Marcus H. Rosenmüller


  • Geburtstag
    21.07.1973
  • Geburtsort
    Tegernsee

Marcus H. Rosenmüller


  • Geburtstag
    21.07.1973
  • Geburtsort
    Tegernsee
 

Marcus H. Rosenmüller wurde 1973 in Tegernsee geboren. 2003 schloß er sein Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München, Abteilung Film/Fernsehspiel ab. Während seiner Studienzeit machte Rosenmüller mit seinen Filmen "Nur Schreiner machen Frauen glücklich" (1998), "Kümmel und Korn" (2000) und "Hotel Deepa" (2001) auf sich aufmerksam. Für den Bayerischen Rundfunk drehte Rosenmüller mehrere Folgen der Dokumentar-Reihe "Irgendwo in Bayern".
2003 entstand in Zusammenarbeit mit Arte und dem BR der Kurzfilm "C'est la vie" (2003), der u. a. beim Max Ophüls Preis in Saarbrücken und beim Fantastisk Filmfestival Lund, Schweden, gezeigt wurde. Der Film entstand als Teil der Talentrolle Kurzfilm zum 40-jährigen Jubiläum des Kuratoriums junger deutscher Film. "C'est la vie" und "Kümmel & Korn" erhielten jeweils das Prädikat "besonders wertvoll" der Filmbewertungsstelle Wiesbaden. Mit der Münchner Roxy Film drehte Rosenmüller 2005 seinen ersten Kinospielfilm "Wer früher stirbt, ist länger tot", der erst mit dem Förderpreis Deutscher Film und später mit dem Bayerischen und dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet wurde. Mit Olga Film hat er 2006 seinen zweiten Kinofilm "Schwere Jungs" abgedreht.
Nach seinen Komödieerfolgen überraschte Rosenmüller 2007 sein Publikum mit dem ersten Teil einer Trilogie von Heimatfilmen, "Beste Zeit". Die anrührende Coming-of-Age-Geschichte über die im Dachauer Land spielende innige Freundschaft der beiden 17-jährigen Mädchen Kati (Anna Maria Sturm) und Jo (Rosalie Thomass) wurde 2007 mit "Beste Gegend" fortgeführt, der im Januar 2008 in die Kinos kam. Drehbuchautorin Karin Michalke schreibt gerade am dritten Teil "Beste Chance", der dann vom Ende des Abenteuers Erwachsenwerden handeln wird. Zudem befindet sich Rosenmüllers sechster Film "Räuber Kneißl" über den späteren bayerischen Volkshelden in der Postproduktion.

Marcus H. Rosenmüller

  • Geburtstag
    21.07.1973
  • Geburtsort
    Tegernsee
  • Geburtsland
    BRD

"Ich brauche Action, Lachen und gute Gedanken"

Marcus H. Rosenmüllers "Sommer in Orange" startet am 18. August in den Kinos, im Winter soll "Der Sommer der Gaukler" anlaufen...

In Marcus H. Rosenmüllers "Sommer in Orange" stellt eine Baghwan-Kommune ein bayerisches Dorf auf den Kopf (Foto: Majestic (Fox)) Großansicht

In Marcus H. Rosenmüllers "Sommer in Orange" stellt eine Baghwan-Kommune ein bayerisches Dorf auf den Kopf (Foto: Majestic (Fox))

Verliefen die Dreharbeiten so turbulent wie das beschriebene Kommunenleben?
MARCUS H. ROSENMÜLLER: Die ersten Wochen war das Wetter fürchterlich, und wir mussten alles umstellen. Aber pünktlich zum Termin, an dem wir das Dorffest mit 400 Komparsen drehen wollten und es wirklich darauf ankam, hatten wir Glück.

Wie war es, so viele Schauspieler auf einmal zu inszenieren, Kommunengefühl zu verbreiten?
Wir probten natürlich und haben in der Vorbereitung zu "Sommer in Orange" auch dynamische Meditation gemacht. Bereits im Vorfeld hatte Nessie Nesslauer beim Casting ein gutes Händchen und Schauspieler ausgewählt, die in einer Kommune hätten leben können.

Was ist Ihr persönlicher Bezug zum Thema?
Ich habe selbst etliche Jahre in WGs gelebt. Mit Bhagwan hatte ich mich lustigerweise tatsächlich bereits beruflich beschäftigt: Ich habe meinen Abschlussfilm "Hotel Deepa" in Indien gedreht, zuvor zwei Monate in Poona recherchiert und auch den Ashram besucht, habe das Thema aber nicht vertieft. Einige Jahre später kam dann Ursula Gruber mit dem Buch zu "Sommer in Orange" auf mich zu. Mir geht es hier weniger um die Sekte als um das universelle Gefühl, ausbrechen zu wollen, sich zu fragen, was ist meine Heimat, wo gehöre ich hin? Das fragt sich auch unsere Hauptfigur Lilli. Gehöre ich zur Mutter und ihrer Kommune oder zur bayerischen Dorfgemeinschaft?

