George Cukor


  • Geburtstag
    07.07.1899
  • Geburtsort
    New York
  • gestorben
    24.01.1983
ohne Abbildung
 

Er wurde nach zehn Drehtagen als Regisseur von "Vom Winde verweht" abgelöst, doch trotz dieser Entscheidung von Produzent David O. Selznick war George Cukor mit seinen beiden nächsten Filmen "Die Frauen" und "Die Nacht vor der Hochzeit" kommerziell äußerst erfolgreich. Diese Filme zeigen Cukors Qualitäten als Schauspielerregisseur und Spezialist für "Frauenthemen" im klassischen Hollywood: Im ersten spielten 139 Frauen und kein einziger Mann, der zweite gilt als eines der Hauptwerke der Screwball Comedy. Cukor, Sohn ungarisch-jüdischer Eltern, begann als Inspizient und war Regisseur am Broadway, bevor ihn Hollywood holte. Er erwies sich als geschickter Inszenator, der klassische Stoffe ("David Copperfield", "Romeo und Julia") mit bemerkenswerter Treue zum Original behandelte und erstklassige Schauspielerleistungen erzielte, so mit Greta Garbo in "Die Kameliendame" und noch in seinem letzten Film "Reich und berühmt" mit Jacqueline Bisset und Candice Bergen. Cukor führte Katharine Hepburn und Cary Grant in "Die Nacht vor der Hochzeit" und "Die Schwester der Braut" als Traumpaar zusammen und erwies sich als ebenso fähig, Musicals wie "Les Girls" oder den späteren Welterfolg "My Fair Lady" mit Audrey Hepburn und Rex Harrison zu inszenieren. Der Regisseur sorgte mit "A Star is Born" 1954 für das Comeback von Judy Garland und inszenierte mit "Ehekrieg" und "Die ist nicht von gestern" Paraderollen für Katharine Hepburn, Spencer Tracy und Judy Holliday. Allen Filmen hängt das Glamouröse der jeweiligen Epoche als Qualitätsmerkmal an und er bewältigte Farbe und Cinemascope ebenso wie üppige historische Stoffe oder Melodramen ("Knotenpunkt Bhowani" mit Ava Gardner als britisch-indischer Mischling). Für "My Fair Lady" erhielt er seinen einzigen "Oscar". In Venedig bekam er 1982 den "Goldenen Löwen" für sein Lebenswerk.

George Cukor

  • Geburtstag
    07.07.1899
  • Geburtsort
    New York
  • Geburtsland
    USA

Hinter den Kulissen: "8 Frauen" vor einer Kamera - der Regisseur muss Franzose sein

Eine Filmdiva alleine kann einen Regisseur locker in die Verzweiflung treiben - Brigitte Bardot, Marylin Monroe oder auch Sharon Stone haben das mit links geschafft. So gesehen hat Francois Ozon wirklich Großes geleistet: Gleich acht Diven folgten brav den Regieanweisungen des 34jährigen - eine Aufgabe, um die er auf den ersten Blick nicht zu beneiden und auf den zweiten zu bewundern ist.

Gruppenbild mit Damen: Versammlung der Diven

Gruppenbild mit Damen: Versammlung der Diven

Immerhin handelte es sich nicht um irgendwelche Schauspielerinnen, sondern um die "Crème de la Crème" des französischen Films: Catherine Deneuve, Isabelle Huppert, Emmanuelle Béart, Fanny Ardant, Virginie Ledoyen, Danielle Darrieux, Ludivine Sagnier und Firmine Richard - allesamt grandiose Miminnen.

Ozon wollte aber genau diese Herausforderung. Lange, bevor er überhaupt an "8 Frauen" dachte, hegte er den Wunsch, einen nur mit Schauspielerinnen besetzten Film zu realisieren.

Zunächst plante er eine Wiederverfilmung von George Cukors "Die Frauen". Aber zwei davon kamen ihm zuvor: Julia Roberts und Meg Ryan hatten sich bereits die Option auf dieses Remake gesichert. Der arme Ozon musste das Projekt auf Eis legen.

