Robert Mitchum


  • Geburtstag
    06.08.1917
  • gestorben
    01.07.1997

Robert Mitchum


  • Geburtstag
    06.08.1917
 

Seine hünenhafte Erscheinung mit dem würdevollen, gemächlichen, beinahe erhabenen Gang steht in reizvollem Kontrast zu seinem stets schläfrig wirkenden Blick, der gleichzeitig träumerisch, nachdenklich und spöttisch sein kann. Sein lakonischer, ruhiger, lässiger, cooler Schauspielstil ist zeitlos. Um die Wanderjahre von Mitchum (1917-1997) als Seemann, Gelegenheitsarbeiter, Preisboxer und Hobo ranken sich Legenden. Ab 1942 im Filmgeschäft in Serien-Western und Kriegsfilmen, wurde Mitchum rasch populär und trat in Films noirs ("Goldenes Gift"), Western ("Nacht in der Prärie") oder Abenteuerfilmen ("Weiße Frau am Kongo") auf. Herausragend wurde sein mordlustiger Prediger in Charles Laughtons "Die Nacht des Jägers" (1955). Er war mehrfach Partner von Jane Russell ("Macao", "Ein Satansweib"). Mit Marilyn Monroe befährt er den "Fluss ohne Wiederkehr" (1954) und mit Deborah Kerr legt er sich in "Der Seemann und die Nonne" an. Mitchums Filmschaffen umfasst Gelegenheitsarbeiten, Ensemblefilme und zweitklassige Stoffe ebenso wie Western-Meisterwerke ("El Dorado") oder gehobene Melodramen ("Die Frau aus dem Nichts", "Ryans Tochter") sowie ab 1982 zahlreiche TV-Filme. Neben Humphrey Bogart gilt er als der beste Interpret von Chandlers Detektiv Philip Marlowe ("Fahr zur Hölle, Liebling"). 1950 wurde Mitchum wegen Rauschgiftbesitzes zu einer Haftstrafe verurteilt. Er hat sich nie einen seiner Filme angeschaut und an die Seitenränder von Drehbüchern "NAR" (No Acting Required) geschrieben. Wegen seines Hangs zum Alkohol wurde Mitchum wiederholt vom Drehort gefeuert. Seine beiden Filmfirmen haben je einen Film produziert.

Robert Mitchum

  • Geburtstag
    06.08.1917
  • Geburtsland
    USA

Hollywood im Drogenrausch

Wann immer es ein Künstler oder eine Künstlerin in Hollywood zu etwas bringt, stellen sich mit dem Ruhm auch die Schattenseiten des glamourösen Lebens ein. Von den Fans verehrt, aber privat von Zweifeln und Einsamkeit bedroht, geben sich viele Schauspieler den Drogen hin.

Den Drogen zugetan: Marilyn Monroe und Robert Mitchum (Foto: Virgin Vision/Kinowelt) Großansicht

Den Drogen zugetan: Marilyn Monroe und Robert Mitchum (Foto: Virgin Vision/Kinowelt)

So zum Beispiel Leinwandikone Marilyn Monroe: Sie wurde von allen in Hollywood geliebt, doch hauptsächlich wegen ihrer Kurven und blonden Haare - Marilyns Talent war offensichtlich weniger gefragt. Nach drei gescheiterten Ehen und diversen Affären starb Monroe 1962 einsam in ihrer Villa an einer Überdosis Schlaftabletten.

Wesentlich mehr Spaß am Leben schien Robert Mitchum zu haben. Der "Kap der Angst"-Darsteller und Westernheld war als draufgängerischer Partylöwe bekannt und konsumierte sowohl Kokain als auch Heroin und natürlich jede Menge Alkohol, was ihm allerdings nicht gut bekam.

Drew Barrymore rettete sich, für River Phoenix kam jede Hilfe zu spät (Foto: Kurt Krieger/Filmwelt-Prokino) Großansicht

Drew Barrymore rettete sich, für River Phoenix kam jede Hilfe zu spät (Foto: Kurt Krieger/Filmwelt-Prokino)

Erster Entzug mit 14

Und auch Jungschauspieler verfallen den Drogen, wie die Geschichte von Drew Barrymore beweist: Sie wurde als Siebenjährige mit ihrem Auftritt in "E.T." zum Star. Doch schon mit neun Jahren kam das Mädchen mit diversen Rauschsubstanzen in Berührung, die erste Entziehungskur folgte im Teenageralter. Heute ist Barrymore clean und glücklich.

Soweit hat es River Phoenix nicht geschafft. Der sensible Schauspieler galt als große Hoffnung der Traumfabrik, doch mit der Oberflächlichkeit in Hollywood kam er nicht zurecht. 1993 starb er mit nur 23 Jahren an einer Überdosis vor Johnny Depps Disco "Viper Room".

 

1992
49. Golden Globe
Cecil B. DeMille Award
 

Filmografie

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