Peter Jackson


  • Geburtstag
    31.10.1961
  • Geburtsort
    Pukerua Bay, North Island
 

An Halloween 1961 geboren, war der Neuseeländer Peter Jackson für eine Karriere im Bereich des phantastischen Films prädestiniert. Als er 1992 auf dem Festival des Phantastischen Films drei Hauptpreise für "Braindead" gewann und der Splatterfilm mit der von Ratten gebissenen Zombiefamilie, die Gäste in untote Mordgesellen verwandelt, und dem berühmten Showdown mit der Motorsäge als "Bester Horrorfilm seit Erfindung des Genres" hochgelobt wurde, gilt Jackson als Kultfigur auf diesem Gebiet.
Bereits mit acht Jahren experimentierte er mit der elterlichen Super-8-Kamera, stellte in den folgenden Jahren Monsterpuppen her und bastelte Raumschiffe, um seinem Vorbild, dem Trickkünstler Ray Harryhausen, nachzueifern. Mit 17 verließ er die Schule, fand keinen Job in der Filmindustrie, arbeitete in einer Fotosatzwerkstatt und schuf in jahrelanger Kleinarbeit in Super 8 und auf Cinemascope den Vampirfilm "Curse of the Grave Walkers", der sich - als er nach dem Tod des Vaters an eine 16-mm-Kamera gelangte - zu einer Science-Fiction-Story mit dem Arbeitstitel "Gilles' Big Day" ausweitete. Den letzten Schliff erhielt der Film mit Schweineleber, Nieren, Lammhirn und Ahornsirup für die Spezialeffekte; eine Förderung der New Zealand Film Commission ermöglichte die Fertigstellung, und 1988 präsentierte Jackson seinen Debütfilm als "Bad Taste" (US-Titel: "Dead Alive") in Cannes.
"Bad Taste" fand auf der Stelle reißenden Absatz: Außerirdische suchen die Erde heim, um ihren Planeten mit Frischfleisch zu versorgen. Ihnen stellt sich eine Gruppe Jugendlicher entgegen, deren Anführer dem Gemetzel mit der Kettensäge ein Ende bereitet. Auf "Bad Taste" und "Braindead" folgte 1994 "Heavenly Creatures", die Aufarbeitung eines authentischen neuseeländischen Mordfalls um zwei Teenager, die sich 1950 in eine Fantasiewelt verspinnen und ihre Eltern töten. Der Film, in dem Kate Winslet ihr Debüt im Kino gab, wurde in Venedig mit dem "Silbernen Löwen" ausgezeichnet sowie für den Oscar nominiert. Mit "The Frighteners" kehrte Jackson 1996 zum Horrorfilm zurück und ließ Michael J. Fox als Fachmann für das Totenreich mit den untoten Geistern eines Massenmörders und seiner Geliebten in Kontakt treten.
Nach sechsjähriger Vorbereitung begann Jackson 1999 mit Verwirklichung eines Traums und der Realisierung des aufwändigsten Projekts der Filmgeschichte - der parallelen Verfilmung aller drei Bände von J.R.R. Tolkiens Klassiker "Der Herr der Ringe". Mit allein über 10 Millionen Besuchern in Deutschland und vier Academy Awards sicherte sich Jackson 2001 bereits mit dem ersten Teil "Die Gefährten" seinen Titel als einer der erfolgreichsten Regisseure der Filmgeschichte. Mit dem im Dezember 2002 gestarteten Teil 2 "Die zwei Türme" konnte Jackson an den Erfolg von "Die Gefährten" anknüpfen. Der abschließende Teil 3 "Die Rückkehr der Könige" lockte erneut über zehn Mio. Besucher in die deutschen Kinos. Mit "King Kong" ging er erneut einen Mythos an, dieses Mal einen bereits im Kino etablierten. Auch dieses Projekt nahm wieder gigantische Ausmaße an, was die Größe des Protagonisten, des Budgets und die Laufzeit betrifft.

Peter Jackson

  • Geburtstag
    31.10.1961
  • Geburtsort
    Pukerua Bay, North Island
  • Geburtsland
    Neuseeland
  • Familie
    Mutter: Joan Jackson
    Vater: Billy Jackson

    Ehefrau: Fran Walsh (Autorin und Produzentin, seit 1987)

    Sohn: Billy (geb. 1995)

    Tochter: Katie (geb. 1996)
  • Autogrammadresse
    c/o International Creative Management
    8942 Wilshire Blvd
    Beverly Hills, CA 90211
    USA

"Hobbit"-Pub von Hollywood verklagt

Pfeifenkraut, Gesang und jede Menge Bier - das ist ganz nach dem Geschmack eines Hobbits!

