M. Night Shyamalan


  • Bürgerlicher Name
    Manoj Nelliyattu Shyamalan
  • Geburtstag
    06.08.1970
  • Geburtsort
    Pondicherry
 

Sein betont ruhiger, die bedrohliche Atmosphäre in Andeutungen ausarbeitender Horrorfilm "The Sixth Sense" war einer der erfolgreichsten Filme der US-Kinosaison 1999. Der Film erzählt von der übernatürlichen Fähigkeit eines achtjährigen Jungen, der Tote sehen kann, und von seinem Psychologen (Bruce Willis), der ihn lehrt, seine Gabe zu akzeptieren. Der junge Haley Joel Osment wurde für seine Rolle als jüngster Darsteller der Filmgeschichte für den "Oscar" nominiert.
Regisseur und Drehbuchautor Manoj Night Shyamalan (sprich: Schamahlan) wurde 1970 in der indischen Tamil-Nadu-Provinz geboren, zog mit den Eltern nach Philadelphia und hatte mit sechzehn 45 Kurzfilme gedreht. Er verzichtete trotz Stipendien auf ein Medizinstudium und studierte in New York an der Filmhochschule. Im letzten Studienjahr schrieb und inszenierte er mit "Praying With Anger" 1992 seinen Debütfilm, in dem ein amerikanischer Austauschstudent zurück nach Indien geht und sich als Fremder fühlt.
Shyamalans zweiter Film "Wide Awake" (1998) erzählte von den Fragen, die ein Zehnjähriger nach dem Sinn des Lebens stellt. Shyamalan arbeitet auch als Drehbuchautor für andere Regisseure: So schrieb er nach dem Kinderbuch von E.B. White das Skript zu dem Film "Stuart Little", einem Animationsfilm um die Abenteuer einer adoptierten Maus.
2000 lieferte Shyamalan mit "Unbreakable - Unzerbrechlich" einen würdigen Nachfolger für "The Sixth Sense". Erneut mit Bruce Willis in der Hauptrolle, steuert der Fantasythriller ebenso wie der Vorgänger über zahlreiche Wendungen und falsche Fährten auf ein überraschendes Ende zu. Willis spielt darin den einfachen Arbeiter David Dunn, der als einziger ein verheerendes Zugunglück überlebt. Dunn trifft auf den exzentrischen Elijah Price (Samuel L. Jackson), der an einer angeborenen Knochenkrankheit leidet und behauptet, eine Erklärung für die "Unzerbrechlichkeit" Dunns zu haben.
War "Unbreakable" noch eher unterschwellig mit religösen Motiven durchsetzt, drängten sich Glaubensfragen im Verlauf von "Signs - Zeichen" in fast ähnlicher Direktheit in den Vordergrund wie in "Wide Awake". Zunächst als Gruselfilm startend, in dem sich nun Mel Gibson anstelle von Willis als vom Glauben abgefallener, ehemaliger Pfarrer dem Phänomen unerklärlicher Kreise in Maisfeldern stellen muss, wendet sich der Film im weiteren Verlauf immer stärker den inneren Konflikten der Hauptfigur zu. Obwohl das überraschende Ende dieses Mal weniger überraschend kommt als bei den vorherigen Filmen Shyamalans und sich die Konstruktion seiner Plots langsam abzunützen scheint, war "Signs" nicht zuletzt dank der mit minimalen Mitteln erzeugten Hochspannung ein weiterer Erfolg an den Kinokassen.

M. Night Shyamalan

  • Bürgerlicher Name
    Manoj Nelliyattu Shyamalan
  • Geburtstag
    06.08.1970
  • Geburtsort
    Pondicherry
  • Geburtsland
    Indien
  • Familie
    Vater: Nelliate Shyamalan, Kardiologe
    Mutter: Jayalakshmi Shyamalan, Geburtshelferin
    Schwester: Veena Shyamalan; geb. 1964

    Gattin: Bhavna Shyamalan, Heirat 1993
    Tochter: Saleka Shyamalan; geb. 1996
    Zweite Tochter geb. 1999
  • Autogrammadresse
    c/o United Talent Agency
    9560 Wilshire Blvd. #500
    Beverly Hills, CA 90212-2427
    USA

"Ich glaube, es gibt eine Hölle"

In "Devil" scheint ein Passagier eines Fahrstuhl direkt aus der Hölle nach oben zu wollen. Produzent M. Night Shyamalan im Gespräch über Aufzüge, Teufel, Ängste - und Gute-Nacht-Geschichten.

