Martin Freeman


  • Geburtstag
    08.09.1971
  • Geburtsort
    Aldershot, Hampshire, England

Martin Freeman


  • Geburtstag
    08.09.1971
  • Geburtsort
    Aldershot, Hampshire, England
 

Der britische Schauspieler Martin Freeman wurde 2001 durch die mehrfach ausgezeichnete BBC-Sitcom "The Office" bekannt, in der er als Durchschnitts-Angestellter Tim Canterbury zu sehen war. Kinobesucher kennen ihn auch als Arthur Dent aus der Verfilmung der Science-Fiction-Kultromane "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams (2005).
Martin Freeman wurde am 8. September 1971 als jüngstes von fünf Geschwistern in Aldershot, Hampshire in Großbritannien geboren. Bereits als Teenager sammelte er erste Bühnenerfahrungen beim Jugendtheater. Später besuchte er die Central School of Speech and Drama in London und machte die Schauspielerei zu seinem Beruf.
Seit 1997 war er in verschiedenen kleineren Rollen in Film- und Fernsehproduktionen und auch auf der Theaterbühne zu sehen, bevor er als Tim Canterbury in der vielfach ausgezeichneten Büro-Sitcom "The Office" den Durchbruch schaffte. 2003 übernahm er dann eine der Hauptrollen in der britischen Sitcom "Hardware", die in einer Eisenwarenhandlung spielte.
Im gleichen Jahr gehörte er zum hochkarätigen Ensemble von Richard Curtis' romantischer Weihnachtskomödie "Tatsächlich... Liebe". 2005 reiste er als Arthur Dent "Per Anhalter durch die Galaxis".
Eine ganz andere Rolle übernahm der Brite 2006 in Peter Greenaways Filmessay "Nachtwache - Geheimnisse eines Bildes", in dem er als der niederländische Maler Rembrandt zu sehen war. Seit 2010 glänzt Freeman neben Benedict Cumberbatch in der Film-Reihe "Sherlock" als Doktor John Watson.
Die Rolle in den modernen Adaptionen der berühmten "Sherlock Holmes"-Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle brachte Freeman einen der renommierten BAFTA-Awards und das Angebot in Peter Jacksons dreiteiliger Verfilmung des Tolkien-Romans "Der kleine Hobbit" die Hauptrolle des Bilbo Beutlin zu spielen. Der erste Teil "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise", erzählt nun die Vorgeschichte zur "Herr der Ringe"-Trilogie.
Martin Freeman ist mit der Schauspielerin Amanda Abbington liiert, die er bei Dreharbeiten kennenlernte. Das Paar hat zwei Kinder, Joe und Grace.

Martin Freeman

  • Geburtstag
    08.09.1971
  • Geburtsort
    Aldershot, Hampshire, England
  • Geburtsland
    Großbritannien

"Wir werden zu Helden"

Sein Auftritt als Arthur Dent in der Verfilmung von Douglas Adams' Kultroman "Per Anhalter durch die Galaxis" war seine bislang einzige Hauptrolle in einer Kinoproduktion. Dann spielte er in der BBC-Fernsehserie "Sherlock Holmes" einen extrem sympathischen Dr. Watson - und rief sich so in Hollywood erneut ins Gedächtnis. Das Resultat: eine der begehrtesten Rollen der Filmgeschichte - die des Bilbo Beutlin in Peter Jacksons epischer "Hobbit"-Trilogie.

Martin Freeman macht als Hobbit Bilbo Beutlin eine epische Reise "Hin und zurück" (Foto: Warner/ARD Degeto/BBC/Hartswood Films) Großansicht

Martin Freeman macht als Hobbit Bilbo Beutlin eine epische Reise "Hin und zurück" (Foto: Warner/ARD Degeto/BBC/Hartswood Films)

Mr. Freeman, was war das für ein Gefühl, an einem solch großen Film wie "Der Hobbit" die Hauptrolle spielen zu dürfen?

