Kevin Kline


  • Geburtstag
    24.10.1947
  • Geburtsort
    St. Louis, Missouri

Kevin Kline


  • Geburtstag
    24.10.1947
  • Geburtsort
    St. Louis, Missouri
 

Er pendelt erfolgreich zwischen Theater und Film, wechselt ernste mit komischen Rollen ab und hat seit 1983 ("Der große Frust") fünf Mal für Regisseur Lawrence Kasdan gearbeitet.
Kevin Kline, geboren 1947, liebt aufschneiderische Charaktere, deren Aufgeblasenheit im entscheidenden Moment einen Dämpfer bekommt, so als Gauner Otto in "Ein Fisch namens Wanda", für den er mit dem Oscar als bester Nebendarsteller ausgezeichnet wurde, und als Schauspieler Nick Bottom, dem in der Shakespeare-Verfilmung "Ein Sommernachtstraum" Eselsohren wachsen. Umgekehrt wird seine Gespreiztheit auch belohnt, so in "In & Out", wo er nach dem Kuss von Tom Selleck sein schwules Ich entdeckt und sich öffentlich vor der puritanischen Gemeinde outet. Deshalb wird er auch nie, wie in "Ich liebe dich zu Tode", wo ihn die Familie umbringen will, tatsächlich ermordet werden.
Klines Vielseitigkeit erlaubt Verkörperungen von Filmstars wie Douglas Fairbanks (in Richard Attenboroughs "Chaplin") ebenso wie verrückte Wissenschaftler in der SF-Western-Parodie "Wild Wild West". Im dramatischen Fach bevorzugt Kline erfolgreiche Routiniers, denen plötzlich der Boden unter den Füßen wegrutscht, ob als südafrikanischer Journalist in "Schrei nach Freiheit", Geliebter von Sigourney Weaver in "Der Eissturm", der eine familiäre Katastrophe erlebt, oder als seinen Job verlierender Immobilienbauer in "Das Haus am Meer", der zudem erfährt, dass er nur noch vier Monate zu leben hat und sich deshalb mit seinem Sohn versöhnen will. In Irwin Winklers Musik-Biopic "De-lovely" übernahm er die Rolle des Broadway-Komponisten Cole Porter und wird im Lauf der Handlung vier Jahrzehnte älter. In eine komische Rolle schlüpfte Kline wieder in dem Remake von "Der rosarote Panther", in dem er als Vorgesetzter des trotteligen Inspektors Clouseau graue Haare bekommt.
Kline, der Mitorganisator des New Yorker Shakespeare Festivals, erhielt 1989 für seine Verdienste um das klassische Theater den William-Shakespeare-Preis. Er ist mit der Schauspielerin Phoebe Cates ("Gremlins", "Das blaue Paradies") verheiratet.

Kevin Kline

  • Geburtstag
    24.10.1947
  • Geburtsort
    St. Louis, Missouri
  • Geburtsland
    USA

Zurück in eine andere Welt

Seit Jahren führen Kostümfilme die Kinozuschauer in die Vergangenheit. Hochgetürmte Frisuren, gepuderte Perücken und wallende Reifröcke sind für die wenigen Stunden auf der Kinoleinwand so wunderbar romantisch.

In "Marie Antoinette" mit Kirsten Dunst spielen Kostüme die Hauptrolle (Foto: Sony Pictures) Großansicht

In "Marie Antoinette" mit Kirsten Dunst spielen Kostüme die Hauptrolle (Foto: Sony Pictures)

Der Klassiker stammt aus dem Jahr 1939: "Vom Winde verweht" mit Clark Gable und Vivien Leigh. Vor dem Hintergrund des amerikanische Bürgerkriegs sprüht der Film vor Drama und Romantik.

Seitdem haben wir vor allem Jane Austen die verträumte Vorstellung des 19. Jahrhunderts zu verdanken. Die Traumfabrik hat ihre Bücher in wunderbare Filme wie "Emma" mit Gwyneth Paltrow, "Sinn und Sinnlichkeit" mit Emma Thompson und "Stolz und Vorurteil" mit Keira Knightley verwandelt. Alle drei Dramen durften sich über Oscar-Nominierungen freuen. Emma Thompson nahm sogar für das Drehbuch einen Goldjungen entgegen.

Bekam mit 26 Jahren den Oscar für "Shakespeare in Love": Gwyneth Paltrow (Foto: UIP) Großansicht

Bekam mit 26 Jahren den Oscar für "Shakespeare in Love": Gwyneth Paltrow (Foto: UIP)

Im Korsett zum Oscar

Dass Historienfilme immer wieder mit Auszeichnungen rechnen dürfen, zeigte auch "Shakespeare in Love". Gleich siebenmal wurde der Film von der Academy geehrt. Gwyneth Paltrow angelte sich die goldene Statue als beste Hauptdarstellerin und Dame Judi Dench nahm mit nur einem achtminütigen Auftritt als Königin Elizabeth den Oscar als beste Nebendarstellerin mit nach Hause.

Der Spitzenreiter ist aber "Vom Winde verweht". Das Drama wurde 1939 mit acht Goldstatuen ausgezeichnet und dann gibt es da natürlich noch den großen Erfolgshit von 1997, "Titanic", mit elf Oscars geehrt - wenn man das Drama, das 1919 spielt, noch zu den Kostümfilmen zählen will. Historienfilme berühren also nicht nur das Kinopublikum, sondern auch die Kritiker. So ist es nicht verwunderlich, dass das Genre auch weiterhin Furore macht.

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Bester Nebendarsteller - Ein Fisch namens Wanda
 

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