Liam Neeson


  • Bürgerlicher Name
    William John Neeson
  • Geburtstag
    07.06.1952
  • Geburtsort
    Ballymena, Nordirland

Liam Neeson


  • Bürgerlicher Name
    William John Neeson
  • Geburtstag
    07.06.1952
  • Geburtsort
    Ballymena, Nordirland
 

Top-Mime und Jedi-Ritter: Der hoch gewachsene (1,90 m) Schauspieler aus Nordirland ist zwar durch seine Rolle des über tausend Juden rettenden Oskar Schindler in "Schindlers Liste" (Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller) ein Weltstar geworden, jedoch ist der tschechische Nazi, der sich zwischen Engagement für die ihm anvertrauten Juden und Arrangements mit dem KZ-Kommandanten Amon Göth (Ralph Fiennes) für ersteres entscheidet, keine seiner typischen Rollen.
Neeson, geboren 1952, ehemaliger Bierfahrer, Amateurboxer und Komparse am Theater, bevorzugt urständige raue Männerrollen als irischer IRA-Mann ("Michael Collins"), schottischer Rebell ("Rob Roy") oder Bergmann ("The Big Man"), als englischer Bauer ("Ethan Frome") oder Priester ("Lamb"), als Jedi-Ritter in "Star Wars - Episode 1" oder als Erster Offizier an Bord des U-Boots "K-19".
Neeson, mit seiner Holzfäller-Statur und den im Kontrast dazu eher weichen Augen, debütierte 1981 als Sir Gawain, Ritter der Tafelrunde, in John Boormans "Excalibur" und fiel in der Rolle des taubstummen Mordverdächtigen in Peter Yates' "Suspect - Unter Verdacht" auf. Er war der IRA-Mann in "Auf den Schwingen des Todes" und der Horrorfilmregisseur im fünften "Dirty Harry"-Film. Neeson spielte den "Qui Gon"-Jinn in "Star Wars, Episode I" und war der Psychologe, der die Probanden in "Das Geisterschloss" lädt.
Vor dem Drehbeginn von Martin Scorseses "Gangs of New York", in dem er den von Daniel Day-Lewis ermordeten Vater Leonardo DiCaprios spielte, hatte Neeson im Juli 2000 einen schweren Motorradunfall. In Richard Curtis' Ensemble-Komödie "Tasächlich ... Liebe" war Neeson als Witwer zu sehen, der unter dem Tod seiner Ehefrau leidet, von seinem zehnjährigen Stiefsohn aber wieder ins Leben zurückgeholt wird.
2005 kam Ridley-Scott-Historienepos "Königreich der Himmel" hierzulande in die Kinos. Es folgten ein Auftritt in "Batman Begins" und die Rolle eines Priesters in "Breakfast on Pluto", der dem Transvestiten Patrick bei der Suche nach seiner leiblichen Mutter hilft. Im Western "Seraphim Falls" will sich Neeson als Ex-Colonel der Südstaaten an dem Nordstaatenoffizier Gideon (Pierce Brosnan) rächen.
Nachdem er 2005 und 2008 in den "Chroniken von Narnia", Aslan, dem König von Narnia, seine Stimme geliehen hatte, trat er in dem extrem erfolgreichen französischen Actionthriller "96 Hours" als Hauptdarsteller Bryan Mills auf. Nach einem Drehbuch von Luc Besson jagt er als ehemaliger CIA-Agent die Entführer seiner Tochter, die einem Menschenhändlerring angehören. Für den deutschen Regisseur Oliver Hirschbiegel spielte er einen ehemaligen IRA-Mann im Drama "Five Minutes of Heaven".
Im Thriller "Chloe" gerät er in ein fatales Liebesdreieck mit Julianne Moore und Amanda Seyfried, im Actionspektakel "Kampf der Titanen" durfte es gar den Obergott Zeus verkörpern. Einen weiteren Höhepunkt in Sachen Mainstream-Kino nach dem Auftritt als Jedi-Ritter markiert zweifelsohne Neesons Rolle als legendärer Colonel John 'Hannibal' Smith in der Kinofassung der TV-Kultserie "Das A-Team". In der deutschen Thriller-Koproduktion "Unknown Identity" spielt er nun einen Wissenschaftler, dem ein ihm bis aufs Haar gleichender Mann seine Frau und sein gesamtes Leben genommen hat.
Neeson war mit der Schauspielerin Natasha Richardson verheiratet, mit der er zwei Söhne hat. Richardson verstarb 2009 an den Folgen eines Skiunfalls.

