Brian Cox


  • Geburtstag
    01.06.1946
  • Geburtsort
    Dundee, Schottland

Brian Cox


  • Geburtstag
    01.06.1946
  • Geburtsort
    Dundee, Schottland
 

Die Spezialität des wuchtigen Schotten sind Väter, Onkel, Familienoberhäupter, Militärs, Regierungsangestellte und Staatsmänner, gestandene Männer mit Autoritätsanspruch, gelassen ob ihrer Machtfülle und generös im Verteilen von Gunstbeweisen. Solche in sich ruhenden Charaktere, ohne jeden Zweifel, mit Weltverstand und Weitsicht, ohne Fehl und Tadel, klug und beherrscht und dabei nicht furchteinflößend, sondern sympathisch, aber oft gefährlich schillernd, machten Brian Cox seit seinem Filmdebüt 1965 zu einem der international gesuchten Nebendarsteller, der es auf weit über hundert Film- und TV-Rollen gebracht hat. Er ist der "erfolgreichste schottische Schauspieler seiner Generation". So spielte er Agamemnon in Wolfgang Petersens "Troja" und in Woody Allens "Match Point" das Oberhaupt der reichen Unternehmerfamilie, in die Tennisspieler Jonathan Rhys Meyers einheiratet. Rachel McAdams rettet ihn als ihren geliebten Dad in "Red Eye" (2005) vor Killern. Cox ist Geheimdiestmann in den "Bourne"-Agententhrillern mit Matt Damon und der bösartige General William Stryker im zweiten Teil der "X-Men"-Mutanten-Saga. 1986 spielte Cox den ersten Hannibal Lecter der Filmgeschichte in Michael Manns "Manhunter - Blutmond/Roter Drache". Cox brillierte als Big John genannter alternder Päderast mit dunkler politischer Vergangenheit in "L.I.E." (2001, mehrere Independentfilmpreis-Nominierungen) und diskutierte mit Edward Norton in Spike Lees "25 Stunden" (2003) über das Schicksal von New York nach 9/11. Schotten wie er müssen Schotten spielen, also trat Cox 1995 sowohl neben Mel Gibson als Onkel Argyle in Gibsons Oscar-Sieger und Historienepos "Braveheart", als auch neben Liam Neeson im Epos "Rob Roy" (1995) auf.
Das neben Sir Sean Connery zweite schottische Urgestein der Filmgeschichte wurde 1946 in Dundee geboren und wuchs in einer katholischen Familie irischer Herkunft auf. Cox wandte sich früh dem Theater zu und gewann im Lauf seiner Karriere auf Londoner und New Yorker Bühnen zahlreiche Preise, so zwei Mal den Olivier Award und weitere Auszeichnungen. Für seine Darstellung von Hermann Göring gewann er 2001 den Emmy Award, für seinen komischen Harry Moon in der TV-Serie "Frasier" wurde er für den Emmy nominiert.
In David Finchers grandiosem Thriller über die Ermittlungen zu einem historischen Kriminalfall "Zodiac - Die Spur des Killers" spielte er den Star-Anwalt Melvin Belli, zu dem der Mörder Kontakt aufnimmt. Doch seine Versuche, den Serienkiller zur Aufgabe zu überzeugen, scheitern. Sein Auftritt als mal exzentrischer, dann wieder verständnisvoller Psychiater Dr. Finch, der in "Krass" die manisch depressive Mutter des Protagonisten nach gescheiteter Ehe therapiert, beeindruckte unter all den überdrehten Charakteren. 2006 engagierte ihn Douglas Mackinnon für seine Biopic "The Flying Scotsman" über den Radrennfahrer Graeme Obree. Cox spielt den Priester Baxter, der sich nach und nach zum Mentor des mit einem selbst gebastelten Rad fahrenden Amateurs entpuppt. Brian Cox überzeugende Spielkraft wurde 2006 mit dem Icon Award geehrt.
Cox war von 1968-1986 mit Caroline Burt (ein Sohn, eine Tochter) liiert und ist seit 2002 mit der Schauspielerin Nicole Ansari verheiratet, mit der er einen weiteren Sohn hat. Er veröffentlichte die Bücher "The Lear Diaries" und "Salem to Moscow: An Actor's Odyssee".
2003 wurde Cox von der Queen zum Commander of the British Empire ernannt.

