Mira Nair


  • Geburtstag
    15.10.1957
  • Geburtsort
    Bhubaneshwar, Orissa
 

Indische Regisseurin. Mira Nairs unbestechlicher Blick auf das indische Elend in ihrem Spielfilmdebüt "Salaam Bombay!" machte sie 1988 auf einen Schlag weltberühmt. Dabei ist sie selbst Grenzgängerin und Vertreterin einer in der globalisierten Welt gelungenen Symbiose zwischen östlichen und westlichen Kulturen. Mira Nairs Filme kreisen um die sich immer wieder erneuernde Kraft von Familien, die sie überschäumend in ihrem größten Erfolg "Monsoon Wedding" feiert.
Nair geht Mischehen und der Hierarchie von Hautfarben nach ("Mississippi Masala"), verfilmt Weltliteratur ("Kama Sutra", "Vanity Fair") und behandelt Probleme von Anpassung und Selbstbehauptung ("Hysterical Blindness", "The Namesake"). Allen Filmen gemein ist der energische Erzählfluss der vital inszenierenden Regisseurin und überzeugte Weltbürgerin, die mit der Kraft selbstbewussten Lachens ein Lebens- und Erfolgsrezept pflegt.
Mira Nair wurde 1957 im nordindischen Orissa in eine Mittelschichtfamilie der Punjabi-Gesellschaft geboren, deren tragikomische Konflikte sie in "Monsoon Wedding", hinreißende Mischung aus Bollywood und Hollywood behandelt. Nair wurde katholisch erzogen und ging im Alter von 19 Jahren mit einem Stipendium nach Harvard, wo sie Soziologie studierte und darin abschloss. Zurück in Indien, drehte sie eine Reihe von Dokumentarfilmen, darunter "India Cabaret", der Stripperinnen in einem Nachtclub in Delhi beobachtet und 1985 den Preis für den besten Dokumentar- film auf dem American Film Festival erhielt.
Internationales Aufsehen erregte 1988 Nairs erster Spielfilm "Salaam Bombay!" über einen Jungen, der sich im Hurenviertel der Stadt durchschlagen muss, um Geld für die Heimreise in sein Dorf zu verdienen. In Cannes mit der Caméra d'Or ausgezeichnet, wurde der Film als Bester Ausländischer Film für den Oscar nominiert. "Mississippi Masala" (Denzel Washington und Sarita Choudhury als Lover zwischen den Kulturen), "The Perez Family" (kubanische Einwanderfamilien in den USA) und der Arthouse-Hit "Kama Sutra" (das indische Buch der Liebe) weiteten Nairs Kosmos aus, mit "Vanity Fair" und Reese Witherspoon in der Hauptrolle leistete sie sich den Luxus der opulenten Literaturverfilmung des Buches von William M. Thackeray, das sie mit 16 Jahren gelesen hatte. "Hysterical Blindness", Drama um drei Working-Class-Frauen, brachte dem Sender HBO Rekordquoten und Uma Thurman 2003 den Golden Globe. 2002 beteiligte sich Nair mit der Geschichte einer New Yorker Familie pakistanischer Herkunft, die nach dem Anschlag auf das World Trade Center in die Terrorfahndung gerät, am Gemeinschafts- projekt von elf Regisseuren des Episodenfilms "11'09"01". Für die Kurzfilmsammlungen "8" und "New York, I Love You" steuerte sie ebenso eine Episode bei.
2006 inszenierte Nair "The Namesake", dessen indischer Held Gogol sich in Boston zwischen der eigenen Einwandererfamilie und den Einheimischen behaupten muss. 2009 legte sie mit "Amelia" über die amerikanische Flugpionierin Amelia Earheart - gespielt von Hilary Swank - einen Spielfilm ohne indischen Bezug vor.
Nairs Firma Mirabai produziert außer eigenen Filmen asiatische Independent-Arbeiten und organisiert seit 2005 Workshops für junge Filmemacher, das erste in Kampla, Uganda, neben New York und Delhi Nairs dritte Heimat. Die Vor- und Nachspänne ihrer Filme fallen durch reizvoll gestaltete Piktogramme auf.
Nairs Welterfolg "Monsoon Wedding" war 2001 nach 44 Jahren der erste indische Film, der in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde, Nair die dritte Regisseurin, die den Preis erhielt. 2002 war Nair Präsidentin der Internationalen Jury der Berlinale.

Mira Nair

  • Geburtstag
    15.10.1957
  • Geburtsort
    Bhubaneshwar, Orissa
  • Geburtsland
    Indien
  • Familie
    Ehemann: Mahmood Mamdani (Dozent)

    Bruder: Vicky Nair (Restaurantbesitzer in Indien)

    Sohn: Zohran (geb. 1991)
  • Autogrammadresse
    CM Los Angeles
    10250 Constellation Boulevard
    Los Angeles, CA 90067
    USA

Witherspoon ist unnatürlich brünett

Schillernde grüne Augen, sinnlicher Mund, samtweiche helle Haut und seidig glänzende blonde Haare - aus diesem Stoff sind klassische Hollywood-Diven.

Nie mehr blond: Reese Witherspoon (Foto: Fox) Großansicht

Nie mehr blond: Reese Witherspoon (Foto: Fox)

Kein Wunder also, dass Reese Witherspoon sich mit relativ harmlosen Filmchen in die Oberliga der Traumfabrik spielen konnte. Mit "Natürlich blond!" nahm sie sogar ihr eigenes Image auf die Schippe.

Doch nun hat die Schauspielerin offenbar genug vom Dasein als Vorzeigeblondine: Bei der Premiere ihres neuen Films "Vanity Fair" in New York erschien Witherspoon mit braun gefärbter Mähne. Womit sie nicht gerechnet hatte: Einige ihrer Fans erkannten sie gar nicht und würdigten sie keines Blickes, als sie den Roten Teppich entlangschritt. Ein enttäuschter Gast beschwerte sich:

"Ich habe meinen Nebenmann noch gefragt 'Hey, wer ist eigentlich die Brünette da?' Erst später erfuhr ich, dass das tatsächlich Reese gewesen war. Jetzt habe ich kein einziges Foto von ihr..."

Ich hab das einfach gebraucht!

Witherspoon sprudelte später eine echte Girlie-Erklärung in die Mikros der verdutzten Journalisten:

"Hach, ab und zu muss man halt mal etwas an sich ändern. Ich habe meine Haare schließlich seit 10 Jahren nicht mehr gefärbt. Beängstigend, was?"

Wahrscheinlich wollte Reese Witherspoon aber einfach nur weg vom berüchtigen Blondchen-Klischee. Schließlich basiert "Vanity Fair" auf dem klassischen Roman von William Makepeace Thackeray, der in den Zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts spielt und schon unzählige Male verfilmt wurde. Reese mimt die Hauptfigur Becky Sharp: eine junge Frau, die sich eine Stellung in der besseren Gesellschaft Londons erkämpfen will - und zwar ohne jede Rücksicht auf Verluste.

Dabei spielt Reese unter der Regie von Mira Nair ("Monsoon Wedding") neben Schauspiel-Assen wie Gabriel Byrne, Bob Hoskins, Jim Broadbent und Eileen Atkins. An der Seite solcher Hochkaräter will man natürlich nicht als Barbiepüppchen in die Kameras grinsen!

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