Penélope Cruz


  • Bürgerlicher Name
    Penélope Cruz Sánchez
  • Geburtstag
    28.04.1974
  • Geburtsort
    Madrid

Penélope Cruz


  • Bürgerlicher Name
    Penélope Cruz Sánchez
  • Geburtstag
    28.04.1974
  • Geburtsort
    Madrid
 

Innerhalb weniger Jahre ist die rassige und temperamentvolle Brünette Penélope Cruz von einer sexy Nebendarstellerin zu einem international gefragten Star gewachsen, der die Tradition der stolzen Schönheit erfolgreich kultiviert.
In Madrid 1974 geboren, debütierte sie 1991 im Film und hatte gleich mit ihrer zweiten Rolle in Bigas Lunas "Jamon, Jamon", wo sie ein einfaches Bauernmädchen in der Sierra spielte, an der Seite von Javier Bardem Erfolg. Sie drehte unter bekannten spanischen Regisseuren wie Fernando Trueba, Bigas Luna und Pedro Almodóvar, in dessen "Live Flesh" sie zu Beginn die Mutter des Helden ist, der im Bus zur Welt kommt.
In "Alles über meine Mutter" (ebenfalls von Almodóvar) gehörte sie zu dem Freundinnenkreis um Cecilia Roth und spielte eine Nonne, die schwanger wird und sich mit HIV infiziert. Cruz gehörte zu den vier Töchtern eines Künstlers, die in der Komödie "Belle Epoque" einen jungen Mann einen Sommer lang betören, und als Schauspielerin, die in Deutschland während der Nazi-Zeit dreht, soll sie in "La niña de tus ojos" dem Propagandaminister Joseph Goebbels zu Diensten sein, was sie clever verhindert. Für diese Rolle erhielt sie den spanischen "Goya"-Preis als beste Hauptdarstellerin.
International war Cruz in Stephen Frears' Spätwestern "The Hi-Lo Country" zu sehen, wo sie sich in einen Cowboy verliebt, dessen Herz einer anderen gehört. Im Jahr 2000 drehte sie mit Regisseurin Fina Torre "Woman on Top", eine Huldigung an Cruz, die eine begnadete Köchin mit erotischer Ausstrahlung spielt, der alle Männer verfallen, ob in Brasilien oder in den USA. 2001 brachte sie Johnny Depp in "Blow" und Nicolas Cage in "Corellis Mandoline" gleichermaßen um den Verstand, bevor Tom Cuise ihrem Charme nicht nur in Cameron Crowes "Vanilla Sky", sondern auch im wahren Leben erlag. In "Vanilla Sky", dem Remake von Alejandro Amenábars "Abre Los Ojos", übernahm Cruz die gleiche Rolle, die sie bereits im spanischen Original gespielt hatte.
Einen Ausflug zum Mantel-und-Degen-Film bildete Gerard Krawczyks Remake von "Fanfan la Tulipe", das 2003 die Filmfestspiele in Cannes eröffnen durfte. Sie drehte weiter in Europa für den Briten John Duigan an der Seite von Charlize Theron in "Head in the Clouds" und in der italienisch-spanischen Produktion "Non ti muovere". Für einen Abenteuerfilm verschlägt es sie mit Matthew McConaughey in die "Sahara" und im von Luc Besson produzierten "Bandidas" gab sie eine Westernheldin.
Mit Pedro Almodóvars Komödie "Volver", in der sie mit dem Geist ihrer verstorbenen Mutter konfrontiert wird, begann 2006 eine weitere Erfolgswelle. Ausgezeichnet mit dem Goya, dem Europäischen Filmpreis und- zusammen mit ihren Set-Kolleginnen - als beste Darstellerin in Cannes gewann sie an Selbstbewusstsein, was sich in den nachfolgenden Filmen spürbar auswirkte. Für Almodóvar bewies sie dies zuletzt im Vierecksdrama "Zerrissene Umarmungen".
Ihren bislang größten Triumph feierte die 34-jährige 2009, als sie für die Rolle der verrückten Maria Elena in Woody Allens Komödie "Vicky Cristina Barcelona" als erste Spanierin den Oscar für die beste Nebendarstellerin mit nach Hause nehme durfte. Erneut in dieser Kategorie nominiert ist sie 2010 für ihre Rolle als Geliebte des krisengeschüttelten Filmregisseurs Daniel Day-Lewis in Rob Marshalls turbulentem Filmmusical "Nine".
Ihre größte Rolle ist nun zweifelsfrei die in "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten" als Jugendliebe von Jack Sparrow, mit dem sie zur Suche nach dem Quell der ewigen Jugend aufbricht.
Cruz hat für ein Magazin den Dalai Lama interviewt und eigene Fotos aus Tibet in einer Galerie in Barcelona ausgestellt. Soziales Engagement bewies sie, als sie einige Zeit mit Mutter Teresa in Indien mit Kindern arbeitete, denen sie ihr Honorar für "The Hi-Lo Country" zur Verfügung stellte. Nach Liaisons mit Tom Cruise und Matthew McConaughey ist Cruz seit 2007 mit Javier Bardem liiert.

