Ewan McGregor


  • Bürgerlicher Name
    Ewan Gordon McGregor
  • Geburtstag
    31.03.1971
  • Geburtsort
    Crieff, Perthshire, Schottland

Ewan McGregor


  • Bürgerlicher Name
    Ewan Gordon McGregor
  • Geburtstag
    31.03.1971
  • Geburtsort
    Crieff, Perthshire, Schottland
 

Vom Junkie bis zum Dandy und Sternenkrieger reicht die Karriere des schottischen Shooting Stars der 90er-Jahre. Ewan McGregor fiel bereits mit seiner zweiten Filmrolle auf als Lokalreporter Alex in Danny Boyles schwarzer Komödie "Kleine Morde unter Freunden", in der er Polizei und WG-Mitbewohner um die Gangstermillionen bringt.
Im darauf folgenden Film, Boyles "Trainspotting", entschwand er als an der Nadel hängender Heroin-Junkie Renton, der nach Entziehungskur und einem letzten Deal, bei dem er seine ehemaligen Kumpel linkt, in das gefürchtete Leben eines Normalbürgers. Mit Boyle arbeitete McGregor auch in seinem ersten amerikanischen Film "Lebe lieber ungewöhnlich" als von Cameron Diaz zu einer Geiselnahme gezwungener, schüchterner Raumpfleger.
Im britischen Kino hatte der spitzbübische McGregor entscheidende Rollen als junger Bergarbeiter und Mitglied einer Blaskappelle, der sich in Mark Hermans Ballade "Brassed Off" in Tara Fitzgerald verliebt, und in Hermans "Little Voice", wo er den Taubenzüchter und schüchternen Elektriker Billy spielte.
Weltstar wurde McGregor mit der Rolle des jungen Jedi-Ritters Obi-Wan Kenobi in "Star Wars: Episode I" und "Episode II".
Zu McGregors weniger bekannten Figuren zählen der Jane-Austen-Dandy in "Emma", der Dolmetscher, der sich den Körper bemalen lässt, in Peter Greenaways "Die Bettlektüre", der junge Student in "Freeze - Alptraum Nachtwache", der charismatische Pop-Star, der Iggy Pop und Jim Morrison ähnelt, in "Velvet Goldmine", der Börsenbroker in "High Speed Money" und der Schriftsteller James Joyce in "Nora".
2001 konnte der Schotte an der Seite von Nicole Kidman in Baz Luhrmans Musical "Moulin Rouge" und als Delta Force Ranger im Ensemble von Ridley Scotts schonungslosem Kriegsdrama "Black Hawk Down" große Erfolge feiern. Weniger Zuspruch beim Publikum fand zwei Jahre später die Komödie "Down with Love", in der McGregor in einer Hommage an Doris Day und Rock Hudson mit Renée Zellweger ein ungleiches Traumpaar spielte.
In Tim Burtons magischem Märchen "Big Fish" war er die junge Ausgabe des zu ausschweifenden Erzählungen neigenden Edward Bloom, der gealtert und im Sterben begriffen (Albert Finney) die Versöhnung mit seinem distanzierten Sohn (Billy Cudrup) anstrebt.
Eine seiner bislang besten Leistungen bot McGregor als ebenso sexbesessener wie gewalttätiger junger Drifter Joe, der in "Young Adam" auf einem Frachter in Schottland anheuert und eine Affäre mit der Frau des Kapitäns (Tilda Swinton) beginnt.
2005 war der Schotte gleich in zwei Mega-Blockbustern zu sehen: Er hatte einen weiteren "Star Wars"-Auftritt im großen Abschluß der Weltraum-Saga, "Episode III - Die Rache der Sith", außerdem spielte er neben Shooting Star Scarlett Johansson in der DreamWorks-Produktion "Die Insel".
Als Bruder von Colin Farrell glänzte er im allerdings nur mäßig erfolgreichen Woody-Allen-Krimi "Cassandras Traum", landete dafür aber als Superschurke in der Dan-Brown-Verfilmung "Illuminati" wieder einen Publikumshit.
In Roman Polanskis Polit-Thriller "Der Ghostwriter" gerät McGregor als Autor der Memoiren des britischen Premier-Ministers (Pierce Brosnan) in höchste Gefahr. Schräg-absurd wird es dann an der Seite von Jim Carrey als schwules Paar in "I Love You Phillip Morris" und als Journalist, der in der Militär-Satire "Männer, die auf Ziegen starren" George Clooney begleitet, der glaubt, mit Blicken töten zu können. Im feinen Melodram "Beginners" glänzt McGregor als Künstler, dessen Vater (grandios: Christopher Plummer) sich mit 75 Jahren als homosexuell outet.
In "Perfect Sense" verliebt sich Ewan McGregor als Koch in eine Wissenschaftlerin (Eva Green) - ausgerechnet, während eine mysteriöse Viruserkrankung die ganze Welt nach und nach ihrer sinnlichen Wahrnehmung wie Geruch, Geschmack, Gehör etc. beraubt.
Ewan McGregor ist seit 1995 mit der Produktionsdesignerin Eve Mavrakis verheiratet. 2004 unternahm er gemeinsam mit seinem Freund Charley Boorman einen Motorrad-Trip um die Welt, den er in "Long Way Round" dokumentierte und 2007 mit einer Reise von Schottland nach Kapstadt für "Long Way Down" fortsetzte.