Dem traditionsreichen Pub "The Hobbit" in Southampton droht die Schließung (Foto: Stella Mary Roberts) Großansicht

Dem traditionsreichen Pub "The Hobbit" in Southampton droht die Schließung (Foto: Stella Mary Roberts)

Kein Wunder, dass Stella Mary Roberts ihr Pub "The Hobbit" getauft hat. Denn Bilbo, Frodo, Merry, Pippin & Co. hätte die typisch britische Amüsierstube, die für ihre feucht-fröhliche Stimmung berühmt ist, bestens gefallen. Seit 20 Jahren schenkt Roberts im südenglischen Southampton unter dem Namen der berühmten Auenland-Halblinge aus J.R.R. Tolkiens Romanen ihr Bier aus.

Doch damit ist wohl bald Schluss: Die Inhaber der Rechte an Tolkiens Werken haben die Pub-Besitzerin auf Schließung verklagt. Denn Stella Mary Roberts hat keine offizielle Erlaubnis, ihre Kneipe "The Hobbit" zu nennen.

Hinter der Klage steht die Firma des Hollywood-Produzenten Saul Zaentz, der Mega-Erfolge wie "Einer flog über das Kuckucksnest" und "Der englische Patient" ins Kino brachte. In den 70ern erwarb er vom Filmstudio United Artists die Tolkien-Rechte. Den "Herr der Ringe"-Zeichentrickfilm von Ralph Bakshi produzierte Zaentz noch selbst, bevor er für Peter Jacksons "Herr der Ringe"-Trilogie eine Verfilmungs-Lizenz erteilte.

Tolkien-Schauspieler: "Ich schäme mich!"

Nun erhebt sich in England ein Sturm der Entrüstung, weil sich ausgerechnet ein Magnat aus Hollywood in eine urenglische Institution einmischt, nämlich die des gemütlichen Pubs an der Ecke. Immerhin war Tolkien ja selbst Brite!

An vorderster Front kämpft dabei Autor und Schauspieler Stephen Fry. Er twittert: "Leute, rettet 'The Hobbit'! Manchmal schäme ich mich wirklich für das Business, in dem ich arbeite. Was für eine sinnlose Schikane, mit der man sich nur selbst schadet!"

Das ist insofern pikant, als Stephen Fry selbst in den "Hobbit"-Filmen mitspielt, die Peter Jackson gerade dreht - natürlich erneut unter Lizenz der US-Rechteinhaber. Fry wird in der Vorgeschichte zur "Herr der Ringe"-Trilogie als Bürgermeister von Esgaroth zu sehen sein - jene Stadt, in der Hobbit Bilbo samt seiner Zwergenschar landet, nachdem sie den Waldelben entkommen.

Pub-Inhaberin Roberts ist indessen für die prominente Unterstützung dankbar. Denn sie sieht sich als Förderin von Tolkiens Erbe: "Wir richten doch wirklich keinen Schaden an. Wir bringen die Bücher und Geschichten von J.R.R. Tolkien den Menschen nahe, die vielleicht noch nie von ihm gehört haben."

Allerdings sieht die Beklagte schwarz, dass dies auch so bleibt: "Wir haben nicht die finanziellen Möglichkeiten, gegen diese Klage zu kämpfen. Ich kann nicht gegen Hollywood kämpfen..."

Nun versucht Roberts, die Netzgemeinde hinter sich zu bringen: Sie hat eine Facebookgruppe "Save the Hobbit, Southampton" (www.facebook.com/SaveTheHobbitSouthampton) gegründet und eine Online-Petition gestartet, die unter www.ipetitions.com/petition/save-the-hobbit-pub-in-southampton zu erreichen ist.

UPDATE: Auch Gandalf-Darsteller Ian McKellen hat sich dem Protest angeschlossen und twittert: "Anwälte von Mordor, weicht zurück!"

2004
57. British Academy Awards
Beste Drehbuchadaption - Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs
2004
61 Golden Globe
Beste Regie - Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs
2003
76. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Beste Regie - Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs
2003
76. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Beste Drehbuchadaptation - Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs
2002
55. British Academy Awards
Beste Regie (David Lean Award) - Der Herr der Ringe - Die Gefährten
 

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