in der... Zum Video

2011

No Direction Home: Bob Dylan

Dokumentarfilm - Zu Beginn der 1960er-Jahre setzt die Karriere des aus dem ländlichen Minnesota stammenden US-Musikers Bob Dylan in New... Zum Video

2005

Bob Dylan Box

Komödie - "Masked and Anonymous": In einem nicht näher definierten Land tobt der Bürgerkrieg. Nach Ansicht des Promoters Uncle Sweetheart... Zum Video

2003
-
2005

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