Natasha Richardson


  • Geburtstag
    11.05.1963
  • Geburtsort
    London, England
  • gestorben
    18.03.2009
 

Als Friseuse mit Herz, die ihrem Mann, dem Starfriseur Phil (Alan Rickman) vor Jahren wegen der Liebe zur Freundin Sandra (Rachel Griffiths) weggelaufen ist, gab Natasha Richardson in der Brit Comedy "Blow Dry - Über kurz oder lang" als mutige Selbstüberwinderin - von der Chemotherapie zur Perücke gezwungen - die die Familie während der britischen Haarkunst-Meisterschaften in einem Provinznest wieder zusammen führt, eine der besten Leistungen ihrer Filmkarriere.
Die 1963 geborene Tochter des Regisseurs Tony Richardson und der Schauspielerin Vanessa Redgrave, die wie ihre von der Statur etwas größere Schwester Joely, mit der sie häufig verwechselt wurde, der Mutter ähnelte, spielte häufiger auf Londoner und New Yorker Bühnen als im Film. Sie debütierte in Ken Russells "Gothic", der die Entstehung des "Frankenstein"-Romans schildert, als geistreiche Mary W. Shelley, der während einer Gartengesellschaft auf ihrem Anwesen die Idee zum Roman kommt. Richardson spielte in ihren Rollen mit dem Feuer und dem schlagfertigen Intellekt, die hinter dem zarten Aussehen verborgen sind, und offenbarte, wenn ihre Partner es am wenigsten erwarten, erotische Leidenschaft, Energie, List und auch Wut, die sie als Siegerin hervorgehen ließen.
So legte sie als Kriegerwitwe die Frauenclique um Joan Plowright in dem scharfzüngigen Komödien-Melodram "Die Witwen von Widows' Peak" nach Strich und Faden rein. Für den amerikanischen Regisseur Paul Schrader war sie die ehemalige, von Präsident Carter begnadigte Terroristin Patricia Campbell Hearst in "Patty Hearst - Schreie im Dunkeln" und die englische Schauspielerin Mary, die während ihres romantischen Urlaubs in Venedig zur Schachfigur eines psychosexuellen Spiels wird. In Volker Schlöndorffs "Die Geschichte der Dienerin" war sie die aus der Zukunftsdiktatur fliehende Dienerin, die Leihmutter für die Frau des Usurpators (Faye Dunaway) wurde, und in der skurrilen Komödie "Der Gefallen, die Uhr und der sehr große Fisch" war sie die kapriziöse Sybil, die Pornofilme synchronisiert und die Geliebte des Ex-Knackis und Pianisten (Jeff Goldblum), der sich für Jesus hält.
In "Nell" war sie an der Seite von Liam Neeson die Wissenschaftlerin, die das Wolfskind (Jodie Foster) erforscht, und in der Erich-Kästner-Verfilmung "Ein Zwilling kommt selten allein" als Mode-Designerin die Mutter eines der Mädchen, die sie wieder mit ihrem Ex-Mann (Dennis Quaid) zusammenbringt. In der Komödie "Chelsea Walls" musste sie als Frau eines Autohändlers eine Nebenbuhlerin (Charlize Theron) ertragen, wogegen sie in Wayne Wangs Filmkomödie "Manhattan Love Story" die Seiten wechselte und als reiche Caroline Lane ein neugieriges Dienstmädchen (Jennifer Lopez) beschäftigt. Der Schotte David Mackenzie engagierte sie 2005 in der Titelrolle seines Melodrams "Stellas Versuchung". Als Frau eines Psychiaters - beide leben in einer Dienstwohnung auf dem Gelände der Irrenanstalt - beginnt sie eine Affäre mit einem Patienten. Sie verlässt ihren Mann, gerät aber in einen unauflösbaren Konflikt. Richardson erhielt für die Rolle der Stella den "Evening Standard British Film Award" 2006. Als russische Exilantin und Tänzerin Sofia verliebte sie sich in den blinden Ex-Diplomaten Jackson (Ralph Fienes), der den titelgebenden Club "White Countess" betreibt. James Ivory hat die Romanze in Zusammenarbeit mit Drehbuchautor Kazuo Ishiguro inszeniert.
Natasha Richardson, die schon früh mit ihrer Mutter auf der Bühne stand ("Die Möwe") und für die Rolle der Sally Bowles in "Cabaret" (Regie: Sam Mendes, "American Beauty") den Tony Award gewann, war seit 1994 mit dem Schauspieler Liam Neeson ("Schindlers Liste") verheiratet. Am 18. März 2009 erlag Richardson ihren bei einem Skiunfall erlittenen Kopfverletzungen.

Natasha Richardson

  • Geburtstag
    11.05.1963
  • Geburtsort
    London, England
  • Geburtsland
    Großbritannien
  • Familie
    Vater: Tony Richardson (Regisseur)
    Mutter: Vanessa Redgrave (Schauspielerin)

    Schwester: Joely Richardson (Schauspielerin)

Natasha Richardson stirbt nach Skiunfall

Sie hatte noch nicht mal einen blauen Fleck gehabt.

Natasha Richardson ist unter tragischen Umständen verstorben (Foto: Columbi TriStar) Großansicht

Natasha Richardson ist unter tragischen Umständen verstorben (Foto: Columbi TriStar)

Die Schauspielerin Natasha Richardson hat die inneren Kopfverletzungen nach ihrem Skiunfall nicht überlebt. Nachdem der Hirntod festgestellt worden war, sind die lebenserhaltenden Geräte abgeschaltet worden. Ihre Angehörigen veröffentlichten folgende Erklärung:

"Liam Neeson, seine Söhne und die gesamte Familie sind nach dem tragischen Tod ihrer geliebten Natasha schockiert und am Boden zerstört. Sie sind zutiefst dankbar für die große Unterstützung und Anteilnahme, bitten aber in dieser sehr schwierigen Zeit, ihre Privatsphäre zu respektieren."

Inzwischen wurden weitere Details zum Sturz bekannt, bei dem die Hirnverletzung entstand: Richardson war im Skigebiet Mont Tremblant bei Quebec während eines Kurses am Fuße des Anfängerhügels zu Fall gekommen und einige Meter den Berg hinuntergeschlittert, ohne dabei mit Gegenständen oder anderen Personen zusammenzustoßen. Ihr Skilehrer half ihr auf, sie hatte keinerlei erkennbare äußere Verletzungen, blaue Flecken oder Abschürfungen. Richardson, die keinen Helm getragen hatte, ging ohne fremde Hilfe auf ihr Hotelzimmer, wo sie erst über eine Stunde später über Kopfschmerzen klagte. Danach verschlimmerte sich ihr Zustand sehr schnell. Sie wurde in die örtliche Laurentien-Klinik gebracht und kurz danach per Privatjet ins Lennox-Hill-Krankenhaus in New York transportiert, wo nun knapp zwei Tage nach dem Unfall offiziell ihr Tod festgestellt wurde.

Richardson und Neeson haben zwei Söhne im Alter von zwölf und dreizehn Jahren. Die Schauspielerin feierte im Kino große Erfolge mit Volker Schlöndorffs "Die Geschichte der Dienerin", "Nell" sowie "Manhattan Love Story" und war zudem ein preisgekrönter Theaterstar. Natasha Richardson wurde 45 Jahre alt.

 

Filmografie

Wild Child

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2008

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The White Countess

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2005

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Manhattan Love Story

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