Brian Cox

  • Geburtstag
    01.06.1946
  • Geburtsort
    Dundee, Schottland
  • Geburtsland
    Großbritannien

"Troja"-Star als Zwerg in "The Hobbit"

Als Agamemnon bewies er bereits seine Schlachtentauglichkeit - nun soll er sich gar in die Höhle eines Drachen wagen...

Die schwere Rüstung steht im schon mal gut, fehlt für "The Hobbit" nur noch die Streitaxt: Zwergenkandidat Brian Cox (Foto: Warner) Großansicht

Die schwere Rüstung steht im schon mal gut, fehlt für "The Hobbit" nur noch die Streitaxt: Zwergenkandidat Brian Cox (Foto: Warner)

Brian Cox ist Schotte und zwar einer von der Sorte, an denen William "Braveheart" Wallace seine Freude gehabt hätte: stämmig, markant und unerschrocken! Zu bestaunen war das bei seinem Auftritt als Agamemnon im Schlachtenspektakel "Troja". Aber auch als "X-Men"-Fiesling William Stryker und neben Matt Damon in den "Bourne"-Filmen machte Brian Cox eine beeindruckende Figur. Kein Wunder also, dass Peter Jackson und Guillermo Del Toro ihn nun als einen der dreizehn Zwerge für ihre "Hobbit"-Filme gewinnen wollen.

Derzeit ist das Ganze noch ein Gerücht, das ein US-Korrespondent in Neuseeland aufgeschnappt hat, wo die "Hobbit"-Filme wie schon die "Herr der Ringe"-Trilogie entstehen werden. Da Brian Cox der erste Name ist, den die Hobbit-Macher für eine der Zwergenrollen ins Spiel gebracht haben, vermutet der Insider, dass es um den Part des Thorin Eichenschild geht. Er ist als würdiger und gestrenger Anführer der wichtigste der dreizehn Zwerge, die zum Einsamen Berg aufbrechen, um ihre einstige Heimat vom Drachen Smaug zu befreien.

Sollte Brian Cox nicht den Part als Thorin bekommen, wäre noch die Rolle als Gloin interessant, dem Vater des späteren Ringe-Gefährten Gimli. Eine weitere Option wäre Balin, dessen Grab die Gefährten in den Minen von Moria finden. Ansonsten gibt es noch die Zwerge Fili, Kili, Oin, Dwalin, Bifur, Bofur, Bombur, Dori, Nori und Ori.

Wie lang darf ein Zwerg in "The Hobbit" sein?

Allzu groß ist Brian Cox mit 1,70 m nicht, er ließe sich daher auch mit den optischen Tricks, die schon die Hobbits in der "Herr der Ringe"-Trilogie deutlich kleiner erscheinen ließen, bequem auf Zwergenformat bringen.

Weiter völlig unklar ist, wer in "The Hobbit" die Hauptrolle als Bilbo Beutlin spielen soll, der die Zwerge auf ihrer Quest begleitet und unterwegs Gollum den Einen Ring abluchst. Gerüchte um Daniel Radcliffe hat dieser inzwischen selbst klar dementiert. Sicher ist indes, dass Sir Ian McKellen als Gandalf über die vierzehn Gesellen wachen wird. Und wie Regisseur Guillermo Del Toro neulich verriet, wird vom weisen Zauberer im Kinofilm noch mehr zu sehen sein, als im Roman von J.R.R. Tolkien zu lesen steht.

1990
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Preis der Jury - Geheimprotokoll
 

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