Emil Jannings


  • Bürgerlicher Name
    Theodor Friedrich Emil Janenz
  • Geburtstag
    23.07.1884
  • Geburtsort
    Rorschach
  • gestorben
    03.01.1950
 

Für Marlene Dietrich machte er sich in "Der blaue Engel" als Professor Rath im Varieté "Der blaue Engel" zum Narren und Hanswurst. Er war damals der Star, der von der Dietrich abgelöst wurde. Emil Jannings (1884-1950, eig. Theodor Friedrich Emil Janenz) war der erste Schauspieler überhaupt, der einen Darsteller-Oscar erhielt: 1928 für seinen als Komparse in Hollywood arbeitenden zaristischen General. In den Stummfilmen der Weimarer Republik war Jannings vor allem in den Filmen von Ernst Lubitsch ("Madame Dubarry", "Anna Boleyn") und F.W. Murnau zu sehen. Für Murnau spielte er den erniedrigten Hotelportier in "Der letzte Mann", den Mephisto in "Faust" und den Heuchler "Tartüff". Nach seiner amerikanischen Periode kehrte er für "Der blaue Engel" nach Deutschland zurück und wurde in der Nazi-Zeit NS-Star mit "Führerfiguren" wie Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. in "Der alte und der junge König", Burenführer "Ohm Krüger" und Arzt "Robert Koch, der Bekämpfer des Todes". In diesen Filmen wurde Geschichte im Sinne des Nationalsozialismus interpretiert, worauf Jannings durch seinen Sitz im Aufsichtsrat der Tobis Einfluss hatte. Nach dem Kriege entnazifiziert, gab er die Filmarbeit auf.

Emil Jannings

  • Bürgerlicher Name
    Theodor Friedrich Emil Janenz
  • Geburtstag
    23.07.1884
  • Geburtsort
    Rorschach
  • Geburtsland
    Schweiz

Oscarrummel

Sonntagnacht - bzw. Montagmorgen - ist es endlich soweit. Die begehrteste, weil publicity-trächtigste Trophäe des Filmgeschäfts wird verliehen: Der Oscar.

Sonntagnacht ist Oscar-Nacht!

Sonntagnacht ist Oscar-Nacht!

Im Großen und Ganzen dürfte die Verleihung ablaufen, wie in den letzten Jahren. "Richtige" Skandale gab es schon lange nicht mehr. Den letzten vor genau 28 Jahren. Damals schaffte es ein Mann namens Bob Opel, komplett nackt vor den Linsen der Kameras vorbei zu huschen. Das Staunen war natürlich riesig bei allen Anwesenden, obwohl bestimmt keiner weggeschaut hat. Einen ähnlichen Skandal löste 1968 auch Barbra Streisand aus, als sie sich ihren Oscar für "Funny Girl" abholte. Sie trug einen transparenten Hosenanzug, der den Geist der wilden 60er widerspiegeln sollte. Schlimm, schlimm.

Ein weiteres wichtiges Thema sind auch immer die meist zu lange geratenen Dankesreden der Gewinner. Russell Crowe (nominiert für "A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn") hatte bei den Golden Globes schon vorgemacht, wie man sich zu verhalten hat, wenn der Verantwortliche beim Fernsehen die Schere walten lässt. Gar nicht nett war das von dem bereits oscargekrönten Schauspieler ("Gladiator"). Vor der Verleihung werden den Nominierten jetzt immer Eieruhren mit ins Hotel gegeben, die nach 45 Sekunden zu bimmeln anfangen. Zum Üben quasi. Dabei sollten sich die Stars einfach die Verleihung von 1971 anschauen. Jane Fonda ("Klute") hielt die wohl kürzeste Rede der Geschichte der Acadamy Awards. Nach einem einfachen "Danke" war sie auch schon wieder von der Bühne verschwunden. Auch eine Möglichkeit.

In diesem Jahr sind die erklärten Favoriten bei den Hauptdarstellern noch nicht so genau ausgemacht. Der Preis für den beste männlichen Schauspieler wird wohl an Russell Crowe für seine Rolle als John F. Nash in "A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn" gehen. Dessen sind sich die Experten schon ziemlich einig. Bei den Frauen gehen die Meinungen jedoch auseinander. Ganz nüchtern betrachtet, denken einige, dass mit Crowe schon ein Australier die Auszeichnung erhalten würde, was die Chancen Nicole Kidman ("Moulin Rouge") erheblich zurückkatapultiert. Auch sie ist vom Kontinent Down Under. Somit rückt eine Frau in den Vordergrund, die schon allein mit ihrer Nominierung eine Ausnahme darstellt. Halle Berry ("Monster's Ball") ist die erste Schwarze, die einen Oscar erhalten könnte. Im ehemals von Rassismus geplagten Amerika ein wahnsinniger Fortschritt...

Eine weitere Minderheit bei der Verleihung der Acadamy Awards stellen deutsche Darsteller dar. 1929 gewann der Schweizer Emil Jannings ("Tartüff") einen Oscar für seine Darstellung in "Sein letzter Befehl". Doch wichtig war ihm das nicht, er war bei der Verleihung nicht einmal anwesend. Anwärter auf die Statue war 1986 auch Klaus Maria Brandauer ("Jenseits von Afrika"), doch gewonnen hat er nicht. Ebenso wie Armin Mueller-Stahl ("Shine - Der Weg ins Licht"), der 1997 auf der Nominiertenliste stand. Allerdings ist die Sammlung Arnold Richters (der Mann mit den Arri-Kameras) erstaunlich umfangreich. Know How, das sich durchgesetzt hat eben.

In diesem Jahr können wir wieder die Daumen drücken, dass eine der drei Kilogramm schweren Goldstatuen in hiesige Künstlerhände gelangt. Am 15. Februar ging in unserer Redaktion eine wahnsinnig begeisterte E-Mail ein, in der mit den allerliebsten Grüßen Johannes und Alexander von ihrer Nominierung berichteten. Sie sind Anwärter auf den Oscar für den besten Kurzfilm. "Gregors größte Erfindung" ist das Werk von Johannes Kiefer, der damit sein 11 minütiges Regiedebüt ablieferte. In der Hauptrolle Alexander Beyer. Wir werden Sonntagnacht ganz fest an die beiden denken. Eine Auszeichnung könnte schließlich der Start einer großen Karriere sein. Wobei eben dieser Preis letztes Jahr an Regie-Kollegen Florian Gallenberger ging, für "Quiero Ser". Kurz: Wetten können noch abgeschlossen werden.

Foto: Offizielle Oscar-Website

 

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Oscarrummel

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