Penélope Cruz

  • Bürgerlicher Name
    Penélope Cruz Sánchez
  • Geburtstag
    28.04.1974
  • Geburtsort
    Madrid
  • Geburtsland
    Spanien
  • Familie
    Mutter: Encarna (Frisörin)
    Vater: Eduardo (Einzelhändler)
    Schwester: Monica Cruz (Schauspielerin)
    Bruder: Eduardo jr.

    Lebenspartner:
    Tom Cruise (Schauspieler, 2001 - Januar 2004)
    Matthew McConaughey (Schauspieler, 2004 - Juni 2006)
    Javier Bardem
  • Autogrammadresse
    c/o William Morris Agency
    151 El Camino Drive
    Beverly Hills, CA 90212
    USA
  • Links
    http://penelope.fan-sites.org/ (Fan-Seite)

Familiendramen an der Croisette

Das Festival de Cannes kann sich als wichtigstes Filmfestival der Welt regelmäßig mit starken Filmen schmücken. Der Jahrgang 2011 war sogar einer der stärksten der letzten Jahre.

Energischer Vater, einfühlsame Mutter: Der Cannes-Sieger "Tree of Life" fasst in poetische Bilder, wie die Familie als Seinswurzel eine Existenz prägt - und was Existenz über den Menschen hinaus bedeuten kann... (Foto: Concorde) Großansicht

Energischer Vater, einfühlsame Mutter: Der Cannes-Sieger "Tree of Life" fasst in poetische Bilder, wie die Familie als Seinswurzel eine Existenz prägt - und was Existenz über den Menschen hinaus bedeuten kann... (Foto: Concorde)

Schon der Auftaktfilm, Woody Allens "Midnight in Paris", in dem Owen Wilson eine Zeitreise in die Goldenen Zwanziger Jahre antritt, wurde frenetisch gefeiert. Da machte es auch nichts aus, dass Frankreichs First Lady Carla Bruni-Sarkozy den roten Teppich schwänzte - aller Wahrscheinlichkeit nach, um Fragen nach ihrer Schwangerschaft aus dem Weg zu gehen, die zu dem Zeitpunkt der Festivaleröffnung noch nicht offiziell bestätigt war.

Starpower war ohnehin genug geboten - und das nicht nur mit den "Fluch der Karibik 4"-Stars Johnny Depp und Penélope Cruz (» DIE SCHÖNSTEN BILDER VOM ROTEN TEPPICH). Brad Pitt in Begleitung von Angelina Jolie bezauberte die Fans bei der "The Tree of Life"-Premiere. Mel Gibson und Jodie Foster standen im Blitzlichtgewitter bei der "Der Biber". Antonio Banderas, Ryan Gosling, Kirsten Dunst und Charlotte Gainsbourg - die Liste der Top-Schauspieler, die sich an der Croisette die Ehre gaben, ist lang.

Das Schöne dabei: Fast alle waren angereist, um die Werbetrommel für künstlerisch herausragende Filme zu rühren. Sean Penn etwa gab in "This Must Be the Place" des italienischen Regisseurs Paolo Sorrentino eine Glanzvorstellung als alternder Popstar - stark überschminkt irgendwo zwischen The Cure-Sänger Robert Smith und Ozzy Osbourne -, der sich auf einen Road-Trip durch die USA begibt. Denn der von seinen Tantiemen gut lebende Musiker Cheyenne hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensaufgabe seines jüngst verstorbenen Vaters zu vollenden, und dessen ehemaligen Nazi-Peiniger zu stellen.

In den ersten Minuten muss man sich an die groteske Aufmachung und das schläfrige Tempo von Sean Penns Figur gewöhnen, doch der Film entwickelt sich schnell zu einem herzerwärmenden Feel-Good-Film mit großer Lebensweisheit. Am Ende seiner Mission kehrt der Cheyenne mit sich im Reinen zu seiner Frau (Frances McDormand aus "Fargo") in Dublin zurück.

Generell standen häufig Vater-und-Sohn- oder zumindest Familiengeschichten im Vordergrund der Wettbewerbsfilme. So auch in "The Tree of Life" von Ausnahmeregisseur Terrence Malick, der ohne Übertreibung als Meisterwerk bezeichnet werden kann und darum völlig zu Recht die Goldene Palme erhielt.

Bildgewaltig wird hier das Heranwachsen eines Jungen erzählt - und gleichzeitig auf spirituelle Weise das Leben und die Schöpfungsgesichte des Menschen selbst abgehandelt. In knapp zweieinhalb Stunden gibt es wenige Dialoge, stattdessen wispernde Sätze aus dem Off - traumartig erlebt man die Erinnerungen an eine Jugend in den Fünfziger-Jahren aus der Perspektive eines Jungens, der seinen Lebensweg zwischen dem strengen Vater (Brad Pitt) und der ausgleichenden warmherzigen Mutter (Jessica Chastain) sucht.

