Christiane Paul


  • Geburtstag
    08.03.1974
  • Geburtsort
    Berlin-Pankow

Christiane Paul


  • Geburtstag
    08.03.1974
  • Geburtsort
    Berlin-Pankow
 

Die Lebensfrohe. Egal in welcher Rolle sie zu sehen ist, Christiane Paul nimmt mit ihrer natürlichen Spielweise, Offenheit, Frische und dem herzlichen breiten Lächeln jederzeit für sich ein, überwindet Hindernisse und Blockaden und wirkt auch verträumt oder versonnen wie eine, die mitten im Leben steht, keine Karrierekanone, aber zielgerichtet, kein Vamp, aber mit dem Verführungspotenzial erotischer Weiblichkeit. In knapp einem Jahrzehnt wurde sie mit Yuppie-Komödien (von "Workaholic" bis zu "Reine Formsache") und realistischen Alltagsgeschichten (von "Das Leben ist eine Baustelle" bis zu "Im Schwitzkasten") zu einem der prägenden Gesichter des deutschen Films. Als Kellnerin, Saunabetreiberin, Freundin, Hure mit Herz oder geheimnisvolle Großstadtpflanze steht sie auffallend häufig zwischen zwei Männern und weiß sich in engen Wohnungen und Designer-Apartments so trefflich zu bewegen wie auf einem Road Trip quer durch Europa ("Im Juli"). Dabei riskiert sie Gratwanderungen ("Dumm gelaufen") und Fehlschläge (Haushälterin von "Marlene"), lässt sich nie unterkriegen und vermittelt bei aller Komik im Detail Ernsthaftigkeit, erwachsene Emotionen und vernünftigen Pragmatismus.
Christiane Paul wurde 1974 in Berlin (Ost) geboren und durch Freunde animiert, im Frühjahr 1990 bei einem Miss-Vogue-Model-Wettbewerb mitzumachen. Sie gelangt unter die ersten 10, arbeitet ein Jahr für die Louisa-Agentur in München und wird von Niklaus Schilling für "Deutschfieber" (TV) entdeckt. Ihr offizielles Kinodebüt wird "Ich und Christine" (1993), wo sie als Radiomoderatorin auf den Betonmischerfahrer Götz George trifft. Ihren Durchbruch schafft sie als bezaubernde Rhoda, die in "Workaholic" (1996) die Wahl zwischen Tobias Moretti und Ralf Bauer hat. Seitdem wechselt Paul zwischen Film- und TV-Movies (Senta Bergers Tochter in "Mammamia"; "Zucker für die Bestie", "Küss mich, Hexe!", "Außer Kontrolle", "Die Nacht der großen Flut") und Synchronarbeiten (Stimme von Olabisi in "Felix 2").
Zwischen Kino und Klinik begann Christiane Paul ein Medizinstudium mit Spezialgebiet künstliche Hüftgelenke, das sie im Frühjahr 1999 erfolgreich mit der Approbation als Dr. Christiane Paul abschloss (zum Vergleich: Die Schauspielerin Marianne Koch gab ihre Filmkarriere definitiv auf und wurde Ärztin und Sachbuchautorin). Die Arbeit und die Geburt von Tochter Mascha führten zu einer filmischen Auszeit, bis sich Paul 2004 entschloss, mit der Medizin aufzuhören.
2006 spielte sie in Ralf Huettners Komödie "Reine Formsache" die Figur der Pola, die sich von ihrem unzuverlässigen Mann Felix (Marc Hosemann) scheiden lässt, der sich wider Erwarten damit aber nicht abfinden will. Matti Geschonneck engagierte sie im selben Jahr für seinen Fernsehthriller "Die Tote vom Deich". Dort zeigte Paul als BKA-Zielfahnderin Lona Vogt erneut ihre Wandelbarkeit und die starken darstellerischen Qualitäten. 2007 war sie in der Komödie "Neues vom Wixxer", in der Fernsehromanze "Ein verlockendes Angebot" und in Xaver Schwarzenbergers Drama "Copacabana" zu sehen. In der komödiantischen Politsatire "Vorne ist verdammt weit weg" kooperiert sie als Eskortdame Chantal mit Erwin Pelzig alias Frank-Markus Barwasser, um dem drohenden Auslandsverkauf der "Bieger Einkaufswagenfabrik AG" zu verhindern.
Christiane Paul wurde 1996 für ihre Rolle der Berliner Punkerin Sarah in "Ex" mit dem Max-Ophüls-Preis für die beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet und für "Workaholic" mit dem Bayerischen Filmpreis 1996 geehrt. 1998 erhielt sie die Goldene Kamera als beste Nachwuchsdarstellerin und 1999 den B.Z.-Kulturpreis.
Seit August 2006 ist die Schauspielerin mit Wolfgang Schwenk verheiratet.

