Michael Sheen


  • Geburtstag
    05.02.1969
  • Geburtsort
    Newport, Gwent, Wales
 

Walisischer Schauspieler. In den 90er-Jahren gefeierter Theaterschauspieler in London, der gelegentlich Rollen in Filmen übernahm, ist Michael Sheen seit seiner Verkörperung des britischen Premierministers Tony Blair in "Doppelspitze" (TV) und "Die Queen" (Kino) auch international ein gefragter Filmschauspieler. Der charmante, spitzzüngige und gelockte Waliser mit der pointierten Sprechweise, der hinter der freundlich verbindlichen Fassade ungeahnten Zynismus und tragische Tiefen verstecken kann, war in tragenden Nebenrollen in Filmen mit Pierce Brosnan, Heath Ledger und Orlando Bloom zu sehen und triumphierte 2007/08 auf der Bühne und in Ron Howards Kammerspiel "Frost/Nixon" als David Frost, TV-Talkmaster, der Ex-Präsident Richard Nixon (Frank Langella) interviewt, über sich hinauswächst und ihn in dem anfangs ungleichen Duell unvorhergesehen in die Enge treibt. Sheen verkörpert in der Horrorfilmtrilogie "Underworld" (2003/06/08) Lucian, den Anführer der Lykaner-Werwölfe, der sich aus eigenem Willen verwandelt. In "Twilight: New Moon - Bis(s) zur Mittagsstunde" (2009) ist er als Aro Oberhaupt des mächtigen italienischen Vampirclans der Volturi.
Michael Sheen wurde 1969 in der walisischen Hafenstadt Port Newton geboren, ging mit 16 Jahren ans National Youth Theatre von Wales und verfolgte eine Theaterkarriere, die ihn in den 90er-Jahren zum Star des Londoner West End machte. Er erhielt seine Ausbildung an der Royal Academy of Dramatic Arts und spielte die Titelrolle in Shakespeares "Henry V.", die ihm seiner Jugend wegen niemand zugetraut hatte. Zu den Stücken, für die er ausgezeichnet oder nominiert wurde, gehören "Peer Gynt", "Blick zurück im Zorn" und "Caligula in London". 1999 war er als Mozart in "Amadeus" am West End und am Broadway zu sehen, 2007 mit "Frost/Nixon" ebenfalls am West End und am Broadway.
Sheen (nicht mit der US-Schauspielerfamilie Sheen verwandt) debütierte 1993 als Geistesgestörter im Entführungsdrama "Gallowglass" (Dreiteiler der BBC, nach Ruth Rendell). In "Wilde" (1997) war er als Robert Ross Liebhaber des Autors Oscar Wilde (Stephen Fry) und 1996 in Stephen Frears' "Mary Reilly" der Gehilfe von Dr. Jekyll. Frears war Sheens Regisseur sowohl in "Doppelspitze" als auch in "Die Queen", wo er als Tony Blair Helen Mirren in der Titelrolle gegenüberstand. Im Abenteuerfilm "Die vier Federn" (2003) ist er als William Trench einer der drei Freunde von Heath Ledger, der ihn im Sudan aus der Gefangenschaft des Mahdi rettet. In Richard Donners Zeitreise "Timeline" (2003) spielt er den Lord Oliver in den Mittelalterszenen. In Ridley Scotts Kreuzfahrerepos "Königreich der Himmel" (2004) ist er als Priester zu sehen.
Eine von Sheens Glanzleistungen ist der exzentrische Rockstar, der sich mit seiner Frau (Parker Posey) in der Scheidungskomödie "Laws of Attraction" (2004) um ein irisches Schloss streitet und den Hauptdarstellern Pierce Brosnan und Julianne Moore die Schau stiehlt. 2009 spielt er im Thriller "Unthinkable" an der Seite von Samuel L. Jackson einen FBI-Agenten, und 2010 ist er in Tim Burtons Version von Lewis Carrolls "Alice im Wunderland" das berühmte Weiße Kaninchen, das Alices Reise auslöst.
Michael Sheen war mit Kate Beckinsale ("Underworld") liiert, mit der er eine Tochter hat, die bei der Mutter lebt.
2008 wurde Michael Sheen als Entertainment-Persönlichkeit mit dem British Independent Film Award ausgezeichnet.

