Howard Hawks


  • Geburtstag
    30.05.1896
  • Geburtsort
    Goshen, Indiana
  • gestorben
    26.12.1977
 

Die Kunst des Erzählens beherrschte er wie kaum ein anderer Hollywood-Regisseur in allen Genres. Howard Winchester Hawks (1896 - 1977) war ein waschechter Profi, dessen pragmatisch unsentimentaler Regie-Stil mit der in der Filmliteratur wiederholt zitierten "Kamera auf Augenhöhe" die besten Ergebnisse erzielte. Ob in der Screwball Comedy ("Leoparden küsst man nicht"), dem Western ("Red River", "Rio Bravo"), dem Film Noir ("Tote schlafen fest"), dem Gangsterfilm ("Scarface"), dem Abenteuerfilm ("Hatari!"), dem Rennfahrerfilm ("Rote Linie 7000"), dem Kriegsfilm ("Air Force") oder dem Fliegerfilm ("SOS - Feuer an Bord"): Stets erledigen seine Helden ihre Aufgaben effektiv, ergebnisorientiert und energiegeladen, wissen um ihre Schwierigkeiten und verfügen über Mutterwitz und Humor. Den Männern gleichgestellt sind "starke Frauen", die über die gleiche Berufsauffassung verfügen und sich häufig als überlegen erweisen. Das Resultat besteht in einer lockeren Partnerschaft der Geschlechter. In den Komödien hingegen herrscht der Krieg der Geschlechter, werden die Rollen umgekehrt und die Männer bis zuletzt ("Ein Goldfisch an der Angel") vergnüglich demontiert. Hawks Stories berichten von Freundschaften und der Prüfung männlichen Professionalismus in Gefahrensituationen. Hawks erzählte schnell, temporeich, mit saloppem Witz und einem überlappenden Dialog, der Billy Wilders Komödien vorwegnahm und als Vorläufer von Woody Allens Flatter-Dialog gilt. Der Regisseur arbeitete bei jedem seiner Filme am Drehbuch mit und schuf mit einer Reihe wichtiger Autoren wie William Faulkner ("Tote schlafen fest") oder Ben Hecht, der auch für Wilder arbeitete, Meisterwerke. Aus Hemingways nach eigener Einschätzung schwachen Novelle "Haben und Nichthaben" machte er einen der besten Filme der 40er Jahre. Hawks, der vor seiner Filmkarriere im Ersten Weltkrieg bei der US Air Force Pilot war, blieb seiner Leidenschaft, dem Fliegen, treu und war Testpilot, Flugzeugingenieur und Rennfahrer, was seiner Fähigkeit, rasche Handlungsabläufe präzise und pointiert zu vermitteln, zu Gute kam. Einige Stars wie Cary Grant, John Wayne oder Humphrey Bogart fanden bei ihm ihre besten Rollen, andere wie Lauren Bacall, Rita Hayworth oder Montgomery Clift wurden durch ihn zum Star. 1974 erhielt Hawks einen Ehren-"Oscar" für sein Lebenswerk.

Howard Hawks

  • Geburtstag
    30.05.1896
  • Geburtsort
    Goshen, Indiana
  • Geburtsland
    USA

"Forrest Gump" und "Bambi" sind jetzt US-Kulturerbe

Die Filmgeschichte ist reich an Schätzen. Alle Jahre wieder werden einige daraus abgestaubt, damit sie unvergesslich bleiben - zu Recht!

Neu in der National Film Registry: "Forrest Gump" (Foto: Paramount) Großansicht

Neu in der National Film Registry: "Forrest Gump" (Foto: Paramount)

Traditionell werden zum Jahresende 25 Filme neu in die National Film Registry aufgenommen, deren Ziel der Erhalt kulturell, geschichtlich oder ästhetisch bedeutender Filme ist.

Werke von Regisseuren wie John Cassavetes, Howard Hawks, Billy Wilder und George Pal gehören zu den Filmen, die die National Film Registry ab sofort bereichern.

Die zeitliche Bandbreite der ausgewählten Titel reicht von "The Cry of the Children" und "A Cure for Pokeritis" aus dem Jahr 1912 bis hin zu "Forrest Gump" aus dem Jahr 1994. Sogar die Gangsterballade "El Mariachi" von 1992, das Erstlingswerk von Robert Rodriguez, und "Das Schweigen der Lämmer" von 1991 haben es jetzt auf diese Liste geschafft.

Die 25 neuen Titel im Überblick:

Die National Film Registry war 1989 vom US-Kongress zum Erhalt kulturell, geschichtlich oder ästhetisch bedeutender Filme ins Leben gerufen worden.

 

1974
47. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Ehren-Oscar
 

Filmografie

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