Liam Neeson

  • Bürgerlicher Name
    William John Neeson
  • Geburtstag
    07.06.1952
  • Geburtsort
    Ballymena, Nordirland
  • Geburtsland
    Großbritannien
  • Familie
    Mutter: Kitty Neeson (Köchin)
    Vater: Barney Neeson (Schul-Aufseher, verstorben)

    Schwestern: Bernadette Neeson und zwei weitere

    Ehefrau:
    Natasha Richardson (03.07.1994 bis zum Tod von Richardson 2009)

    Lebenspartnerinnen:
    Helen Mirren (1981-85)
    Julia Roberts (1988-90)

    Söhne:
    Michael Richard Antonio Neeson (von Natasha Richardson, 22.06.1995)
    Daniel Jack Neeson (von Natasha Richardson, 28.08.1996)
  • Autogrammadresse
    c/o International Creative Mgmt.
    8942 Wilshire Blvd.
    Beverly Hills,CA 90211
  • Links
    http://www.liamneeson-fansite.com/ (Fan-Seite)

Tierschützer jagen "The Grey"-Star Liam Neeson

In "The Grey" fällt Liam Neeson unter die Wölfe. Vor dem Dreh stand für Liam Neeson und seine Kollegen ein echter Isegrim auf dem Speiseplan - das schmeckt Tierschützern überhaupt nicht.

Er macht Angst dem bösen Wolf: Liam Neeson (Foto: Fox) Großansicht

Er macht Angst dem bösen Wolf: Liam Neeson (Foto: Fox)

Was ein echter irischer Kerl ist, dem graut vor gar nichts. Als Regisseur Joe Carnahan während der Dreharbeiten zu "The Grey" Wolfseintopf auftischte, langte Liam Neeson tüchtig zu. Das bringt nun Tierschutzaktivisten auf den Plan. Sie fordern Filmfans auf, "The Grey" zu boykottieren.

Im Film spielt Liam Neeson einen Ölarbeiter, der nach einem Flugzeugabsturz in der Arktis mit seinen Kollegen ums Überleben kämpfen muss. Die Truppe wird von Wölfen gejagt - und landet Mann für Mann in den Mägen des Rudels. Um sein "Rudel" auf die Hetzjagd einzustimmen, setzte Joe Carnahan also Wolfsfleisch auf den Speiseplan. Liam Neeson fand das äußerst lecker: "Ich habe mir sogar einen Nachschlag von dem Eintopf geholt", lobte der Superstar den Küchenchef.

Auf den Wolfsgeschmack gekommen

Diese Bemerkung empört die Aktivisten der Tierschutzorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals). In einer Stellungnahme heißt es: "Liam Neesons Haltung zur Güte gegenüber Tieren steht absolut nicht im Gleichklang mit dem Rest der Welt. Scheuen Sie davor nicht einfach nur zurück. Laufen Sie weg vor 'The Grey'".

Der Boykottaufruf kommt ein wenig spät. "The Grey", mit kleinem Budget gedreht, ist bereits ein großer Hit in den amerikanischen Kinos. Bei uns startet "The Grey - unter Wölfen" am 12. April.

"Das A-Team ist zynischer als in den 80ern"

Mit "Das A-Team" legt Joe Carnahan acht Jahre nach seinem viel beachteten Durchbruch mit "Narc" seinen ersten großen Studiofilm vor. An der Spitze der Besetzung steht Liam Neeson, der in der Serienverfilmung in die Schuhe von George Peppard alias John "Hannibal" Smith schlüpft.

Liam Neeson & sein A-Team: Das im Irak war kein Spaß ... (Foto: Fox) Großansicht

Liam Neeson & sein A-Team: Das im Irak war kein Spaß ... (Foto: Fox)

Herr Carnahan, können Sie sich erinnern, was Sie am 6. Mai 2006 gemacht haben?
JOE CARNAHAN: Puh, keine Ahnung. Ist das ein besonderes Datum?