Auch bei "Le Havre", dem charmanten neuen Film des finnischen Filmemachers Aki Kaurismäki, entsteht eine Vater-Sohn-Beziehung zwischen dem gutmütigen Schuhputzer Marcel (André Wilms) und einem jungen afrikanischen Flüchtling. Marcel liest Idrissa eines Morgens am Hafen auf und versteckt ihn vor der Polizei. Mit nachbarschaftlichem Zusammenhalt gelingt es am Ende sogar den strengen Kommissar auf Marcels Seite zu ziehen und Idrissa bei seiner Weiterreise nach London zu helfen - wo dessen Mutter bereits wartet.

Bei Pedro Almodóvars "Die Haut in der ich wohne" nimmt das Thema Familie abgründige Züge an: Ein Schönheitschirurg erschafft sich das Ebenbild seiner verstorbenen Frau (die bildhübsche Elena Anaya). Antonio Banderas mimt den "Mad Scientist", der im Keller seiner Villa Dr. Frankenstein spielt.

Ästhetisch auf Alfred Hitchcocks Spuren zeigt sich der spanische Regisseur in Bestform. Zu viel soll von der raffiniert gesponnenen Geschichte nicht verraten werden, doch der extrem spannende Film ist reich an inzestuösen und ödipalen Anspielungen und der von Almodóvar gewohnten Fragen um weibliche und männliche Identität.

Dass Familie Ballast und Halt zugleich bedeuten kann, zeigt auch Lars von Trier in seinem neuen Film "Melancholia". Erzählt wird die Geschichte zweier Schwestern vor dem Hintergrund des Weltuntergangs. Justine (Kirsten Dunst, die für ihre Performance als bester Darstellerin prämiert wurde) feiert ihre Hochzeit auf dem Landsitz ihrer Schwester Claire (Charlotte Gainsbourg) und ihres Schwagers (genial besetzt: "24"-Star Kiefer Sutherland).

Doch Justine kann den "schönsten Tag in ihrem Leben" nicht recht genießen, leidet sie doch unter schweren Depressionen. Nicht von ungefähr befindet sich der titelgebende Planet Melancholia (zu deutsch: Schwermut) im Anflug auf die Erde. Es heißt, er gleite knapp an der Erde vorbei, doch weit gefehlt - immer bedrohlicher nähert er sich. Schließlich ist Claire die einzige, die ruhigen Mutes dem Ende der Welt entgegensieht.

"Melancholia" war mit eindrücklichen Bildern und herausragenden Darstellern einer der besten Filme des Festivals - umso bedauerlicher, dass nicht der Film, sondern die sarkastisch gemeinten, aber gründlich in die Hose gegangenen Äußerungen des Regisseurs ("I'm a Nazi") zum Tagesgespräch wurden und schließlich zu Lars von Triers Ausschluss vom Festival als "Persona Non Grata" führten. Der dänische Filmemacher gehört seit zwei Jahrzehnten zur Festivalfamilie - aber auch in einer Filmfamilie gibt es eben Enfants Terribles.

Man kann nur hoffen, dass sich die Familie am Ende wieder versöhnt und man auch in Zukunft nicht auf Lars von Trier in Cannes verzichten muss.

2009
62. British Academy Awards
Beste Nebendarstellerin - Vicky Cristina Barcelona
2009
23. Goya
Beste Nebendarstellerin - Vicky Cristina Barcelona
2008
81. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Beste Nebendarstellerin - Vicky Cristina Barcelona
2007
21. Goya
Beste Hauptdarstellerin - Volver - Zurückkehren
2006
19. Europäischer Filmpreis
Europäische Schauspielerin 2006 - Volver - Zurückkehren
2006
59. Internationale Filmfestspiele in Cannes
Beste Darstellerin - Volver - Zurückkehren
2004
17. Europäischer Filmpreis
Beste Darstellerin (Publikumspreis) - Non ti muovere
 

Filmografie

2003
-
2011

Pirates of the Caribbean - Fremde ...

Abenteuer / Fantasy - Der mal wieder schiffslose Captain Jack Sparrow stößt in London auf eine ehemalige Flamme, der er einmal das Herz... Zum Video

2011

Die Woody Allen Edition

Drama / Komödie - "Scoop - Der Knüller": Eine Journalismusstudentin wird von einem frisch verstorbenen Reporter mit Informationen über einen... Zum Video

2006
-
2010

Zerrissene Umarmungen

Drama - Harry Caine ist ein erblindeter Drehbuchautor, der zuvor unter seinem echten Namen Mateo Blanco Filme gedreht hat. Nach dem Tod... Zum Video

2009

Werbung

 
Hoch
Runter
 

facebook

 
Hoch Runter
 

Kostenloser Newsletter