Martin Freeman: Oh, Mann. Es war schon ganz schön nervenaufreibend am Anfang. Aber Peter (Jackson) hat mir schnell alle Furcht und Nervosität genommen. Ich habe mich schnell wie zuhause gefühlt.

Wie steht die Tolkien Adaption im Vergleich zu Douglas Adams?

Viel mehr Green-Screen (lacht). Ich musste sehr viel mit unsichtbaren Kreaturen arbeiten. Die Geschichte ist ja schon ziemlich fantastisch und führt uns in andere Welten. Ein echtes Abenteuer.

War dieser Film das bisher größte Kino-Engagement für Sie?

Mit absoluter Sicherheit. Ich habe nie etwas Größeres gemacht in meiner Laufbahn. The Hobbit hat mir aber jetzt auch ein für allemal die Angst vor großen Kinoprojekten genommen. Allein die Soundstage für diesen Film war so beeindruckend, dass sie allein das Budget vieler Filme, die ich vorher gemacht habe, sprengen würde.

Eigentlich ein gemächlicher Hobbit stürzt er sich doch in ein Abenteuer (Foto: Warner) Großansicht

Eigentlich ein gemächlicher Hobbit stürzt er sich doch in ein Abenteuer (Foto: Warner)

War es schwierig, einen Charakter, der in einem Buch groß geworden war, auf die Kinoleinwand zu übertragen?

Gute Frage. Ich fand es nicht so schwierig. Bilbo ist ganz nah an dem Publikum dran. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass er sogar ein Teil des Publikums ist. Wir werden zu Helden in dem Film, obwohl wir gar keine Helden sein wollen.

Sie sind physisch sehr klein in diesem Film. Ihre Kollegen auch. Wie kommen Sie damit klar?

Nun, in Laketown (die Stadt Esgaroth) sind wir nun einmal alle sehr klein. Daran ist nicht zu rütteln.

Was hat sie am meisten begeistert an der Zusammenarbeit mit Peter Jackson?

Er ist einfach nur genial. Peter hat all diese riesigen Sets nachbauen lassen. Das hat die Arbeit sehr spannend gemacht. Überall liefen Zauberer und Elfen herum. Ich kam mir vor wie in einem echten Märchen.

Mussten Sie eigentlich sehr viel über Tolkien büffeln?

Am Anfang schon. Es war wie im Geschichtsunterricht für mich. Aber du musst dein eigenes Ding kreieren, das war auch Peter Jackson wichtig. Ich glaube, wir haben das ganz gut hingekriegt.

Gefährliche Feinde warten auf den mutigen Habling (Foto: Warner) Großansicht

Gefährliche Feinde warten auf den mutigen Habling (Foto: Warner)

Wie würden Sie denn ihren Bilbo Beutlin beschreiben?

Er ist ein Wesen mit zwei linken Füßen. Er ist sehr lebendig, aber auch ein bisschen tollpatschig. Er ist ein verletzliches Wesen, das macht ihn so sympathisch. Er ist so wie viele von uns. Diese Normalität macht ihn so anziehend.

Sie hätten den Job fast nicht gekriegt, oder?

Ich musste ihn fast absagen. Das Casting zog sich über Monate dahin. Und ich war dann irgendwann schon für ein anderes Projekt gebucht. Aber Gott sei Dank hat es dann doch noch geklappt.

Was hat sich in ihrem Leben seit der Rolle im "Hobbit" verändert?

Ich stehe fest mit beiden Beinen im Leben. Ich glaube nicht, dass ich jetzt durchdrehe, nur weil ich eine Hauptrolle in einem Peter Jackson-Film spielen durfte. Die Anerkennung tut gut. Die harte Arbeit wird endlich ein bisschen belohnt. Aber morgen ist ein neuer Tag. Ein Tag, der neue Herausforderungen bringt. So gehe ich durchs Leben.

 

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