<br />Die Frauen sind zwar schön, haben es aber auch ganz schön in sich

<br />Die Frauen sind zwar schön, haben es aber auch ganz schön in sich

Eine Ode an die Weiblichkeit

Dann stieß er auf ein Theaterstück von Robert Thomas mit dem Titel "8 Frauen", eine Krimikomödie, in der ausschließlich Frauen auftreten. Sie sind in einem Haus eingeschlossen und einander ausgeliefert. Für Ozon der richtige Rahmen für eine Ode an die Weiblichkeit.

Ozon dazu: Wie "Tropfen auf heiße Steine" ist "8 Frauen" ein anti-naturalistischer Film, der Stilisierung und Künstlichkeit nutzt, um weibliche Schönheit und Glamour zu vermitteln. Jede Schauspielerin sollte ein Schönheitsideal verkörpern, das das Publikum zum Träumen bringt."

Da liegt er der Hausherr - und jede der Frauen könnte es gewesen sein

Da liegt er der Hausherr - und jede der Frauen könnte es gewesen sein

8 Frauen - 8 Schönheitsideale

Natürlich ist es für einen jungen Filmemacher eine große Herausforderung, mit Leinwandgrößen wie Deneuve, Huppert oder Beart zu drehen, die bereits mit Regisseuren wie Claude Chabrol, François Truffaut und Jean-Luc Godard zusammengearbeitet haben.

Die Hauptschwierigkeit bestand vor allen Dingen darin, die Stärken jeder einzelnen Diva zur Geltung zu bringen, ohne damit die Spielfreunde der anderen einzuengen. In Francois Ozons Vorstellung sollte jede Schauspielerin ein Schönheitsideal vermitteln.

Catherine Deneuve und Fanny Ardant in ihren beeindruckenden Kostümen

Catherine Deneuve und Fanny Ardant in ihren beeindruckenden Kostümen

Atemberaubende Kostüme

Ein wichtiges Mittel waren daher die Kostüme, die auch einen Eindruck des jeweiligen Charakters der dargestellten Person geben. Fanny Ardant, die die Rolle einer ehemaligen Cabaret-Tänzerin verkörpert, ist in einem schwarzroten, hautengen Kleid zu sehen. Pikantes Detail: Es wurde so eng genäht, dass Ardant darunter keine Wäsche tragen konnte.

Keine Frage, warum sowohl der Regisseur mit den Hauptdarstellerinnen, als auch diese untereinander wunderbar harmonierten: Ozon verlangte ihnen Höchstleistungen ab.

Ein echter Augenschmaus: Catherine Deneuve tanzt

Ein echter Augenschmaus: Catherine Deneuve tanzt

Künstlerische Herausforderungen

Die acht Diven mussten spielen, sprechen, singen - und tanzen. Jede Persönlichkeit im Film wird über eine individuelle Choreografie herausgearbeitet. Emmanuelle Beart, die in ihrer Karriere bereits einige Tanzerfahrungen gesammelt hat, bereitete dieser Teil der Dreharbeiten erheblich weniger Schwierigkeiten als Catherine Deneuve. Nach Aussage von Sebastien Charles, der für die Choreographie zuständig war, brauchte die Deneuve viel Ermutigung und Zuspruch. Sie meisterte die Herausforderung, wie es sich für eine Diva gehört:

"Meine Natur ist es eher Kino zu machen, als Schauspielerin zu sein. Ich bin eine Dienerin des Films," sagte sie.

Insgesamt scheint ihr die Arbeit mit den anderen Frauen jedoch viel Spaß gemacht zu haben. Angeblich schenkte sie jeder ihrer Kolleginnen am letzten Drehtag eine rote Rose.

 

1965
22. Golden Globe
Beste Regie - My Fair Lady
1964
37. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Beste Regie - My Fair Lady
 

Filmografie

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