Claudia Cardinale


  • Bürgerlicher Name
    Claude Josephine Rose Cardin
  • Geburtstag
    15.04.1939
  • Geburtsort
    Tunis

Claudia Cardinale


  • Bürgerlicher Name
    Claude Josephine Rose Cardin
  • Geburtstag
    15.04.1939
  • Geburtsort
    Tunis
 

Vom namenlosen Rächer Charles Bronson und vom romantischen Banditen Jason Robards beschützt und vom Killer Henry Fonda ins Bett gelockt, wurde Claudia Cardinale als Prostituierte und Farmersfrau in Sergio Leones "König der Western", in "Spiel mir das Lied vom Tod", 1969 zur Urmutter Amerikas. Ihre strahlende Schönheit und ihre sinnliche Ausstrahlung machten "CC", die 1939 in La Goulette bei Tunis geboren wurde, zu einem der italienischen Filmstars, die wie Sophia Loren oder Gina Lollobrigida auch international reüssierten, weil sie sich mit wachsender Reife dramatischen und komischen Rollen gleichermaßen gewachsen zeigten und schnell über den Status des "Kurven-Stars" hinausgelangten.
Cardinale drehte für Fellini ("8 1/2") und Visconti in "Der Leopard", wo sie die Bürgermeistertochter war, die mit Burt Lancaster und Alain Delon in der Maßstäbe setzenden Ballsequenz tanzt, und in dessen "Sandra", wo sie eine dem Leben entfremdete junge Frau spielte. Sie war Jean-Paul Belmondos Banditenbraut in "Cartouche", die Prinzessin in "Der rosarote Panther" und die entführte Frau in dem Western "Die gefürchteten Vier". In den 70er- und 80er-Jahren trat sie vermehrt in internationalen Produktionen auf, unter anderem in Werner Herzogs Amazonas-Ballade "Fitzcarraldo" an der Seite von Klaus Kinski. Cardinales einen fröhlichen Optimismus ausstrahlende Erscheinung ist eine der erfreulichsten im Weltkino. Für das Fernsehen zeigte sie in "La Storia" als vergewaltigte Frau, die ihren Sohn durch Krieg und Nachkriegszeit bringt, ihre beste Leistung.
Cardinale war mit dem Produzenten Franco Cristaldi, der sie auf den Filmfestspielen von Venedig gesehen hatte und sie zu einer italienischen Bardot machen wollte, und mit dem Regisseur Pasquale Squitieri verheiratet, für den sie einige Mafia-Filme ("Der eiserne Präfekt") drehte. Der tunesische Film "Ein Sommer in La Goulette" (1996) spielt mit dem Mythos der in Tunesien geborenen und dort außerordentlich beliebten Schauspielerin.

Claudia Cardinale

  • Bürgerlicher Name
    Claude Josephine Rose Cardin
  • Geburtstag
    15.04.1939
  • Geburtsort
    Tunis
  • Geburtsland
    Tunesien

Star-Parade in Cannes

Im Kino mit den Stars: Nicht immer lockte nur das neueste aus dem Weltkino beim 63. Festival in Cannes die Massen an.

Wenn Altmeister Visconti lockt, mischen sich sogar Superstars wie Benicio del Toro und Kate Beckinsale unters Volk (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Wenn Altmeister Visconti lockt, mischen sich sogar Superstars wie Benicio del Toro und Kate Beckinsale unters Volk (Foto: Kurt Krieger)

Eines der Highlights, das sich auch einige Superstars nicht entgehen lassen wollten, war die Vorführung der von Martin Scorsese präsentierten, fantastisch restaurierten Fassung von Luchino Viscontis Meisterwerk "Der Leopard" von 1962.

Benicio Del Toro sitzt schon früh im vollen Kinosaal, plauderte entspannt mit seinen Fans, lässt sich fotografieren und gibt den Star zum Anfassen. Als ihm der Rummel dann doch zu viel wird, verzieht er sich in eine andere Reihe und wird schließlich von Kollegin Kate Beckinsale erlöst, die in diesem Jahr Jury-Mitglied war. Sie setzt sich neben ihn und die beiden stecken fortan die Köpfe zusammen.

Wenig später hat Salma Hayek, bildschön wie immer, ihren großen Auftritt, wird von den Fans mit Applaus begrüßt und fiebert sich, ebenso wie Juliette Binoche, durch die bildgewaltige drei Stunden-Fassung. Am Ende ließen sich die Darsteller von einst auf der Bühne feiern: Claudia Cardinale und ein sichtlich bewegter Alain Delon genossen das Bad in der Anerkennung des Publikums.

Hollywood an der Côte D'Azur

Nur drei amerikanische Produktionen hatten es in diesem Jahr an die Croisette geschafft, zwei davon außer Konkurrenz. Auch wenn also kein Preisregen für die USA zu erwarten war: alle drei Filme boten ehrliches, unterhaltsames Kino.

Zum einen Ridley Scotts Eröffnungsfilm "Robin Hood", der seinem Star Russell Crowe die Gelegenheit gab, seinen Söhnen Charlie (6) und Tennyson (3) zu zeigen, wie Daddy im Blitzlichtgewitter eine gute Figur abgibt.

Zum anderen Oliver Stone, der die Sorgen der Menschen auf den Punkt brachte mit der Fortsetzung seines Klassikers von 1988.?In "Wall Street - Geld schläft nicht" macht Michael Douglas als aus dem Knast entlassener, ins Zentrum der Hochfinanz zurückkehrender Gordon Gekko zwar bisweilen den jungen, idealistischen Wall Street Banker Jake, den Shia LaBeouf gibt, schauspieltechnisch platt. Und auch wenn das Hollywood-Ending, bei dem Gecko doch noch so etwas wie Herz, Gefühl oder einfach nur Unrechtbewusstsein zeigt, zu mainstreamig ausfällt: Für beste Unterhaltung mit Message ist allemal gesorgt.

Ebenso in Doug Limans "Fair Game", der einzigen US-Produktion im Rennen um die Goldene Palme. Intelligentes Spannungskino gelingt dem Regisseur von "Mr. & Mrs. Smith" mit dem mit Naomi Watts und Sean Penn prominent besetzten Politthriller nach dem realen Skandal um die Botschaftergattin Valerie Plame, die als CIA-Agentin enttarnt wurde. Auch ohne Palmwedel also ein faires Spiel, verlässliche Thrillerkost fürs Publikum!

2010
DIVA - Der Deutsche Entertainment Preis
DIVA - World Movie Award 2010
 

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