"Menschen haben Angst vor dem Unbekannten": Regisseur M. Night Shyamalan im Gespräch (Foto: Paramount/Universal) Großansicht

"Menschen haben Angst vor dem Unbekannten": Regisseur M. Night Shyamalan im Gespräch (Foto: Paramount/Universal)

Wie geht es Ihnen mit Aufzügen, Mr. Shyamalan - sind Sie klaustrophobisch?

M. Night Shyamalan: Mit diesem begrenzten Platz kann ich gerade noch umgehen - aber ich würde es hassen, durch einen Tunnel krabbeln zu müssen. Da würde es mir nicht gut gehen.

Sind Sie jemals in einem Aufzug stecken geblieben?

Schon oft. Aus irgendwelchen Gründen befinde ich mich dauern in kaputten, schlecht gewarteten Aufzügen (lacht). Ich glaube am schlimmsten war es, als meine Familie und ich von einer Promotion-Tour quer durch die ganze Welt zurückkamen. Wir waren völlig am Ende - einer von den grauenhaften Trips, wo Gepäck verloren ging, wir Flüge verpassten und insgesamt alles schief lief. Wir kamen zu Hause an, stiegen in den Aufzug - und blieben stecken. Zum Glück funktionierte wenigsten mein Handy und der Aufzug bewegte sich bald wieder als jemand zu Hilfe kam.

Fünf Menschen eingesperrt auf engstem Raum. Stress pur. (Foto: Universal Pictures ) Großansicht

Fünf Menschen eingesperrt auf engstem Raum. Stress pur. (Foto: Universal Pictures )

Glauben Sie an den Teufel?

Ja. Ich glaube, es gibt eine Hölle - und auf eine Art handelt mein Film auch davon. Wenn wir uns hilflos fühlen, wenn Verwundbarkeit und Angst uns lähmen, wenn wir glauben, keinen Einfluss darauf zu haben, was passiert. Aus dieser Hölle kommst du nur heraus, wenn du volle Verantwortung für dein Leben übernimmst.

In "Devil" gibt es ein paar Szenen, bei denen man vom Stuhl gerissen wird. Warum glauben Sie, dass ihr Publikum begrenzten Raum so schrecklich findet?

Ich glaube fest daran, dass man in höchstem Maß die Vorstellungskraft des Publikums ansprechen muss. Nehmen wir einfach mal ein Monster: Es ist viel beängstigender ein Monster nur zu hören als eines zu sehen. Wenn du weißt, dass etwas im Schrank ist, denkst du automatisch: "Oh nein - bitte nicht öffnen". Oder etwas kratzen und atmen zu hören - das ist beängstigend. Es ist noch furchterregender, wenn du hörst, wie jemand darin deinen Namen ruft. Mit so etwas spielen wir zu Unterhaltungszwecken die ganze Zeit herum. Menschen haben Angst vor dem Unbekannten. Also lasse ich die Dinge so unbekannt wie möglich - und beengte Räume sind genau das.

Auch ein Ausstieg aus dem Fahrstuhl ist keine gute Idee (Foto: Universal Pictures) Großansicht

Auch ein Ausstieg aus dem Fahrstuhl ist keine gute Idee (Foto: Universal Pictures)

Am Anfang des Films hören wir, dass die Geschichte einem Kind erzählt wird - als Warnung, dass der Teufel mitten unter uns ist. Hat Ihre Mutter auch solche Geschichten erzählt?

Meine Eltern waren beide eingewanderte Ärzte die rund um die Uhr arbeiteten - sie waren also beide mustergültige, extrem hart arbeitende Eltern. Wenn ich meinen Kindern heute Geschichten erzähle, erfinde ich das Meiste. Allerdings neigen sie zu gruseligen Stories, also frage ich sie immer "Wie gruselig wollt ihr es heute auf einer Skala von 0 bis fünf. Normalerweise sagen sie dann "fünf" - und ich erkläre ihnen, dass sie in dem Fall hinterher nicht einschlafen könnten. "Vier" heißt, sie können einschlafen - aber wachen vermutlich mit Albträumen auf. Also einigen wir uns meistens auf "drei".

Und was für Filme sehen Sie, wenn Sie sich gut fühlen wollen?

Als Familie sehen wir Wiederholungen von "Friends" oder Ähnliches. Wenn du solche Sachen siehst, kannst du alles Schreckliche oder Böse von dir einfach abschütteln (lacht)

 

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