Maximilian Schell


  • Geburtstag
    08.12.1930
  • Geburtsort
    Wien

Maximilian Schell


  • Geburtstag
    08.12.1930
  • Geburtsort
    Wien
 

Von seiner Statur her auf kernige junge Männer zugeschnitten, spielte Maximilian Schell in den ersten Jahren seiner Filmkarriere mehrfach Soldaten ("Ein Mädchen aus Flandern"), Deserteure ("Kinder, Mütter und ein General", sein Filmdebüt 1954) und vor allem Offiziere ("Die jungen Löwen", neben Marlon Brando), die er bis Mitte der 1970er Jahre ("Die Brücke von Arnheim", "Steiner - Das eiserne Kreuz") variierte. Mit seinem Charakterkopf und der energischen Art der Darstellung trat Schell (geboren 1930 in Wien, aber 1938 mit der Familie in die Schweiz ausgewandert und dort eingebürgert) schnell in internationalen Produktionen auf und erhielt 1961 für die Nebenrolle des Verteidigers in "Das Urteil von Nürnberg" den "Oscar". Er spielte in Agentenfilmen ("Anruf für einen Toten") und Filmen mit antifaschistischer Thematik (de Sicas "Die Eingeschlossenen von Altona"). Ein Welterfolg wurde der Rififi "Topkapi", wo er mit Melina Mercouri und Peter Ustinov den diamantenbesetzten Dolch des Sultans aus der Topkapi-Moschee in Istanbul raubt und der zum Vorbild vieler Filme dieser Art wurde. Schell trat nach über 20 Jahren 1985 erstmals wieder in einem deutschen Film auf: In "Morgen in Alabama" war er der Rechtsanwalt, der gegen rechtsextreme Kreise ermittelt.
Der vielbeschäftigte Schell arbeitete im Film und im Fernsehen, in TV-Serien und auf dem Theater. Er inszenierte mehrere Spielfilme, darunter "Der Richter und sein Henker" (nach Friedrich Dürrenmatt) und die Dokumentation "Marlene" (1983), die aus Tonbandinterviews mit Marlene Dietrich zusammengesetzt ist. Schell gehört zu einer Schauspielerfamilie, aus der auch die Geschwister Carl, Maria und Immy hervorgingen. In den 1990er Jahren wandte er sich verstärkt Filmen zu, die die NS-Vergangenheit aufarbeiten ("Der Rosengarten", "Kalmans Geheimnis"). In dieses Jahrzehnt (genau: 1998) fällt auch sein Debüt als Schriftsteller.
In "Meine Schwester Maria", seinem zweiten, 2002 entstandenen Dokumentarfilm, fertigte er ein Porträt seiner damals gesundheitlich schwer angeschlagenen Schwester an. In einer Collage aus Filmzitaten, persönlichen Erinnerungen und Filmausschnitten nähert er sich Maria Schell, die zweifelsohne in den 1950er Jahren zu den ganz großen Kino-Stars gehörte. Zwischen 2003 und 2005 war er als Fürst Thorwald in der TV-Serie "Der Fürst und das Mädchen" zu sehen. Die dritte Staffel wurde 2006 produziert und auch hier übernahm er die "Fürstenrolle". Ob als Pater Christoph in "Die Liebe eines Priesters", im TV-Mehrteiler "Die Rückkehr des Tanzlehrers" als Fernando Hereira oder als ratgebender Freund in "Das Haus der schlafenden Schönen", seine Medienpräsenz ist auch im 21. Jahrhundert enorm. Im Januar 2006 wurde Maximilian Schell mit dem Ehrenpreis des "Bayerischen Filmpreises" für sein Lebenswerk geehrt.
Der Patenonkel von Angelina Jolie hat mit Noch-Ehefrau Natalya Andrejchenko eine 1989 geborene Tochter. Seit der Trennung ist er mit der Wiener Galeristin Elisabeth Michitsch liiert.

Maximilian Schell

  • Geburtstag
    08.12.1930
  • Geburtsort
    Wien
  • Geburtsland
    Österreich

Vier, die uns fehlen werden

Einige Schauspieler sorgten 2005 ein letztes Mal für Schlagzeilen. KINO.DE erinnert an vier große Persönlichkeiten.

Pragmatischer Chefingenieur: James "Scotty" Doohan (Foto: UIP) Großansicht

Pragmatischer Chefingenieur: James "Scotty" Doohan (Foto: UIP)

Was hätte man auf der "Enterprise" bloß ohne ihn getan? Und wem sonst wäre es gelungen, einen weltweiten Boom im Studiengang der Ingenieurswissenschaften auszulösen? James Doohan, alias "Scotty", dem dieses Kunststück gelang, wurde am 3. März 1920 in Vancouver geboren.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs war Doohan als meistbeschäftigter Schauspieler Kanadas bekannt, in den 50er Jahren folgte er dann dem Ruf Hollywoods. Seine Vielseitigkeit und insbesondere sein Talent, ausländische Akzente zu imitieren, verhalfen ihm 1966 zu der Rolle, für die ihn einmal eine riesige Fangemeinde lieben sollte.

Als Chefingenieur Montgomery Scott in der TV-Serie "Star Trek" bewahrte James Doohan selbst in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf. Er flickte jedes Leck an der "Enterprise", und auch in Not geratene Crewmitglieder konnten sich auf ihn verlassen: Sie wurden mit seiner Hilfe meist im allerletzten Moment zurückgebeamt.

Scotty brillierte als wichtiger Mann im Hintergrund (Foto: Paramount) Großansicht

Scotty brillierte als wichtiger Mann im Hintergrund (Foto: Paramount)

Einmal Ingenieur, immer Ingenieur

Nach Abschluss der Serie jedoch hatte Doohan große Probleme, andere Rollen zu finden. Und so vertrieb sich der Kanadier seine Zeit als Redner an Universitäten und als Gast auf unzähligen "Star Trek"-Conventions.

Im Sommer 2004 erhielt James Doohan einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Die Zeremonie im Kreis der "Star-Trek"-Weggefährten ähnelte einer Abschiedsfeier, da sie zugleich der letzte öffentliche Auftritt des Schauspielers war, ehe er am 20. Juli 2005 verstarb. Im Dezember wird Scotty trotzdem noch einmal Aufsehen erregen: Dann nämlich wird seine Asche in einer Falcon-Rakete ins All geschossen - und somit der letzte Wille des Stars erfüllt.

2011
29. Filmfest München
Bernhard Wicki-Friedenspreis des Dt. Films: Ehrenpreis
2008
DIVA - Der Deutsche Entertainment Preis
Lifetime Achievement Award
2005
27. Bayerischer Filmpreis
Ehrenpreis
1990
40. Deutscher Filmpreis
Filmband in Gold
1962
19. Golden Globe
Bester Hauptdarsteller (Drama) - Das Urteil von Nürnberg
1961
34. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Bester Hauptdarsteller - Das Urteil von Nürnberg
 

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