Sir Ian McKellen


  • Geburtstag
    25.05.1939
  • Geburtsort
    Burnley, Lancashire

Sir Ian McKellen


  • Geburtstag
    25.05.1939
  • Geburtsort
    Burnley, Lancashire
 

Die Rolle als weiser alter Zauberer Gandolf der Graue, der in Peter Jacksons Verfilmung von J.R.R. Tolkiens "Herr der Ringe"-Trilogie den Ring der Macht entdeckt und sich auf der Suche der Bruderschaft der Hobbits um Frodo anschließt, ist einer der Höhepunkte in der Karriere des englischen Schauspielers Sir Ian McKellen, der als Magneto in der "X-Men"-Trilogie die dunkle Seite der mächtigen Mutanten verkörpert. Mit beiden Trilogien schrieb sich McKellen in die Filmgeschichte ein. McKellen bereicherte 2006 an der Seite von Tom Hanks als sphinxhafter Sir Leigh Teabing auf der Jagd nach dem Rätsel um Jesu Nachkommen den religiösen Thriller "The Da Vinci Code".
McKellen, der jahrelang der Royal Shakespeare Company angehörte und von Sir Laurence Olivier in dessen Truppe am Old Vic geholt wurde, hatte sich als Theaterschauspieler einen Namen gemacht, bevor er relativ spät mit 41 Jahren auf der großen Leinwand in einer Hauptrolle debütierte: als Schriftsteller D.H. Lawrence in "Priest of Love" (1980). Nachdem er in den 80ern in nur wenigen Kinofilmen zu sehen war, verfolgt McKellen erst seit 1993 eine regelmäßigere Filmkarriere. Der asketisch wirkende Mime mit den hohen Wangenknochen, buschigen Brauen und der leicht mongolisch wirkenden Augenpartie machte sich vor allem durch seine Verkörperungen von Bösewichten und Kriminellen einen Namen. So spielte er den König in Richard Loncraines "Richard III.", einer modernern Filmadaption von Shakespeares Königsdrama, die in einem von Bürgerkriegen zerrissenen fiktiven Land in den 30er/40er-Jahren angesiedelt ist. McKellen wurde für diese Rolle 1996 mit dem Europäischen Filmpreis als Bester Darsteller ausgezeichnet. Ebenso hinterhältig wie der bucklige Monarch und "große Diktator" ist die Figur des Magneto in der Comic-Verfilmung der "X-Men": Magneto ist der mächtigste Mutant auf Erden und hat den um Professor Xavier (Patrick Stewart) versammelten "guten" Mutanten, die den Menschen helfen, den Kampf angesagt. In dieser Rolle ist McKellen auch in den 2002 und 2006 produzierten Sequels zu sehen.
McKellen erhielt eine Oscar-Nominierung für seine Darstellung des Filmregisseurs James Whale (1896-1957), der die ersten "Frankenstein"-Filme sowie den ersten "Invisible Man"-Film inszenierte und sich nach Misserfolgen 1941 vom Film zurückzog. "Gods and Monsters" schildert die letzten Jahre Whales, der einerseits in Erinnerungen schwelgt, andererseits jedoch schwer traumatisiert ist und die Nähe seines jungen Gärtners (Brendan Fraser) sucht. In den Originalfassungen seiner Filme fällt McKellen durch ein sehr elegantes Englisch auf, das er während seiner Theaterzeit entwickelte. Damit gab er Filmen wie dem Holocaust-Homosexuellen-Drama "Bent", dem Melodram "Amy Foster - Im Meer der Gefühle", in dem er den harten und bornierten Vater von Rachel Weisz spielt, dem Drama "Apt Pupil - Der Musterschüler", wo er als Alt-Nazi glänzt, und dem Drama "Asylum", wo er Direktor einer psychiatrischen Anstalt ist, eine besondere Ausstrahlung. Die Einnahmen aus seinen Soloprogrammen mit Shakespeare-Texten, die ihn wie seine "Richard III."-Tour durch England, Europa und die USA führten, spendete McKellen an Wohltätigkeitsinstitutionen.
1991 wurde Ian McKellen von der Queen in den Ritterstand erhoben. 2006 erhielt er den "Ehren-Bären" der Berlinale.

Sir Ian McKellen

  • Geburtstag
    25.05.1939
  • Geburtsort
    Burnley, Lancashire
  • Geburtsland
    Großbritannien

Gandalf rettet Hobbit-Pub

Für eine Handvoll Dollar…

Wie die Hobbits liebt auch Gandalf ab und zu ein Pfeifchen in gemütlicher Atmosphäre - Ehrensache also, dass er ein Traditions-Pub vor Sauls Schergen rettete! (Foto: Warner) Großansicht

Wie die Hobbits liebt auch Gandalf ab und zu ein Pfeifchen in gemütlicher Atmosphäre - Ehrensache also, dass er ein Traditions-Pub vor Sauls Schergen rettete! (Foto: Warner)

Das war schon enorm kleingeistig von den Hollywood-Bossen: Seit 20 Jahren schenkte Wirtin und "Herr der Ringe"-Fan Stella Mary Roberts im südenglischen Southampton Bier an ihre Gäste aus - in einem Pub, das sie aus Verehrung für Mittelerde-Schöpfer J.R.R. Tolkien "The Hobbit" genannt hatte. Als das nun die US-amerikanischen Rechteinhaber an Tolkiens Werken mitbekamen, verklagten sie das Gasthaus prompt auf Schließung. Denn Roberts hatte keine Lizenz.

Dieses Verhalten der Filmbosse war zwei britischen Stars, die gerade für zwei Filme zur "Herr der Ringe"-Vorgeschichte "Der Hobbit" vor der Kamera stehen, derart peinlich, dass sie nun selbst in die Bresche sprangen: Ian McKellen alias Gandalf und Stephen Fry, der den Bürgermeister von Esgaroth spielt, haben sich bereit erklärt, die jährliche Gebühr von umgerechnet etwa 100 Dollar zu bezahlen, damit Stella Mary Roberts ihr Pub weiter "The Hobbit" nennen darf.

Stephen Fry kommentierte das über Twitter - mit ironischem Seitenhieb Richtung Hollywood: "Ian McKellen und ich sind sehr froh, dass das Hobbit-Pub nun wohl gerettet ist. Ich hoffe, wir haben geholfen, dass der gesunde Menschenverstand sich durchsetzt."

Geiz ist peinlich

Hinter der Klage stand die Saul Zaentz Company: Die Firma des Top-Produzenten Saentz ("Einer flog über das Kuckucksnest", "Der englische Patient") hatte in den 70ern eine Zeichentrickfassung von Der Herr der Ringe ins Kino gebracht und später die Filmlizenzen an Peter Jackson vergeben - auch für dessen aktuelle "Hobbit"-Adaptionen.

Obwohl geschäftliche Details natürlich nicht öffentlich sind, ist davon auszugehen, dass man dabei nicht schlecht verdient hat - immerhin spielte allein die "Herr der Ringe"-Trilogie weltweit knapp 3 Milliarden Dollar ein! Von den Hobbit-Filmen, deren erster Teil "Eine unerwartete Reise" am 13. Dezember ins Kino kommt, ist Ähnliches zu erwarten.

Warum man es da nötig hat, einer britischen Wirtin wegen 100 Dollar eine Meute Anwälte auf den Hals zu hetzen, bleibt das Geheimnis der Hollywood-Macher.

1996
9. Felix - Europäischer Filmpreis
Bester Darsteller - Richard III
 

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