Ozzy Osbourne


  • Bürgerlicher Name
    John Osbourne
  • Geburtstag
    03.12.1948
  • Geburtsort
    Aston, Birmingham

Ozzy Osbourne


  • Bürgerlicher Name
    John Osbourne
  • Geburtstag
    03.12.1948
  • Geburtsort
    Aston, Birmingham
 

Der "Prinz der Dunkelheit", Heavy-Metal-Ikone Ozzy Osbourne, kommt am 3. Dezember 1948 als John Osbourne in Aston in den englischen Midlands zu Welt. Bereits als Schüler erhält er seinen Spitznamen und träumt er von einer Karriere als Rockstar, um dem Arbeitermilieu entfliehen zu können. Nach der Schulzeit versucht er sich indes zunächst als Ganove, doch mit wenig Erfolg: Bei einem Einbruch hinterlässt er Fingerabdrücke und wird verhaftet. Auch die erste Zeit nach der Entlassung bringt Ozzy seinem Lebenstraum nicht näher. Er arbeitet in einer Automobilfabrik, dann in einem Schlachthof. 1967 packt den jungen Mann der Ehrgeiz, und er schließt sich der Band The Music Machine an, die er aber bald wieder verlässt, um gemeinsam mit dem Bassisten Terence "Geezer" Butler die Gruppe Rare Breed zu gründen. Als Butler Tony Iommi und den Schlagzeuger Bill Ward kennen lernt, stellt er bei einem Treffen auch Osbourne vor. Gegen die anfängliche Weigerung Iommis, der sich an den unbeliebten Mitschüler nur zu gut erinnert, gründet das Quartett mit dem zweiten Gitarristen Jim Phillips und dem Saxophonisten Alan Clarke die Polka Tulk Blues Band. Als Phillips und Clarke bald darauf aussteigen, nennt man die Gruppe zunächst in Earth, später nach einem Boris-Karloff-Film in Black Sabbath um. Unter diesem Namen schreiben die vier Musiker bis 1979 als Wegbereiter des modernen Heavy Metal ein Stück Musikgeschichte. Osbourne, der in jenem Jahr auf Grund von Alkohol- und Drogenexzessen aus der Band ausgeschlossen wird, startet wenig später eine Solokarriere. 1982 erscheint sein Debüt-Album "Blizzard Of Ozz", auf dem neben dem Altmeister der junge Gitarrist Randy Rhoads brilliert. Rhoads kommt kurz darauf bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Der von Psychosen geplagte Rockstar macht neben seinen Album-Veröffentlichungen eine Menge negative Schlagzeilen: So soll er bei einem Treffen mit seiner Plattenfirma einer Taube den Kopf abgebissen haben, angeblich als PR-Gag. Ein ähnliches Schicksal erleidet eine Fledermaus, die ein Fan bei einem Konzert auf die Bühne wirft. Osbourne wird daraufhin wegen des Verdachts auf Tollwut in eine Klinik eingewiesen. Die Achtziger und Neunziger verbringt der Bürgerschreck damit, weitere erfolgreiche Metal-Alben wie "Bark At The Moon" (1983) oder "Ozzmosis" (1995) auf den Markt zu bringen und sich mit seinen Suchtproblemen herumzuschlagen. Zu seinem größten kommerziellen Erfolgen wird in den Neunzigern die aus einer Idee seiner zweiten Ehefrau und Managerin Sharon heraus entstandene Metal-Großveranstaltung "Ozzfest", bei der sich die erste Garde des harten Genres die Klinke in die Hand gibt. Ozzy duettiert mit allerlei Kollegen von Madonna über Lita Ford bis hin zu Miss Piggy und entwickelt sich mehr und mehr zum Family-Entertainer, was er mit der MTV-Reality-Show "The Osbournes" von 2002 an schließlich vollends besiegelt. Während eines Krankenhausaufenthaltes nach einem Verkehrsunfall kann sich der "Prince of Darkness" im Jahr 2003 über seinen ersten Nummer-eins-Hit freuen, 33 Jahre, nachdem "Paranoid" auf Platz vier chartete: Der Black-Sabbath-Song "Changes", gesungen im Duett mit Tochter Kelly, klettert an die Spitze der britischen Hitlisten. Seit der Jahrtausendwende kommt es auch wieder zu gelegentlichen Tourneen mit den alten Weggefährten von Black Sabbath. Im Mai 2005 wird bei Osbourne Parkinson diagnostiziert.