Michael Sheen

  • Geburtstag
    05.02.1969
  • Geburtsort
    Newport, Gwent, Wales
  • Geburtsland
    Großbritannien

Kultgame "Mass Effect" kommt ins Kino

Schon am Computer wirkte es wie ein Film ...

"Mass Effect"-Held Commander Shepard kämpft mit seinem Steuermann Jeff "Joker" Moreau, gesprochen von Seth Green, gegen Maschinen-Riesen: die "Reaper"! (Foto: BioWare) Großansicht

"Mass Effect"-Held Commander Shepard kämpft mit seinem Steuermann Jeff "Joker" Moreau, gesprochen von Seth Green, gegen Maschinen-Riesen: die "Reaper"! (Foto: BioWare)

Als im Februar Teil 2 der Game-Trilogie "Mass Effect" herauskam, überschlugen sich Fans und Kritiker mit Lob: Erstmals wirkten an PC oder Konsole der Flug durch Galaxien, das Erkunden fremder Welten und Begegnungen mit Außerirdischen wie einst "Blade Runner" oder "Star Wars" im Kino. Dazu waren die Dialoge intelligent und witzig, die Story hochkomplex und voller Überraschungen. Die Optik des Games ließ sich auf "Filmkörnung" setzen, damit das Bild wie auf einer Kinoleinwand aussieht.

Kein Wunder also, dass "Mass Effect" nun tatsächlich ins Kino kommt. Und hinter der Verfilmung des Pixel-Abenteuers steht nicht etwa irgendeine Minifirma aus den Hinterhöfen Hollywoods, sondern der Filmriese Warner. Das Drehbuch schreibt Mark Protosevich, der zuvor den thematisch ähnlichen Will Smith-Kracher "I Am Legend" skriptete. Die zuständige Produktionsfirma Legendary Pictures trumpfte schon mit "Batman Begins" und "The Dark Knight" auf, außerdem setzten sie "300", "Watchmen" und "Kampf der Titanen" um.

Die Game-Reihe "Mass Effect" ist auf drei Spiele ausgelegt, das Finale wird noch entwickelt. Held der Serie ist der Raumschiff-Kapitän Commander Shepard (seinen Vornamen bestimmt der Spieler selbst). Er deckt im Jahr 2183 auf, dass eine uralte Maschinen-Rasse alle 50.000 Jahre sämtliches organisches Leben in der Galaxis ausradiert - und anschließend die Neuentwicklung des Lebens in Bahnen lenkt, die 50.000 Jahre später die erneute Zerstörung ermöglichen. Um das diesmal zu verhindern, rekrutiert Shepard Spezialisten aus allen galaktischen Völkern und bricht mit seinem Raumschiff, der SS Normandy, zu einer selbstmörderischen Mission auf.

Carrie-Anne Moss, Seth Green und Michael Sheen an Bord?

Die Handlung ist dabei so verwinkelt, dass allein das Logbuch der im Spiel erledigten Quests mehrere Seiten füllt. Die bis ins letzte kulturelle Detail entwickelte Galaxis mit ihren unterschiedlichen Völkern reicht gar an Tolkiens Aufzeichnungen über Mittelerde heran.

Im englischen Original sprachen die Figuren zudem Filmstars wie "Matrix"-Beauty Carrie-Anne Moss, Altmeister Michael Sheen, Worf-Darsteller Michael Dorn aus "Star Trek" oder Comedian Seth Green. Deren jeweiligen Game-Charaktere sind den Stars auch optisch nachempfunden. Möglicherweise spielen die Sprecher dann im Kinofilm sogar mit.

Wie eng sich Warner an die Handlung der Spiele halten wird, ist unklar. Allein die Story in Teil 1 würde eigentlich schon den Rahmen eines Kinofilms sprengen. Möglicherweise wird es auch im Kino eine Trilogie werden, insbesondere da Spiel 3 noch gar nicht fertig und die Handlung des Finales noch geheim ist. Ein großer SciFi-Stoff in drei Teilen - das hat ja im Fall von "Star Wars", bei dem "Mass Effect" ohnehin deutliche Anleihen nimmt, schon bestens funktioniert!

 

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