Nandita Das


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Fatih Akin in der Jury von Cannes

Ein deutscher Film im offiziellen Wettbewerb, zwei deutsche Beiträge in den Nebenreihen und ein gebürtiger Hamburger in der Jury: Das 58. Festival de Cannes erweist dem oft geschmähten heimischen Kino seinen Respekt.

Wird den Wettbewerb kritisch beäugen: Fatih Akin (Foto: timebandits films) Großansicht

Wird den Wettbewerb kritisch beäugen: Fatih Akin (Foto: timebandits films)

Fatih Akin, der mit "Gegen die Wand" auf der Berlinale 2004 zum umjubelten Jungstar aufstieg, darf seinen Filmverstand ab 11. Mai in der Jury von Cannes unter Beweis stellen. Dabei ist der Regisseur in illustrer Gesellschaft, denn der Kreis der Juroren ist so hochkarätig wie selten:

Neben Akin und dem Vorsitzenden Emir Kusturica werden beispielsweise Action-Zauberer John Woo aus China und die amerikanische Literatur-Nobelpreisträgerin Toni Morrison ("Liebe", "Jazz") über die Vergabe der begehrten Goldenen Palme entscheiden. Dazu gesellen sich die mexikanische Schauspiel-Göttin Salma Hayek ("Frida") und der Spanier Javier Bardem, der sich als Titelheld des grandiosen Dramas "Das Meer in mir" im Februar über den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film freuen durfte.

Die Macht ist stark, an der Croisette

Komplettiert wird die Jury durch die französische Regisseurin Agnès Varda, die auch als Ko-Autorin von "Der letzte Tango in Paris" bekannt ist, ihren Landsmann und Kollegen Benoît Jacquot ("Sade") sowie die indische Darstellerin Nandita Das, die mit dem homoerotischen Emanzipationsdrama "Fire - Wenn Liebe Feuer fängt" in den deutschen Kinos war.

Kein Wunder also, dass Akin sich sehr freut, dass ihn der künstlerische Leiter des Festivals, Thierry Frèmaux, nominiert hat: "Für mich ist das eine große Ehre", sagte Akin. "Ich freue mich auf diesen intensiven Workshop!"

Wer bei den gestrengen Juroren das Rennen machen wird, ist indes völlig offen. Das Comic-Spektakel "Sin City" von Robert Rodriguez mit seiner Parade von US-Superstars hat wohl nur Außenseiterchancen. Cannes-Lieblinge wie Gus Van Sant ("Last Days"), Jim Jarmusch ("Broken Flowers") und Lars von Trier ("Manderlay") gehören auch dieses Jahr zum Favoritenkreis. Nicht zu vergessen Wim Wenders, der für seine erneute Zusammenarbeit mit Sam Shepard in "Don't Come Knocking" nach der Goldenen Palme für "Paris; Texas" wieder auf Palmzweige in Edelmetall hofft.

Klar ist nur, dass es den größten Rummel um einen Film geben wird, der an der Côte d'Azur außer Konkurrenz läuft: "Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith".

 

 

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