Christiane Paul

  • Geburtstag
    08.03.1974
  • Geburtsort
    Berlin-Pankow
  • Geburtsland
    DDR
  • Familie
    Mutter: Eleonore (Anästhesistin)
    Vater: Bodo (Facharzt für Orthopädie/Chirurgie)

    Lebenspartner: Wolfgang Schwenk (Charité-Oberarzt)

    Tochter: Mascha (21.7.2002, mit Sven Prinz)
  • Autogrammadresse
    Agentur PLAYERS
    Sophienstr.21
    10178 Berlin
  • Links
    http://www.christianepaul.de (Offizielle Seite)

"Wir hatten eine Menge Spaß"

Drei Beziehungen und viele Probleme. In Ralf Huettners neuestem Film "Reine Formsache" geht es aber vor allem um die Liebe. Im Gespräch mit KINO.DE erzählen Regisseur Huettner, Hauptdarsteller Christiane Paul und Marc Hosemann über die romantische Komödie.

Kurz vor der Scheidung entdecken Pola und Felix wieder ihre Gefühle für einander (Foto: Senator) Großansicht

Kurz vor der Scheidung entdecken Pola und Felix wieder ihre Gefühle für einander (Foto: Senator)

» Was war für Sie ausschlaggebend, das Projekt zu machen?

CHRISTIANE PAUL: Ich fand die Idee, eine deutsche romantische Komödie zu machen, einfach toll. Ich sehe romantische Komödien selber sehr gern und habe dabei deutsche Produktionen in den Kinos während der letzten Jahre vermisst. Wir haben mit "Reine Formsache" versucht, eine ernsthafte Geschichte über Beziehungen zu erzählen, die eben auch einen komödiantischen Teil hat.

MARC HOSEMANN: Mir hat das Casting sehr gefallen. Das Drehbuch ist ja eine ganz einfache Geschichte. Ich fand das angenehm. Ich spiele jetzt Theater und hatte einfach Lust einen Unterhaltungsfilm zu machen.

RALF HUETTNER: Das waren die Szenen zwischen Pola und Felix. Wie sie mit ihm umgeht, wie er lange "falsch" hinter ihr herläuft, bis er begreift, dass er alles nur schlimmer macht. Das waren im Buch die Momente, die mich gereizt haben, den Film zu machen.

Marc Hosemann und Christiane Paul am Set von "Reine Formsache" (Foto: Senator) Großansicht

Marc Hosemann und Christiane Paul am Set von "Reine Formsache" (Foto: Senator)

» Wollten sie von Beginn an bestimmte Schauspieler für die Rollen?

HUETTNER: Ich hatte von Anfang an Christiane Paul und Marc Hosemann im Kopf. Ich schätze die beiden sehr. Mit Marc wollte ich schon früher zusammenarbeiten. Ich finde, dass die beiden ein ganz tolles Liebespaar abgeben, wie wir es schon lange nicht mehr im deutschen Kino gesehen haben.

» In welcher der drei Beziehungen haben Sie sich selbst wiedergefunden?

HUETTNER: Ich finde mich in allen drei Beziehungen ein bisschen wieder. So kenne ich bei Effi und Gustav die Gefahr, dass man sich auseinanderlebt und genauso kenne ich die Eifersucht bei Ada und Vito. Mir war es wichtig, all diese verschiedenen Aspekte zu haben, so findet sich jeder irgendwo wieder.

PAUL: Das ist schwierig. Zum Großteil schon in der Beziehung von Pola und Felix. Natürlich sind mir aber auch aufgrund meines Familienstands die Aspekte aus Gustavs und Effis Partnerschaft nicht fremd. Ich glaube, das Schöne an dem Film ist, dass der Zuschauer sich ein Paar aussuchen kann, mit dem er geht und in dem er sich vielleicht auch selbst widerspiegelt.

HOSEMANN: Ich habe mich eigentlich in keiner der Beziehungen so richtig wiedergefunden. Diese sind doch etwas klischeehaft und haben auch nichts mit mir zu tun. Aber dennoch ist "Reine Formsache" eine sehr ehrliche Liebesgeschichte.

 

1996
18. Bayerischer Filmpreis
Nachwuchsdarstellerpreis - Workaholic
1996
17. Max-Ophüls-Preis - Filmfestival
Beste Nachwuchsdarstellerin - Ex
 

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