Klaus Kinski


  • Geburtstag
    18.10.1926
  • Geburtsort
    Sopot
  • gestorben
    23.11.1991

Klaus Kinski


  • Geburtstag
    18.10.1926
  • Geburtsort
    Sopot
 

Das genialische Enfant terrible Klaus Kinski (1926 - 1991) sorgte im Verlauf einer stürmischen und turbulenten Bühnen- und Filmkarriere für Skandale und Triumphe. Kinski hatte als hochbegabter Nachwuchsmime ("Ludwig II.", "Kinder, Mütter und ein General") auf sich aufmerksam gemacht, bevor er in den deutschen Edgar-Wallace-Verfilmungen ("Das Gasthaus an der Themse"), italienischen und französischen Krimis ("Top Job") und Italo-Western ("Für ein paar Dollar mehr") unverzichtbare Bösewichter spielte; am perfektesten als Kopfgeldjäger in Sergio Corbuccis Schnee-Western "Leichen pflastern seinen Weg". Er wurde in der Folge ein hoch bezahlter Star, der auch in US-Filmen spielte ("Buddy, Buddy"), aber mehr durch sein ausschweifendes Leben und seine Exzesse, sexuelle Affären und gescheiterte Ehen auf sich aufmerksam machte. Daneben war Kinski mit seiner betörend suggestiven Stimme ein begnadeter Rezitator, dessen Francois-Villon-Abende mit erotischen Versen bei Jugendschutzwarten geheimes Entzücken auslösten. 1975 verfasste er seine Skandalmemoiren "Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund". Klaus Kinski hatte um 1970 bereits in über 100 Filmen mitgespielt, als er dem Regisseur Werner Herzog begegnete, mit dem er von 1972 ("Aguirre, der Zorn Gottes") bis 1987 ("Cobra Verde") fünf gemeinsame Filme drehte, die zum Besten des deutschen Films überhaupt gehören. Als "Woyzeck", "Nosferatu - Phantom der Nacht" (1979 Filmband in Gold für Kinski) und "Fitzcarraldo" schuf er bleibende mythische Figuren. Kinskis Leistung mag aus seiner Hassliebe zu Herzog resultiert sein, der in seinem Erinnerungsfilm "Mein liebster Feind" (1999) Kinskis zerrissene Persönlichkeit würdigt. 1987 erfüllte sich Kinski einen Traum, schrieb und inszenierte mit sich in der Hauptrolle die Biografie des "Teufelgeigers" Nicolo "Paganini", die wegen "zuviel Pornografie" nicht in den Wettbewerb von Cannes aufgenommen wurde. Kinskis Töchter Pola und Nastassja sind ebenfalls Schauspielerinnen geworden.

Klaus Kinski

  • Geburtstag
    18.10.1926
  • Geburtsort
    Sopot
  • Geburtsland
    Polen

Kinski beißt zu

"Das, was ich darstelle, ist auch in mir. Es ist ein Schrei nach Liebe, der Ausdruck der Verzweiflung oder der Hoffnung. (…) Insofern bin ich selbst Nosferatu. (…) Dieser Graf Dracula ist mir eine vertraute und sympathische Figur", so Klaus Kinski über seine Rolle in "Nosferatu - Phantom der Nacht", der am 30. September erstmals auf DVD erscheint.

Kommt am 30. September in den Handel: "Nosferatu" Großansicht

Kommt am 30. September in den Handel: "Nosferatu"

Werner Herzogs Remake des Murnau-Klassikers "Nosferatu - Symphonie des Grauens zeigt den 1991 verstorbenen Klaus Kinski wahrlich in einer Paraderolle als blutsaugender Unhold. Der Plot ist hinlänglich bekannt: Anwalt Jonathan Harker (Bruno Ganz) wird nach Transsylvanien geschickt, um mit einem gewissen Grafen Dracula den Kauf eines Hauses abzuwickeln. Dass der Graf seine Mäusezähnchen mit Vorliebe in menschliche Kehlen rammt, merkt der Jungspund leider etwas spät...

Herzogs und Kinskis "Nosferatu" kommt zwar nicht an das Vorbild mit dem großen Max Schreck heran, ist aber durchaus ein wichtiger Film des bundesdeutschen Kinos der 70er-Jahre. Kinski erhielt für seine Interpretation des Königs der Vampire 1979 den Deutschen Filmpreis. Technisch wurde "Nosferatu - Phantom der Nacht" ordentlich aufgemöbelt, der Ton kommt in Dolby Digital 5.1 und in Dolby Digital 2.0. Das Bildformat beträgt 16:9. Folgende Extras hat Anbieter Kinowelt noch draufgepackt: einen Audiokommentar von Werner Herzog (Deutsch), ein 13-minütiges Making of (Englisch), eine Fotogalerie (Arbeits- und Standfotos) sowie den Soundtrack in Auszügen.

1979
29. Deutscher Filmpreis
Filmband in Gold für darstellerische Leistungen - Nosferatu - Phantom der N...
 

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