Kämpfer, Krieger, Kinderhelden
Bestien in Menschengestalt, Entdecker, große Krieger oder Helden: Wikinger haben viel Gesichter - in der Geschichte wie auf der Leinwand.
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Ein Schiff wird kommen... doch was wird es bringen?
Ein Schiff wird kommen... doch was wird es bringen?
Im vergangenen Kinojahr die Realverfilmung von "Wicki und die starken Männer", in diesem Frühjahr das 3D-Animationsabenteuer "Drachenzähmen leicht gemacht" - kindgerecht agierende Wikinger sind auf der Leinwand momentan gern gesehene Gäste.
Aber auch sonst sind die haarigen Hünen aus dem hohen Norden beliebte Kinderhelden: Ob Comicfigur "Hägar, der Schreckliche", die Wikinger in den Heften und Filmen des "Asterix"-Kosmos oder die TV-Zeichentrickserie "Wicki und die starken Männer" - die umtriebigen Seefahrer mit dem ausgeprägten Sinn für Gemeinschaft und Familie haben einen festen Platz im Herzen der Kleinen.
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Blutige Kämpfe sind ihr Geschäft: Karl Urban als Indianer mit Wikingerwurzeln in "Pathfinder"
Blutige Kämpfe sind ihr Geschäft: Karl Urban als Indianer mit Wikingerwurzeln in "Pathfinder"
Helden in haariger Mission
Aber nicht nur dort. Auch die Älteren haben jede Menge Spaß mit den Normannen. "Erik, der Wikinger", der Kultklamauk von Monty Python-Regisseur Terry Jones, nimmt die Sache mit dem Spaß dabei noch am wörtlichsten. Ein Monumentalschinken der Marke "Die Wikinger" hingegen schlägt eher in die unfreiwillig komische Kerbe. So heroisch Kirk Douglas und Tony Curtis vor über 50 Jahren auf den Filmfreund und dessen schmachtende Freundin auch gewirkt haben mögen - heutzutage ist das Liebe-trifft-Intrige-Abenteuer aus Hollywoods goldener Ära vor allen Dingen ein Garant für nostalgische Momente und seliges bis breites Grinsen.
Ganz anders verhält es sich da schon mit "Pathfinder". Der martialische und fernab aller lustigen Pfade angesiedelte Actionreißer hebt sich von der Masse der Wikingerfilme durch die Thematisierung eines oft vernachlässigten Aspekts ab: die brutalen Kämpfe zwischen Indianern und Wikingern, den eigentlichen Entdeckern Amerikas. Auch wenn das bildgewaltige Werk an den Kinokassen nicht wirklich punkten konnte, hat es durch seine ungewöhnliche Erzählebene nicht nur unter Genrefans das Zeug zum Klassiker.
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In "Outlander" haben die Wikinger eine unheimliche Begegnung der dritten Art
In "Outlander" haben die Wikinger eine unheimliche Begegnung der dritten Art
Der Beowulf-Mythos, ein ewiger Dauerbrenner
Denn wenn man sich das Gros der Wikingerfilme einmal genauer betrachtet, dann stolpert man immer wieder über den gleichen Impulsgeber: den Beowulf-Mythos. Ob nur in Andeutungen wie in "Der 13. Krieger" oder explizit beim Namen genannt wie in "Beowulf" oder "Beowulf & Grendel" - das über 1.000 Jahre alte Heldengedicht, das den Kampf zwischen einem unerschrockenen angelsächsischen Krieger und einem nicht-irdischen Gegner erzählt, hat schon diverse Drehbuchautoren inspiriert.
So zuletzt auch Howard McCain und Dirk Blackman. Herausgekommen ist "Outlander", für manch einen die perfekte Kombination aus Wikingeraction, Science Fiction-Spektakel und Alienplage. Ob derart zusammengestrickte Handlungsstränge noch viel mit dem ursprünglichen Wikingerbild zu tun haben, sei einmal dahin gestellt. Beim Fantasy Filmfest 2008 fand der Streifen zumindest ein entrückt-angetanes Publikum.