Ewan McGregor

  • Bürgerlicher Name
    Ewan Gordon McGregor
  • Geburtstag
    31.03.1971
  • Geburtsort
    Crieff, Perthshire, Schottland
  • Geburtsland
    Großbritannien
  • Familie
    Mutter: Carol McGregor (Lehrerin)
    Vater: James McGregor (Lehrer)

    Bruder:
    Colin McGregor (Militärpilot)

    Ehefrau:
    Eve Mavrakis (Französin, Produktionsdesignerin, 1964 geboren, verheiratet seit Juli 1995)

    Töchter:
    Clara Mathilde (Februar 1996)
    Esther Rose (7. November 2001)

    Onkel:
    Denis Lawson (spielte den Piloten Wedge Antilles in der ersten "Star Wars"-Trilogie)
  • Autogrammadresse
    Drury House
    34-43 Russell Street
    London WC2B 5HA
    England
  • Links
    http://www.bestofewan.com/ (Fan-Seite)

Ewan McGregor kotzt seinem Bruder ins Jet-Cockpit

Er hätte es ahnen können…

Ewan McGregor: Ein Königreich für eine Kotztüte! (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Ewan McGregor: Ein Königreich für eine Kotztüte! (Foto: Kurt Krieger)

Schon in seiner Kultrolle als Obi-Wan Kenobi in der neuen "Star Wars"-Trilogie wurde ihm bei den waghalsigen Flugmanövern des tollkühnen Gleiterpiloten Anakin Skywalker ziemlich mulmig. Doch während sich Ewan McGregor als Jedi-Ritter gerade noch beherrschen konnte, streikte in der Realität sein Magen.

Ewan war von seinem älteren Bruder Colin auf einen Testflug eingeladen worden. Colin McGregor ist Pilot bei der Royal Air Force und in einem Tornado Gr4 unterwegs. Da ist Passagier sein kein Zuckerschlecken, wie Ewan McGregor leidvoll erfahren musste:

"Mein Bruder wollte mir so richtig zeigen, was er drauf hat", berichtet Ewan. "Die ersten 20 Minuten flogen wir extrem schnell und tief. Dann zog er die Maschine heftig nach oben und stoppte plötzlich abrupt den Steigflug. Das war der Moment, in dem ich kreidebleich wurde und Schweißausbrüche bekam. Ich wollte nicht, dass mir schlecht wird, weil das so peinlich ist. Ich habe alles versucht, aber dann musste ich mich doch übergeben…"

Ekel-Spezialist im Cockpit

Details wie den anschließenden hygienischen Zustand des Cockpits und ob er den Arbeitsplatz seines Bruders womöglich selbst wieder in Ordnung bringen musste, verschwieg Ewan McGregor galant. Dabei ist ihm nach seiner berüchtigten Szene in "Trainspotting" eigentlich nichts Menschliches mehr fremd…

"Wer wäre nicht gern der große Held?"

Ewan McGregor macht im Kino eine aufreibende Erfahrung nach der anderen - ob als vom CIA gejagter "Ghostwriter" oder als Journalist in "Männer, die auf Ziegen starren". Doch seine eigentlichen Abenteuer erlebt der 38-Jährige in der Realität, auch wenn ihm die gelegentlich an die Nieren gehen.

In der Militärsatire "Männer die auf Ziegen starren" geht Ewan McGregor mit George Clooney auf einen irren Trip durch die Wüste (Foto: Kinowelt) Großansicht

In der Militärsatire "Männer die auf Ziegen starren" geht Ewan McGregor mit George Clooney auf einen irren Trip durch die Wüste (Foto: Kinowelt)

In "Männer die auf Ziegen starren" sehen wir, wie US-Soldaten zu Jedi-Rittern werden wollen. Das Thema dürfte Ihnen als Ex-Obi-wan-Kenobi nicht ganz unvertraut sein.
EWAN MCGREGOR: Ja, offen gestanden war ich total verblüfft, als ich das Angebot für die Rolle bekam. Ich war gespannt, als ich Autor und Regisseur Grant Heslov traf. Denn ich wollte unbedingt wissen, warum er ausgerechnet mir das Drehbuch zu "Männer, die auf Ziegen starren" geschickt hatte. Aber das Lustige war: Er hatte komplett vergessen, dass ich in den "Star Wars"-Filmen mitgespielt hatte. Alles war Zufall.

