Keenen Ivory Wayans


  • Geburtstag
    08.06.1958
  • Geburtsort
    New York, N.Y.
 

Mit der überschäumenden Teen-Scream-Parodie "Scary Movie" (so sollte der Teenage-Horror-Hit "Scream" ursprünglich heißen), der mit einem Gag-Feuerwerk alles, was in der zweiten Hälfte der 90er Jahre im Kino Angst gemacht hat, unverschämt und schonungslos persifliert, gelang dem schwarzen Regisseur Keenen Ivory Wayans einer der größten Überraschungserfolge der Filmgeschichte. Denn seine groteske Farce spielte 2000 mit über 150 Millionen Dollar mehr ein als manche der Originale. Von "Scream" und den "Sommer"-Filmen über "The Matrix" und "The Sixth Sense" bis zum Pseudo-Dokumentarismus von "Blair Witch Project" und dem Fun der Teen-Komödien "American Pie" wird in "Nackte Kanone"-Manier alles ("Amistad") und jedes ("Titanic") begeistert abserviert und als Selbstreferenz sogar das eigene entstehende Produkt, indem der bekiffte Killer mit der Maske mit seinen potenziellen Opfern schunkelt. "Scary Movie" mixt Slasher Movie, Campus-Komödie, Mystery-Thriller, spritzige Pubertäts-Posse und Highschool-Romanze bis an die Schmerzgrenze der Spaßkultur und hat noch Zeit, Neve Campbell in Gestalt von Anna Faris als Jungfrau mit elektrischem Schutzzaun in der Unterwäsche zu parodieren und das "Citizen Kane"-Zitat "No Trespassing" einzubauen.
Keenen Ivory Wayans ist der zweitälteste der Waynans-Brüder (Damon, Shawn und Marlon), der durch die von ihm produzierte TV-Show "In Living Color" in den USA bekannt wurde. Er trat als Darsteller auf, schrieb Drehbücher ("Hollywood Shuffle"), produzierte und begann seine Parodienserie als Regisseur mit "I'm Gonna Get You Sucka", der 1988 die Blaxploitation-Welle der frühen 70er ("Shaft", "Superfly") aufs Korn nahm. Mit "Mister Cool" (Regie, Buch, Darsteller) geht es schwarzen und weißen Leinwandschnüfflern des Detektivfilms an den Kragen, mit "Hip Hop Hood" (Produktion) den schwarzen Ghetto-Filmen der frühen 90er und ihrer "Boyz 'n the Hood"-Brüderschaftslegende. An der Seite von Steven Seagal jagt Wayans in "Glimmer Man" Serienmörder, in "America's Most Wanted" wird er an der Seite von Jon Voight als vermeintlicher Attentäter in einem Militärdrama gejagt. Populär ist Wayans als Moderator und Produzent seiner Late Night Show "The Keenen Ivory Wayans Show". Ein Sequel zu "Scary Movie" ist in Arbeit.

Keenen Ivory Wayans

  • Geburtstag
    08.06.1958
  • Geburtsort
    New York, N.Y.
  • Geburtsland
    USA

Die "Munsters" kommen ins Kino

In den 60er Jahren waren sie der absolute Kult: Die nette Familie "Munster" von nebenan ist so wunderbar unmenschlich menschlich, das Groß und Klein sie ins Herz schlossen.

Kult: Nicht Herman the German, sondern Herman the Munster (Foto: Paramount) Großansicht

Kult: Nicht Herman the German, sondern Herman the Munster (Foto: Paramount)

Drehbuch, Regie und Produktion der Kinoversion übernehmen die drei Wayans-Brüder, die unter anderem für die "Scary-Movie"-Reihe verantwortlich zeichneten. Shawn, Keenen Ivory, und Marlon Wayans ("Ladykillers") planen eine zeitgemäße Umsetzung der Geschehnisse in der Mockingbird Lane 1313, dem Zuhause von Herman Munster und seiner Sippe.

Im Gegensatz zu "Scary Movie", wird diesmal keiner der Brüder vor die Kamera treten: Keenen Ivory steht dafür als Regisseur dahinter. Die anderen beiden begnügen sich mit Drehbuchschreiben und agieren ansonsten als Produzenten der Monster-Bundys

Eine schrecklich nette Familie

Was Al Bundy nämlich für die 90er war, das war Herman Munster für die 60er - seine Familie erwies sich allerdings als ungleich schräger: Die "Munsters" bestehen aus Oberhaupt Herman, der nicht menschengeboren, sondern in Deutschland von einen gewissen Dr. Frankenstein zusammengesetzt wurde, seiner Frau Lily, einem weiblichen Vampir, und Sohnemann Eddie, einem Werwölfchen.

Dann gibt es da noch den verdatterten Grandpa, der wie eine Mischung aus Graf Dracula und einem Königspinguin wirkt, und die hübsche, zugleich etwas dümmliche Marilyn, die dank ihres wenig monsterkonformen Äußeren das Schwarze Schaf der Sippschaft darstellt. Zu guter Letzt rundet das feuerspeiende Haustier, der knuddelige Drache Spot, den illustren Clan ab.

1966 kam die Horror-Truppe bereits im mäßig erfolgreichen "Munster, Go Home" in die US-Kinos. Welche Schauspieler nun für die Rollen berufen werden, wann der Film erscheinen wird und welche Geschichte der Neuverfilmung zu Grunde liegt - oder ob eine völlig neue erfunden wird - ist bisher nicht bekannt.

 

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