Ronald Reagan


  • Geburtstag
    06.02.1911
  • Geburtsort
    Tampico, Illinois
  • gestorben
    05.06.2004
 

Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika in den Jahren 1980 bis 1988 prägte eine sozialpolitische Entwicklung hin ins Yuppie-Zeitalter und zur modernen Kommunikationsgesellschaft, die auch als "Reaganism" bezeichnet wurde. Vor seiner Amtszeit war Reagan Gouverneur von Kalifornien (1966-1974) und davor Filmschauspieler, der bei den Warner Brothers unter Vertrag stand und von 1937-1957 in Kriegsfilmen, Western, Abenteuerfilmen und seltener in Komödien auftrat. Einen bedeutenden Film hat er nie gedreht, dafür spielte er 1940 in einem Sportlerfilm einen Football-Spieler, dessen Spitzname "Gipper" auch Reagan lebenslang anhängen sollte. Seine erste Hauptrolle hatte er 1942, danach drehte er Ausbildungsfilme für die US Air Force. Im Western "Königin der Berge" war Barbara Stanwyck seine Partnerin. 1951 spielte er einen Professor, der Schimpansen züchtet. Ronald Reagan war in erster Ehe (1940-48) mit der Schauspielerin Jane Wyman verheiratet, die später Star einiger Melodramen von Douglas Sirk wurde. 1947 -bis 1952 war er Präsident der Screen Actor's Guild. Seine einzige wichtige Rolle ist der Schurke in Don Siegels "Tod eines Killers" (1964). Danach zog er sich vom Film zurück. Im Wahlkampf nutzte er geschickt sein Kino-Image von Ernsthaftigkeit und Ehrlichkeit. Reagan schrieb 1965 und 1981 Autobiografien. 1981 wurde auf ihn ein Attentat verübt.

Ronald Reagan

  • Geburtstag
    06.02.1911
  • Geburtsort
    Tampico, Illinois
  • Geburtsland
    USA

Oscars auch bei Krieg?

Die Academy of Motion Picture Arts & Sciences hat einen guten Draht ins Weiße Haus. Deswegen weiß man schon heute, dass ein Angriff auf den Irak möglicherweise kurz vor dem magischen 23. März stattfinden könnte.

Ob Krieg oder Frieden: Salma Hayek ist Oscar-Favoritin für ihre Rolle als "Frida" Kahlo

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Und diese Möglichkeit bringt die Hüter der Goldjungen in arge Bedrängnis: Sollte es die Nachrichtenlage erfordern, drohen Newsberichte rund um die Uhr auf allen Kanälen. Kaum einer würde da noch der Verleihung zusehen, so die Befürchtung.

Das würde die Academy richtig Geld kosten. Denn sämtliche TV-Werbeverträge wurden mit einer Garantie auf feste, sehr hohe Einschaltquoten geschlossen. Und auf dieser Garantie bestehen die Kunden, was bei einem Preis von 1,3 Mio. Dollar für einen 30 Sekunden langen Spot kein Wunder ist.

Überhaupt ist die alljährliche Verleihung der Oscars nicht nur der wichtigste Termin im Kalender aller, die irgendwie von und mit dem Filmgeschäft leben, sondern sie ist auch knallhartes Business: Etwa 30 Mio. Dollar verdient die Academy pro Zeremonie, etwa noch einmal so viel der Fernsehsender ABC, der die Exklusiv-Rechte an dem TV-Event besitzt, das traditionell nach dem Superbowl die zweithöchste Einschaltquote des Jahres bringt.

Darum hofft man in L.A., dass die Verleihung im Falle des Falles nicht mehr als 48 Stunden nach hinten verschoben werden muss. Denn sonst würden alle Stars, die sich das Zeitfenster rund um den Oscar-Termin extra freigehalten haben, vermutlich abreisen. Und bei den engen Terminkalendern der Studios, wären bei einem neuen Termin die meisten mit Dreharbeiten beschäftigt.

Berichten zufolge mehren sich nun die Stimmen, dass George W. Bush wenn, dann möglichst bald den Marschbefehl erteilen möge. Denn, wie ein US-Medienexperte leicht zynisch bemerkte:

"Ein Krieg, der gerade erst ausgebrochen ist, bekommt die volle Aufmerksamkeit der Medien. Ein Krieg der sich schon Wochen und Monate hinzieht, ist längst nicht mehr so interessant."

Insider sehen die Antwort in den Sternen: Im Golfkrieg gab George Bush sr. exakt am 16. Januar den Befehl zur Operation "Desert Storm" - der Neumond sollte den Angriff begünstigen.

Nächster Termin dazu wäre der 2. März - genug Zeit also, damit sich das Interesse an der Kriegsberichterstattung bis zum 23. März so weit reduziert, dass bei der Übertragung der Oscar-Verleihung nicht mehr mit großen Einbußen bei den Einschaltquoten gerechnet werden muss - so das Planspiel der Business-Strategen.

In der 73-jährigen Geschichte der Oscars wurde die Zeremonie übrigens nur drei mal verschoben: 1938 um eine Woche wegen einer Überschwemmung in L.A., dann 1968 um zwei Tage wegen der Ermordung von Martin Luther King und zuletzt 1981 um 24 Stunden wegen des Attentats auf Ronald Reagan.

» Zum Oscar-Special

» Stimmen zum Irak-Konflikt

 

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