In dem Film gehen Sie als Journalist auf einen großen Abenteuertrip. Dieses Gefühl dürfte Ihnen von Ihren Motorradtouren um die halbe Welt bekannt sein ...
Ja, aber ich bekam erst Lust dazu, als ich die 30 überschritten hatte. In meinen 20ern hatte ich noch nicht das Bedürfnis, über meinen eigenen Tellerrand zu schauen - ich wäre als Backpacker eine Fehlbesetzung gewesen.

Sind Sie jetzt jemand, der das Risiko liebt?
Ich bin kein Adrenalinjunkie. Den Zustand, wenn du mit deinem Motorrad in eine haarige Situation gerätst und plötzlich eine Welle von Adrenalin hochschießt, mag ich überhaupt nicht. Ich könnte nie Bungeejumping machen. Ich habe zwar familiär eine gewisse Veranlagung zum Fliegen - mein Bruder war bis vor kurzem Kampfpilot - deshalbhabe ich's mal mit Paragliden versucht. Aber nach einiger Zeit habe ich's aufgegeben. Lieber sehe ich vom Boden aus zu.

Was genießen Sie dann auf Ihren großen Touren?
Ich liebe das Gefühl des Motorradfahrens - das ist die größte Leidenschaft meines Lebens, von meiner Familie mal abgesehen. Wenn ich damit noch eine andere Welt kennenlernen kann, ist das phänomenal. Auch weil die Leute ganz anders auf dich reagieren. Sie sehen, dass du bei Regen nass wirst und dass du frierst, wenn es kalt ist. Ich habe auf diesen Reisen eine unglaubliche Freundlichkeit erfahren. Bis auf einmal in Kasachstan, wo jemand aus einem fahrenden Auto mit einem Gewehr auf uns zielte. Aber das war offenbar der spezielle Humor der Einheimischen. Denn die Typen haben gelacht und sind dann davon gefahren.

Ihnen ist also noch nie etwas Gefährliches passiert?
Nicht wirklich. Nur einmal in der Ukraine wurden wir in ein Haus eingeladen, wo haufenweise Bewaffnete herumstanden. Ich weiß nicht genau, was das für Leute waren, vielleicht gehörten sie zur örtlichen Mafia. Aber ich darf mich nicht beschweren, denn sie waren extrem nett, auch wenn ich mich etwas mulmig fühlte. Später kam die Tochter unseres Gastgebers, die mich auch erkannte, und von da ab war sowieso alles sicher.

Sie sind ja auch als Unicef-Botschafter unterwegs. Hat sich Ihre Lebenseinstellung durch solche Erfahrungen geändert?
Vollkommen. Ich bin hier mit Problemen konfrontiert worden, die ich nur vom Hörensagen kannte. Wenn du beispielsweise in Malawi Menschen triffst, die ihre Kinder nicht ernähren können oder AIDS-Waisen, die noch jünger als meine eigenen drei sind, und sich alleine durchschlagen, dann ist das zutiefst bewegend und auch lehrreich.

Wurde Ihnen die Konfrontation mit so viel Elend manchmal zu viel?
Klar, wenn du in einem Krankenhaus stehst, wo überall die Leute liegen - auf den Betten, neben den Betten, unter den Betten - und reihenweise sterben, dann bist du geschockt. Aber du kannst ja nicht einfach einen Schritt zurück machen und sagen: "Mir reicht's." Ich versuche einfach mit meinem Engagement für Unicef diesen Problemen eine Öffentlichkeit zu verschaffen. Und ich bin sehr dankbar für mein eigenes Leben. Ich muss keinen Job des Geldes wegen annehmen, für die Ausbildung meiner Kinder ist gesorgt.

Wären Sie gerne der große Held, der all diese Probleme der Welt löst?
Wer wäre das nicht gerne? Aber die großen Fragen der Welt sind viel kompliziert, als dass es dafür eine so einfache Lösung gibt. Wir Menschen sind zu so großer Freundlichkeit imstande, und gleichzeitig gibt es so viel Grausamkeit- wie das zusammengeht, kriege ich nicht auf die Reihe. Aber das Beste, was du im Leben tun kannst, ist es, dich auf deine Familie zu konzentrieren. Ein guter Vater sein, ist eine außerordentliche Heldentat.

2010
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2001
14. Europäischer Filmpreis
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