An diesem Tag lief in den USA "Mission: Impossible 3" an, in der Inszenierung von J.J. Abrams. Sie hatten zuvor zwei Jahre an dem Film gearbeitet und waren dann gefeuert worden.
JOE CARNAHAN: Ich weiß jedenfalls, wo ich nicht war. Ich war nicht im Kino. Aber ich habe den Film mittlerweile natürlich gesehen und finde ihn stark. Mein "Mission: Impossible 3" wäre aber ganz anders geworden als der von J.J. Abrams. Schade, dass es nicht geklappt hat.

Eine bittere Erfahrung?
JOE CARNAHAN: Das schon. Aber keine traumatische. Ich glaube fest daran, dass man aus allen Erfahrungen lernen kann, dass man auch an Enttäuschungen wächst. Es läuft einfach nicht immer alles nach Plan. Ich hatte zwei tolle, aufregende Jahre. Ich habe viel gelernt, wovon ich jetzt noch profitiere. "Das A-Team" wäre wohl nie mit mir als Regisseur entstanden, wenn "M:I-3" geklappt hätte.

Wie viel von Ihrem "Mission: Impossible 3" steckt jetzt in "Das A-Team"?
JOE CARNAHAN: Für mich war es eine Katharsis. Da gab es noch Arbeit, die es zu erledigen galt. Das nagte an mir. "Das A-Team" erlaubte es mir, dieses Kapitel endgültig abzuschließen. Es war ein bisschen, als wäre meine Zeit mit Tom Cruise die Vorbereitung für diesen Film gewesen. Ein besseres Training kann man sich nicht vorstellen.

Sie waren auch Ihr eigener Drehbuchautor. Wie leicht fällt es einem Regisseur, das eigene geschriebene Wort in einer Produktion dieses Kalibers auf Film zu übersetzen?
JOE CARNAHAN: Das fällt mir nicht schwer. Im Gegenteil: Ich kann nur wirklich dann inszenieren, wenn das Drehbuch von mir stammt. Es muss mein Baby sein, damit ich die richtige Leidenschaft entwickeln kann. Ich habe Hochachtung vor den Regisseuren, die Bücher anderer Autoren so inszenieren können, dass jedes Bild aussieht, als handele es sich um einen persönlichen Stoff. Steven Spielberg ist der König dieser Disziplin. Ich wünschte, ich könnte, was er kann - ein bisschen zumindest.
LIAM NEESON: Mir fällt auf, dass Regisseure meist entspannter sind, wenn das Drehbuch von ihnen stammt. Sie kennen jedes Komma, weil sie jedes Satzzeichen selbst gesetzt haben. Joe hat Monate Arbeit in das Skript gesteckt. Als er am Set erschien, war er sofort bereit, es über Bord zu werfen. Weil er genau wusste, was er wollte, konnte er uns improvisieren und einen eigenen Weg in die Geschichte finden lassen. Wir haben uns unentwegt selbst insperiert und damit angefeuert.
JOE CARNAHAN: Ich suche nach Momenten, in denen sich menschliches Verhalten echt anfühlt. Das ist es, worauf es mir ankommt. Ein Schauspieler kann die Leistung seines Lebens erbringen. Wenn es sich nicht echt und wahrhaftig anfühlt, ist sie für mich nichts wert. Die Improvisation in "Das A-Team" war sehr kontrolliert. Manchmal beharrte ich auf dem Drehbuch, weil es um für die Geschichte wichtige Entwicklungen ging. Ansonsten war mir der Austausch zwischen den Schauspielern am wichtigsten. Bei Filmen von Joel und Ethan Coen sollte man besser nichts ändern. Die müssen exakt so sein, wie sie geschrieben wurden. Ich ziehe es vor, wenn jeder Tag eine Herausforderung ist, ein Test. Man muss wissen, was einen erwartet - und sich dann überraschen lassen.

