Michael Cristofer


  • Geburtstag
    22.01.1945
  • Geburtsort
    Trenton, New Jersey
ohne Abbildung
 

Bevor er 1999 mit 54 Jahren sein Debüt als Spielfilmregisseur gab, war das Multitalent Michael Cristofer als Bühnen- und Drehbuchautor, TV-Regisseur sowie als Darsteller tätig. Seine Stücke, wie das später von Paul Newman verfilmte "The Shadow Box", kreisen um die Facetten von Liebe, romantischer Verstrickung und Enttäuschung. Der Pulitzer-Preis für "The Shadow Box" brachte Cristofer, der weiterhin Leiter des New Yorker River Arts Repertory Theatre blieb und dort inszenierte und spielte, Drehbuchaufträge für so unterschiedliche Produktionen wie die Horrorkomödie "Die Hexen von Eastwick" (mit Jack Nicholson, Cher, Susan Sarandon und Michelle Pfeiffer), das Melodram "Der Liebe verfallen" (mit Robert De Niro und Meryl Streep) und "Kaffe, Milch und Zucker" (mit Whoopi Goldberg) ein. Seine erste Regiearbeit mit der HBO-Produktion "Gia - Der Preis der Schönheit", die mehrere Auszeichnungen, darunter den Golden Globe für Hauptdarstellerin Angelina Jolie, erhielt, orientierte sich am Lebenslauf des Supermodels Gia Marie Carangi. Sein Spielfilmdebüt "Body Shots" kreist um die Folgen einer langen Partynacht, bei der eine der Beteiligten beinahe Opfer einer Vergewaltigung wird, und ist der Versuch eines Generationenporträts, das sich stilistisch in seiner multiperspektivischen Technik bei Akira Kurosawas Jahrhundertfilm "Rashomon" bedient, indem die Versionen des Ereignisses je nach Erzähler/in verschieden präsentiert werden. Für "Body Shots" entdeckte Cristofer Schauspieler wie Sean Patrick Flannery, Jerry O'Connell und Amanda Peet. In "Original Sin" fand er Angelina Jolie, seine Hauptdarstellerin aus "Gia" wieder: Die Adaption des Cornell-Woolrich-Romans "Waltz Into Darkness", die Francois Truffaut zur Vorlage für "Das Geheimnis der falschen Braut" (mit Catherine Deneuve und Jean-Paul Belmondo) genommen hatte, wird zu einem in das Kuba des späten 19. Jahrhunderts versetzten erotischen Melodram, in dem der reiche Kaffeeplantagenbesitzer (Antonio Banderas) einer attraktiven Amerikanerin (Jolie) verfällt, die sich als Betrügerin herausstellt und ihn zum glücklichen Gefangenen einer bedingungslosen "amour fou" macht.

Michael Cristofer

  • Geburtstag
    22.01.1945
  • Geburtsort
    Trenton, New Jersey
  • Geburtsland
    USA

"Ich bin kein Pin-up!"

Angelina Jolie und der Fluch der Lara Croft.

Angelina Jolie: Eine schöne Frau hat's manchmal schwer

Angelina Jolie: Eine schöne Frau hat's manchmal schwer

Als bekannt wurde, dass das Kultgame "Tomb Raider" verfilmt werden soll, fragten sich die Fans: "Wer um Himmels willen soll Lara Croft spielen?"

Die Physiognomie der Amazone schien der Fantasie eines Comic-Fans entsprungen und jenseits des Menschenmöglichen zu sein: Gebärfreudiges Becken, darüber eine Wespentaille und im 2. Stock eine völlig überproportionale Oberweite.

Doch dann kam Angelina Jolie und überzeugte selbst größte Skeptiker vom Gegenteil.

In "Original Sin" ging sie an der Seite von Latin Lover Antonio Banderas einen Schritt weiter und entblößte ihren Luxuskörper - natürlich nur, weil es für die künstlerische Aussage von Michael Cristofers Erotikthriller unerlässlich war:

"Ich würde nie etwas machen, was ein Film nicht unbedingt braucht, damit er funktioniert."

Man mag es nun Cristofers Drehbuch anlasten oder den Darstellern - funktioniert hat der Film weder in den USA noch hierzulande: Flop trotz Topless-Shot.

Lästiger Nebeneffekt: Das Medieninteresse an der Jungschauspielerin reduziert sich seither weitgehend auf ihre unbestrittenen körperlichen Vorzüge - was Angelina mächtig wurmt. Jetzt ging sie in die Offensive:

"Ich bin schließlich kein Pin-up - so wahnsinnig toll sind meine Brüste auch wieder nicht. Ich würde mich auch nie völlig nackt filmen lassen - von vorne generell nicht und von hinten nur aus einiger Entfernung."

Sittlich verhüllt wird Angelina im November in "Life or Something Like It" als Sportreporterin Lanie Kerrigan zu sehen sein. Die ändert in Stephen Hereks Komödie ihr gesamtes Leben, als ihr ein Obdachloser in einem Interview statt eines Footballergebnisses den Tod prophezeit.

Ihr Kommentar: "Das ist eine Komödie. Ich glaube nicht, dass es für einen lustigen Film Sexszenen braucht."

Jolie hat 1999 für ihre Rolle in "Durchgeknallt" immerhin einen Oscar als beste Nebendarstellerin gewonnen. Wie schnell sie von ihrem derzeitigen Image als körperbetonte Actrice wieder wegkommt, bleibt abzuwarten.

 

 

Filmografie

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-
2005

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Hoch

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