Ozzy Osbourne

  • Bürgerlicher Name
    John Osbourne
  • Geburtstag
    03.12.1948
  • Geburtsort
    Aston, Birmingham
  • Geburtsland
    Großbritannien
  • Links
    http://www.ozzynet.com

Familiendramen an der Croisette

Das Festival de Cannes kann sich als wichtigstes Filmfestival der Welt regelmäßig mit starken Filmen schmücken. Der Jahrgang 2011 war sogar einer der stärksten der letzten Jahre.

Energischer Vater, einfühlsame Mutter: Der Cannes-Sieger "Tree of Life" fasst in poetische Bilder, wie die Familie als Seinswurzel eine Existenz prägt - und was Existenz über den Menschen hinaus bedeuten kann... (Foto: Concorde) Großansicht

Energischer Vater, einfühlsame Mutter: Der Cannes-Sieger "Tree of Life" fasst in poetische Bilder, wie die Familie als Seinswurzel eine Existenz prägt - und was Existenz über den Menschen hinaus bedeuten kann... (Foto: Concorde)

Schon der Auftaktfilm, Woody Allens "Midnight in Paris", in dem Owen Wilson eine Zeitreise in die Goldenen Zwanziger Jahre antritt, wurde frenetisch gefeiert. Da machte es auch nichts aus, dass Frankreichs First Lady Carla Bruni-Sarkozy den roten Teppich schwänzte - aller Wahrscheinlichkeit nach, um Fragen nach ihrer Schwangerschaft aus dem Weg zu gehen, die zu dem Zeitpunkt der Festivaleröffnung noch nicht offiziell bestätigt war.

Starpower war ohnehin genug geboten - und das nicht nur mit den "Fluch der Karibik 4"-Stars Johnny Depp und Penélope Cruz (» DIE SCHÖNSTEN BILDER VOM ROTEN TEPPICH). Brad Pitt in Begleitung von Angelina Jolie bezauberte die Fans bei der "The Tree of Life"-Premiere. Mel Gibson und Jodie Foster standen im Blitzlichtgewitter bei der "Der Biber". Antonio Banderas, Ryan Gosling, Kirsten Dunst und Charlotte Gainsbourg - die Liste der Top-Schauspieler, die sich an der Croisette die Ehre gaben, ist lang.

Das Schöne dabei: Fast alle waren angereist, um die Werbetrommel für künstlerisch herausragende Filme zu rühren. Sean Penn etwa gab in "This Must Be the Place" des italienischen Regisseurs Paolo Sorrentino eine Glanzvorstellung als alternder Popstar - stark überschminkt irgendwo zwischen The Cure-Sänger Robert Smith und Ozzy Osbourne -, der sich auf einen Road-Trip durch die USA begibt. Denn der von seinen Tantiemen gut lebende Musiker Cheyenne hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensaufgabe seines jüngst verstorbenen Vaters zu vollenden, und dessen ehemaligen Nazi-Peiniger zu stellen.

In den ersten Minuten muss man sich an die groteske Aufmachung und das schläfrige Tempo von Sean Penns Figur gewöhnen, doch der Film entwickelt sich schnell zu einem herzerwärmenden Feel-Good-Film mit großer Lebensweisheit. Am Ende seiner Mission kehrt der Cheyenne mit sich im Reinen zu seiner Frau (Frances McDormand aus "Fargo") in Dublin zurück.

Generell standen häufig Vater-und-Sohn- oder zumindest Familiengeschichten im Vordergrund der Wettbewerbsfilme. So auch in "The Tree of Life" von Ausnahmeregisseur Terrence Malick, der ohne Übertreibung als Meisterwerk bezeichnet werden kann und darum völlig zu Recht die Goldene Palme erhielt.

Bildgewaltig wird hier das Heranwachsen eines Jungen erzählt - und gleichzeitig auf spirituelle Weise das Leben und die Schöpfungsgesichte des Menschen selbst abgehandelt. In knapp zweieinhalb Stunden gibt es wenige Dialoge, stattdessen wispernde Sätze aus dem Off - traumartig erlebt man die Erinnerungen an eine Jugend in den Fünfziger-Jahren aus der Perspektive eines Jungens, der seinen Lebensweg zwischen dem strengen Vater (Brad Pitt) und der ausgleichenden warmherzigen Mutter (Jessica Chastain) sucht.