Wie in "Wer früher stirbt, ist länger tot" und "Die Perlmutterfarbe" schildern Sie die Welt aus der Sicht von Kindern. Warum diese Häufung?
Mich fasziniert die naive Weltsicht von Kindern, die großen Fragen, die sie stellen. Im Gegensatz zu Erwachsenen sind Kinder nicht so festgefahren, sondern neugierig und offen. Bei "Wer früher stirbt ist länger tot" war diese Perspektive sehr bewusst gewählt. Ich habe mich an "Michel aus Lönneberga" und "Sie küssten und sie schlugen ihn" orientiert. Bei den anderen Filmen hat es sich eher unbewusst ergeben. Vielleicht kann ich mich auch einfach nur gut in Kinder hineinversetzen.

Bei "Der Sommer der Gaukler" geht es nicht um Kinder.
"Der Sommer der Gaukler" handelt von Emanuel Schikaneder, einem bekannten Theatermacher und wilden Hund, der auf einen Rebellen trifft und ihn zu einem Helden stilisiert, der er gar nicht ist - ein um 1780 spielender Kostümfilm, bei dem Maske, Kostüm und Ausstattung sehr aufwendig waren. Musik und Mischung werden wahrscheinlich bis Mitte August fertiggestellt sein, im Dezember soll der Film in den Kinos laufen.

Bereits vorher steht der Dreh zum neuen Film der "Räuber Kneißl"-Produzenten an.
Im September. Das Projekt hat den Arbeitstitel "Wer's glaubt, wird selig" und handelt von einer Heiligsprechung in einem bayerischen Skiort. Christian Ulmen, Marie Leuenberger und Lisa Maria Potthoff aus "Sommer der Gaukler" spielen mit.

Wie würden Sie die Art des Humors beschreiben?
Britisch, schwarzhumorig. Die Vorlage ist tatsächlich ein amerikanisches Drehbuch von Jeremy Leven, der die Geschichte eigentlich in Vermont angesiedelt hatte. Das hat sich erstaunlich gut auf Bayern übertragen lassen. In dem Buch steckt zum einen die schwarzhumorige, ich sage mal, Action, auf der anderen Seite beschäftigt es sich auch mit dem Glauben, mit der Frage, warum der Mensch überhaupt das Bedürfnis nach Heiligen hat. Außer der Action, dem Witz, der Unterhaltung muss jeder meiner Filme immer auch ein tiefer gehendes Kernthema haben. Ich mag es, Leute zum Lachen zu bringen, aber am besten ist es, wenn sie lachen und sich gleichzeitig Gedanken machen.

"Ich brauche Action, Lachen und gute Gedanken"

Marcus H. Rosenmüllers "Sommer in Orange" startet am 18. August in den Kinos, im Winter soll "Der Sommer der Gaukler" anlaufen...

In Marcus H. Rosenmüllers "Sommer in Orange" stellt eine Baghwan-Kommune ein bayerisches Dorf auf den Kopf (Foto: Majestic (Fox)) Großansicht

In Marcus H. Rosenmüllers "Sommer in Orange" stellt eine Baghwan-Kommune ein bayerisches Dorf auf den Kopf (Foto: Majestic (Fox))

Verliefen die Dreharbeiten so turbulent wie das beschriebene Kommunenleben?
MARCUS H. ROSENMÜLLER: Die ersten Wochen war das Wetter fürchterlich, und wir mussten alles umstellen. Aber pünktlich zum Termin, an dem wir das Dorffest mit 400 Komparsen drehen wollten und es wirklich darauf ankam, hatten wir Glück.

Wie war es, so viele Schauspieler auf einmal zu inszenieren, Kommunengefühl zu verbreiten?
Wir probten natürlich und haben in der Vorbereitung zu "Sommer in Orange" auch dynamische Meditation gemacht. Bereits im Vorfeld hatte Nessie Nesslauer beim Casting ein gutes Händchen und Schauspieler ausgewählt, die in einer Kommune hätten leben können.

