Eric Idle


  • Geburtstag
    29.03.1943
  • Geburtsort
    South Shields, Tyne and Wear
 

Nach John Cleese war Eric Idle das zweite Gründungsmitglied der legendären britischen Komikergruppe Monty Python's Flying Circus, die seit dem 5.10.1969, als die erste ihrer Shows über den Äther der BBC ging, die Fernseh- und Filmkomik erneuerten. Die Pythons nahmen mit satirischen Sketchen, sarkastischen Szenen, bissigen und absurden Dialogen, pop-getränkten Animationen und grotesken Gedankensprüngen die Formen der Komik auseinander und setzten sie als Musterbeispiele schwärzesten britischen Humors wieder zusammen. Die "englischen Marx Brothers" produzierten bis zu ihrer Auflösung 45 halbstündige TV-Sendungen, vier Bücher, zehn Langspielplatten und sechs Spielfilme sowie die Aufzeichnung ihrer Hollywood-Bühnenshow von 1980.
Wie Cleese, Graham Chapman, Terry Gilliam, Terry Jones und Michael Palin hatte der 1943 in South Shields geborene einzige Sohn eines im 2. Weltkrieg gefallenen Kampffliegers und bei der Mutter aufgewachsene Eric Idle ein Studium der Englischen Literatur in Cambridge begonnen, ließ sich aber gerne von Studenten-Revuen und Cabarets ablenken, an denen Cleese und Chapman werkelten. Danach schrieb er Skripts für Radio und Fernsehen, bis es 1969 bei der BBC zur Gründung der Gruppe kam. Idle schrieb bis auf "Jabberwocky" und "Time Bandits" an allen Drehbüchern der Spielfilme der Pythons mit und spielte in "Die Ritter der Kokosnuss" Prinz Herbert, den Nichtsotapferen und in "Das Leben des Brian" sechs verschiedene Rollen.
Schon während seiner Python-Zeit war Idle, der eine gewisse Ähnlichkeit mit dem amerikanischen Komiker Gene Wilder aufweist, an anderen Projekten beteiligt, so als Autor an Büchern für Serien der BBC und als Co-Regisseur und Darsteller von "All You Need is Cash", einer Parodie auf den ersten Beatles-Film "A Hard Day's Night" von Richard Lester. Nach dem Ende der Pythons inszenierte Idle für die Märchenserie der BBC den Pilotfilm "The Frog Prince" und gewann den ACE Cable Award für die Beste Cable Show. Er trat in der Piratenfilmparodie "Dotterbart" und in Terry Gilliams "Münchhausen"-Film auf und gehörte in der Komödie "Nonnen auf der Flucht" mit Robbie Coltrane zu dem Gaunerduo, das sich in einem Kloster vor Polizei und Gangstern versteckt.
Als Autor und Darsteller von "...und ewig schleichen die Erben" will er als bei der Geburt vertauschter kleiner Börsenmakler seine Ansprüche auf den Titel des Duke of Bournemouth geltend machen und verübt Anschläge auf seinen Konkurrenten. In der Komödie "Fahr zur Hölle, Hollywood!" ist Idle der Filmregisseur Alan Smithee (Anspielung auf den fiktiven Regisseur, der herhalten muss, wenn die wahren Übeltäter Schandflecke in ihrer Filmografie tilgen wollen), der seinen eigenen Film verbrennt, um die künstlerische Integrität zu wahren. In Terry Jones' Märchenverfilmung "Der Sturm in den Weiden", die drei der Pythons vereint, spielt er die Ratte, in der Comic-Verfilmung "Dudley-Do-Right" den Kim Jay Darling, in "Too Much Sun" den erbschleichenden Priester.
Idle ist Präsident der aus den Pythons hervorgegangenen Produktionsfirma Prominent Features, zu deren Filmen "Die Abenteuer des Baron Münchhausen", "Erik der Wikinger", "Ein Fisch namens Wanda" und "Wilde Kreaturen" zählen. Im Jahre 2000 veröffentlichte er das Buch "Die Reise zum Mars", einen Science-Fiction-Thriller, in dem zwei Komiker und ein über sie wachender humorloser Roboter auf eine verrückte Weltraum-Odyssee geschickt werden.

Eric Idle

  • Geburtstag
    29.03.1943
  • Geburtsort
    South Shields, Tyne and Wear
  • Geburtsland
    Großbritannien

"Monty Python"-Stars wiedervereint als Aliens in SciFi-Komödie

Schräg, schräger, Monty Python!

Mit "Das Leben des Brian" und dem Song "Always look on the bright side of Life" schrieben Monty Python Filmgeschichte - nun kehren sie zurück! (Foto: Filmwelt) Großansicht

Mit "Das Leben des Brian" und dem Song "Always look on the bright side of Life" schrieben Monty Python Filmgeschichte - nun kehren sie zurück! (Foto: Filmwelt)

Die legendäre Klamauk-Reihe "Flying Circus", die Mittelalter-Splattersatire "Die Ritter der Kokosnuß", die respektlose Jesus-Persiflage "Das Leben des Brian" bis hin zum unfassbar ekelhaften Episodenfilm "Der Sinn des Lebens" - das Letzterer vornehmlich im Unsinn besteht, das hat die Comedy-Kulttruppe "Monty Python" mit ihren Werken eindrücklich bewiesen.

Doch seit dreißig Jahren sind die britischen Schwarzhumor-Jongleure von der Bildfläche verschwunden, sie absolvierten nur gelegentlich noch kleinere Charity-Auftritte. Angeblich vor allem deshalb, weil John Cleese, Eric Idle, Michael Palin, Terry Jones und Terry Gilliam im Laufe ihrer Karriere immer öfter aneinandergerieten.

Nun scheinen aber die größten Differenzen ausgeräumt, denn völlig sensationell hat Regisseur Terry Jones nun ein Filmprojekt angekündigt, für das er bereits fast alle seiner alten Weggefährten gewinnen konnte. Nur die Zusage von Eric Idle steht noch aus, die sei aber Formsache.

"Absolutely Anything" heißt der Film und handelt von einem Mann, dem von Außerirdischen die Fähigkeit verliehen wird, alles zu tun, was ihm gerade in den Sinn kommt. In alter Monty-Python-Tradition nutzt er das natürlich aus, um die abseitigsten Spinnereien geschehen zu lassen.

Stargast aus Hollywood

Kleiner Wermutstropfen: Die Monty-Python-Stars werden, obwohl "Absolutely Anything" ein Realfilm ist, nicht körperlich anwesend sein, sondern lediglich ihre Stimme den Aliens leihen, die dann computeranimiert werden. Doch Terry Jones tröstet seine Fans: "Auch wenn es kein klassischer Monty-Python-Film wird, hat er trotzdem diesen Geist in sich."

Einen Gaststar aus Hollywood hat Terry Jones sogar auch schon in petto: Robin Williams leiht seine Stimme einem sprechenden Hund namens Dennis. Wer die Hauptrolle als allmächtiger Erdenbürger spielen soll, ist indes noch unklar.

Die erste Klappe zu "Absolutely Anything" wird dennoch bereits im Frühling fallen. Mit etwas Glück gibt's den SciFi-Klamauk im Monty-Python-Stil also noch dieses Jahr im Kino zu erleben!

2001
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