Wie übersetzt man einen Stoff der Achtziger in das Hier und Jetzt?
JOE CARNAHAN: Zunächst muss einem bewusst sein: Eine Fernsehserie lässt sich nicht mit einem Film vergleichen. Das ist, als wollte man eine Mandarine mit einem Gepard vergleichen. Das funktioniert nicht. Entscheidend ist herauszufinden, was die Elemente sind, die die Serie ausgemacht haben - und die die Fans auch unbedingt sehen wollen. Das muss man bewahren, das ist die DNS. Ansonsten darf man nicht ehrpusselig sein. Seien wir ehrlich: Wir reden über das "Das A-Team", nicht über einen religiösen Text. Man muss sich Freiheiten nehmen, wenn man Spaß damit haben will.

Ihr Film ist also der Gepard?
JOE CARNAHAN: Genau.
LIAM NEESON: Kein Mensch bezahlt für ein Kinoticket, wenn ihn eine Mandarine erwartet.

Besonders wichtig für das Gelingen ist auch der Ton des Films. Einerseits lebt "Das A-Team" von seinem augenzwinkernden Humor, andererseits spielt die Handlung in einer sehr realen Welt.
JOE CARNAHAN: Wir wollten keinen albernen Film machen. Das stand fest. Aber natürlich musste die Action ein absurdes Element aufweisen, weil das auch wesentlicher Wesenszug der Serie war. Ich bin nicht der Typ, der einen Film mit Männern in Umhängen und Strumpfhosen machen könnte. Weiter als in "Das A-Team" würde ich nicht gehen in Bezug auf Fantasy. Für mich war entscheidend, die Geschichte fest in der Realität zu verankern. Sie musste einen soliden Unterbau besitzen. Ich wollte, dass Gefahr in der Luft liegt - etwas, das sich in der Serie nie auch nur im Entferntesten eingestellt hat. Das waren andere Zeiten, da konnte man sich diese achtlose Einstellung noch leisten. Aber man kann heute keine eskapistische Fantasie mehr machen, die nicht einräumt, dass wir in einer zynischeren Welt leben, die sich seit den Achtzigerjahren massiv verändert hat.
LIAM NEESON: Unsere Helden sind Veteranen des Irakkriegs - in der Serie kannten sie sich aus Vietnam. Damit spielt man nicht leichtfertig herum. Wir haben nicht einen Moment vergessen, dass in diesem Krieg neben 5000 Soldaten unserer Truppen und unserer Alliierten auch mehr als 100.000 irakische Zivilisten ihr Leben verloren haben.

Ursprünglich wollten Sie die Irakszenen in Jordanien drehen, haben sich dann aber für Kanada entschieden. Warum?
JOE CARNAHAN: Einfache Antwort?

Einfache Antwort.
JOE CARNAHAN: Das war die billigere Option. Viel billiger. Mehr gibt es darüber nicht zu sagen. Ich hätte für mein Leben gern in Jordanien gedreht. Wir hatten tolle Locations, die Menschen sind sehr freundlich, der König hätte uns den roten Teppich ausgerollt. Aber Kanada war logistisch einfacher und finanziell erschwinglicher. Hey!, es ist ein Geschäft.

Dabei sind Sie ein Fan davon, an Originaldrehorten zu filmen. Ihr nächster Film soll das Survivalabenteuer "The Grey" sein, der in der Wildnis von Alaska spielt.
JOE CARNAHAN: Klopf auf Holz. Wir sind auf einem guten Weg, die Finanzierung zu stemmen. Aber es ist nicht einfach. Es ist ein harter, unerbittlicher Stoff, der obendrein noch vor Ort gedreht werden muss, wenn er sich authentisch anfühlen soll. Man kann unmöglich einen Film über eine Gruppe Ölarbeiter, die von Wölfen gejagt werden, drehen, der aussieht, als habe man gerade Urlaub gemacht. Aber ich will mich diesem Abenteuer aussetzen, weil ich überzeugt bin, dass nicht nur ein toller Film drinsteckt, sondern auch eine wertvolle Lebenserfahrung. Mein Vater hat immer gesagt: "Das ist kein Berg für einen Bergsteiger." Den will ich aber unbedingt besteigen.

1996
53. Internationale Filmfestspiele in Venedig
Coppa Volpi, bester Darsteller - Michael Collins
 

Filmografie

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