Was ist Ihr persönlicher Bezug zum Thema?
Ich habe selbst etliche Jahre in WGs gelebt. Mit Bhagwan hatte ich mich lustigerweise tatsächlich bereits beruflich beschäftigt: Ich habe meinen Abschlussfilm "Hotel Deepa" in Indien gedreht, zuvor zwei Monate in Poona recherchiert und auch den Ashram besucht, habe das Thema aber nicht vertieft. Einige Jahre später kam dann Ursula Gruber mit dem Buch zu "Sommer in Orange" auf mich zu. Mir geht es hier weniger um die Sekte als um das universelle Gefühl, ausbrechen zu wollen, sich zu fragen, was ist meine Heimat, wo gehöre ich hin? Das fragt sich auch unsere Hauptfigur Lilli. Gehöre ich zur Mutter und ihrer Kommune oder zur bayerischen Dorfgemeinschaft?

Wie in "Wer früher stirbt, ist länger tot" und "Die Perlmutterfarbe" schildern Sie die Welt aus der Sicht von Kindern. Warum diese Häufung?
Mich fasziniert die naive Weltsicht von Kindern, die großen Fragen, die sie stellen. Im Gegensatz zu Erwachsenen sind Kinder nicht so festgefahren, sondern neugierig und offen. Bei "Wer früher stirbt ist länger tot" war diese Perspektive sehr bewusst gewählt. Ich habe mich an "Michel aus Lönneberga" und "Sie küssten und sie schlugen ihn" orientiert. Bei den anderen Filmen hat es sich eher unbewusst ergeben. Vielleicht kann ich mich auch einfach nur gut in Kinder hineinversetzen.

Bei "Der Sommer der Gaukler" geht es nicht um Kinder.
"Der Sommer der Gaukler" handelt von Emanuel Schikaneder, einem bekannten Theatermacher und wilden Hund, der auf einen Rebellen trifft und ihn zu einem Helden stilisiert, der er gar nicht ist - ein um 1780 spielender Kostümfilm, bei dem Maske, Kostüm und Ausstattung sehr aufwendig waren. Musik und Mischung werden wahrscheinlich bis Mitte August fertiggestellt sein, im Dezember soll der Film in den Kinos laufen.

Bereits vorher steht der Dreh zum neuen Film der "Räuber Kneißl"-Produzenten an.
Im September. Das Projekt hat den Arbeitstitel "Wer's glaubt, wird selig" und handelt von einer Heiligsprechung in einem bayerischen Skiort. Christian Ulmen, Marie Leuenberger und Lisa Maria Potthoff aus "Sommer der Gaukler" spielen mit.

Wie würden Sie die Art des Humors beschreiben?
Britisch, schwarzhumorig. Die Vorlage ist tatsächlich ein amerikanisches Drehbuch von Jeremy Leven, der die Geschichte eigentlich in Vermont angesiedelt hatte. Das hat sich erstaunlich gut auf Bayern übertragen lassen. In dem Buch steckt zum einen die schwarzhumorige, ich sage mal, Action, auf der anderen Seite beschäftigt es sich auch mit dem Glauben, mit der Frage, warum der Mensch überhaupt das Bedürfnis nach Heiligen hat. Außer der Action, dem Witz, der Unterhaltung muss jeder meiner Filme immer auch ein tiefer gehendes Kernthema haben. Ich mag es, Leute zum Lachen zu bringen, aber am besten ist es, wenn sie lachen und sich gleichzeitig Gedanken machen.

2007
57. Deutscher Filmpreis
Beste Regie - Wer früher stirbt ist länger tot
2007
57. Deutscher Filmpreis
Bestes Drehbuch - Wer früher stirbt ist länger tot
2006
28. Bayerischer Filmpreis
Bester Nachwuchsregisseur - Wer früher stirbt ist länger tot
2006
Förderpreis Deutscher Film
Regie - Wer früher stirbt ist länger tot
 

Filmografie

Sommer in Orange

Komödie - Eine Gruppe orange gewandeter Sannyasins, Anhänger von Bhagwan, entschließt sich, auf einem geerbten Bauernhof im bayerischen... Zum Video

2011
kino.de

Sommer der Gaukler

Historienfilm / Komödie - Im Sommer 1780 macht sich Emanuel Schikaneder, Chef einer Theatergruppe, samt Gattin und Schauspieler Wallerschenk auf... Zum Film

2011

Räuber Kneißl

Historienfilm / Abenteuer - Anfang des 20. Jahrhunderts ist die räuberische Familie Kneißl der bayerischen Obrigkeit ein Dorn im Auge: Der junge... Zum Video

2008

Die Perlmutterfarbe

Kinderfilm / Abenteuer - 1931 besucht der 13-jährige Alexander (Markus Krojer) die A-Klasse einer Realschule. Der beliebte Schüler hat in Maulwurf... Zum Video

2008

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Sommer der Gaukler

Im Sommer 1780 macht sich Emanuel Schikaneder, Chef einer Theatergruppe, samt...


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Sommer in Orange

Eine Gruppe orange gewandeter Sannyasins, Anhänger von Bhagwan, entschließt sich, auf...


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