Auch bei "Le Havre", dem charmanten neuen Film des finnischen Filmemachers Aki Kaurismäki, entsteht eine Vater-Sohn-Beziehung zwischen dem gutmütigen Schuhputzer Marcel (André Wilms) und einem jungen afrikanischen Flüchtling. Marcel liest Idrissa eines Morgens am Hafen auf und versteckt ihn vor der Polizei. Mit nachbarschaftlichem Zusammenhalt gelingt es am Ende sogar den strengen Kommissar auf Marcels Seite zu ziehen und Idrissa bei seiner Weiterreise nach London zu helfen - wo dessen Mutter bereits wartet.

Bei Pedro Almodóvars "Die Haut in der ich wohne" nimmt das Thema Familie abgründige Züge an: Ein Schönheitschirurg erschafft sich das Ebenbild seiner verstorbenen Frau (die bildhübsche Elena Anaya). Antonio Banderas mimt den "Mad Scientist", der im Keller seiner Villa Dr. Frankenstein spielt.

Ästhetisch auf Alfred Hitchcocks Spuren zeigt sich der spanische Regisseur in Bestform. Zu viel soll von der raffiniert gesponnenen Geschichte nicht verraten werden, doch der extrem spannende Film ist reich an inzestuösen und ödipalen Anspielungen und der von Almodóvar gewohnten Fragen um weibliche und männliche Identität.

Dass Familie Ballast und Halt zugleich bedeuten kann, zeigt auch Lars von Trier in seinem neuen Film "Melancholia". Erzählt wird die Geschichte zweier Schwestern vor dem Hintergrund des Weltuntergangs. Justine (Kirsten Dunst, die für ihre Performance als bester Darstellerin prämiert wurde) feiert ihre Hochzeit auf dem Landsitz ihrer Schwester Claire (Charlotte Gainsbourg) und ihres Schwagers (genial besetzt: "24"-Star Kiefer Sutherland).

Doch Justine kann den "schönsten Tag in ihrem Leben" nicht recht genießen, leidet sie doch unter schweren Depressionen. Nicht von ungefähr befindet sich der titelgebende Planet Melancholia (zu deutsch: Schwermut) im Anflug auf die Erde. Es heißt, er gleite knapp an der Erde vorbei, doch weit gefehlt - immer bedrohlicher nähert er sich. Schließlich ist Claire die einzige, die ruhigen Mutes dem Ende der Welt entgegensieht.

"Melancholia" war mit eindrücklichen Bildern und herausragenden Darstellern einer der besten Filme des Festivals - umso bedauerlicher, dass nicht der Film, sondern die sarkastisch gemeinten, aber gründlich in die Hose gegangenen Äußerungen des Regisseurs ("I'm a Nazi") zum Tagesgespräch wurden und schließlich zu Lars von Triers Ausschluss vom Festival als "Persona Non Grata" führten. Der dänische Filmemacher gehört seit zwei Jahrzehnten zur Festivalfamilie - aber auch in einer Filmfamilie gibt es eben Enfants Terribles.

Man kann nur hoffen, dass sich die Familie am Ende wieder versöhnt und man auch in Zukunft nicht auf Lars von Trier in Cannes verzichten muss.

 

Filmografie

Gnomeo und Julia

Trickfilm / Komödie - Eine nur scheinbar idyllische Vorgartenzwergidylle: Denn die Knirpse von Graf Zinnoberrot auf der einen und die kleinen... Zum Video

2011

Lemmy

Dokumentarfilm / Musik - Die Idee, eine Dokumentation über Ian "Lemmy" Kilmister zu drehen, lag auf der Hand. Denn der Motörhead-Chef entwickelte... Zum Video

2010

Robbie - Das Rentier

Kinderfilm / Zeichentrick - Robbie das Rentier leidet unter der Berühmtheit seines Vaters Rudolph. Die Eltern wollen, dass etwas ganz Besonderes aus... Zum Video

1999
-
2007
 
Hoch
Runter
 

facebook

 
Hoch Runter
 

Kostenloser Newsletter