Spencer Tracy


  • Geburtstag
    05.04.1900
  • gestorben
    10.06.1967

Spencer Tracy


  • Geburtstag
    05.04.1900
 

Von einigen Kollegen wurde der stets etwas mürrisch dreinblickende Spencer Tracy (1900-1967) als "Schauspieler aller Schauspieler" gewertet, was mit der Zurückhaltung und dem Understatement bzw. der Coolness zu tun haben mag, mit denen er seine Rolle gestaltete. Angefangen hatte Tracy als Gangster. Mitte der 1930er wandelten sich seine Rollen mit Fritz Langs "Fury", in dem er das Opfer eines Lynchmobs, das sich zum Gangster wandelt, spielte. Er war vor Tom Hanks der erste Schauspieler, der zwei "Ocars" in Folge erhielt: als Schiffer in "Manuel" und als Pater in "Teufelskerle", Filme, die eigentlich Edelschnulzen sind, aber durch ihn aufgewertet werden. Von weitaus größerem Reiz sind die neun Filme, die er mit seiner Geliebten Katharine Hepburn spielte ("Die Frau, von der man spricht", "Ehekrieg"). Tracy und Hepburn liefern sich dort brillante Wortgefechte, ihre Eleganz und Eloquenz sind ein wunderbarer Kontrast zu seiner rauen Hemdsärmeligkeit und mürrischen Macho-Attitüde. Über die beiden eigenwillig-gegensätzlichen Schauspieler-Geliebten hat der Drehbuchautor Garson Kanin, der sie gut kannte, 1970 das Buch "Tracy und Hepburn" geschrieben. Als Vater der bildschönen Elizabeth Taylor war er in "Vater der Braut" und "Ein Geschenk des Himmels" zu sehen, Filme, in deren Remakes Steve Martin seine Rolle spielte. Tracy, der als Alkoholiker berüchtigt war für seine Ausfälle am Drehort, fand ab Mitte der 1950er-Jahre einige dankbare Altersrollen, von denen "Stadt in Angst", inhaltlich ein Vorläufer von "Schnee, der auf Zedern fällt", und "Der alte Mann und das Meer" (nach Hemingways Kurzroman) sowie "Rat mal, wer zum Essen kommt", die bekanntesten sind.

Spencer Tracy

  • Geburtstag
    05.04.1900
  • Geburtsland
    USA

Kidman und Zeta-Jones verleihen Oscars

Bei der einen ist es selbstverständlich, bei der anderen nicht...

Gold und Küsschen von zwei Grazien: Nicole Kidman und Catherine Zeta-Jones (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Gold und Küsschen von zwei Grazien: Nicole Kidman und Catherine Zeta-Jones (Foto: Kurt Krieger)

Erstmals einen Monat früher als gewohnt, nämlich am 29. Februar, geht dieses Jahr das größte Spektakel der Traumfabrik über die Bühne: die Oscar-Verleihung. Doch im Gegensatz zum gewohnten März-Termin hat sich eine gute Tradition nicht geändert: Die Vorjahrespreisträger in den Kategorien Bester Hauptdarsteller und Beste Hauptdarstellerin verleihen den diesjährigen Oscar über Kreuz an Männlein und Weiblein.

Im Klartext heißt das: Nicole Kidman, die letztes Jahr für die Darstellung der Virginia Woolf in "The Hours" ihren ersten Oscar als beste Hauptdarstellerin erhielt, wird dieses Jahr den Goldjungen an den besten männlichen Darsteller überreichen. Das hat der Produzent der TV-Übertragungen Joe Roth nun bestätigt. Welche fünf Kollegen auf ein Küsschen von der Australierin hoffen dürfen, stellt sich dann am 29. Januar heraus: Dann gibt die Academy die Nominierungen für die 76. Oscar-Verleihung bekannt.

Schreibt Kidman Geschichte?

Für die Damen wäre demnach Adrien Brody zuständig. Er wurde 2002 für seine Darstellung des polnisch-jüdischen Musikers Wladyslaw Szpilman im Zweite-Weltkriegs-Drama "Der Pianist" ausgezeichnet. Die offizielle Bestätigung für Brodys Auftritt fehlt zwar noch, dürfte aber aufgrund der ehrenvollen Tradition reine Formsache sein.

Catherine Zeta-Jones hat letztes Jahr für "Chicago" zwar "nur" den Preis in der Kategorie Beste Nebendarstellerin eingeheimst, doch auch sie wird am 29.2. einen Oscar überreichen. Ob es der für den besten Nebendarsteller sein wird, ließ Joe Roth noch offen.

Nicole Kidman darf vielleicht sogar selbst auf eine erneute Nominierung hoffen. Für ihre Rolle im Bürgerkriegsdrama "Unterwegs nach Cold Mountain" wurde sie bereits für einen Golden Globe nominiert - gewöhnlich ein Fingerzeig für die Academy Awards.

Besonders groß ist die Wahrscheinlichkeit allerdings nicht, denn Kidman wäre erst die zweite Darstellerin, die in aufeinanderfolgenden Jahren einen Oscar für die beste Hauptrolle gewänne: Dieses Kunststück schaffte bisher nur Luise Rainer (1936 "The Great Ziegfeld", 1937 "Die Gute Erde"). Bei den Herren gelang das schon zwei Kollegen: Spencer Tracy (1937 "Manuel", 1938 "Teufelskerle") und Tom Hanks (1993 "Philadelphia", 1994 "Forrest Gump").

 

1969
22. British Academy Awards
Bester Hauptdarsteller - Rat mal, wer zum Essen kommt
1955
8. Internationale Filmfestspiele in Cannes
Bester Darsteller - Stadt in Angst
1954
11. Golden Globe
Bester Hauptdarsteller (Drama) - Theaterfieber
1938
11. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Bester Hauptdarsteller - Teufelskerle
1937
10. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Bester Hauptdarsteller - Manuel
 

Filmografie

Rat mal, wer zum Essen kommt?

Drama - Als Joey, die Tochter des älteren weißen Ehepaares Matt und Christina Drayton, ihren Freund, den schwarzen Arzt John, als ihren... Zum Video

1967

Eine total, total verrückte Welt

Komödie - Ein Gangster, der nach einem Autounfall auf einer Landstraße sein Leben aushaucht, murmelt mit seinen letzten Worten irgendetwas von... Zum Video

1963

Das Urteil von Nürnberg

Drama - Während der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse 1948: Vier ehemalige NS-Juristen sind angeklagt, das Recht in den Dienst der... Zum Video

1961

Der Teufel kommt um 4

Abenteuer / Drama - Drei Strafgefangene befinden sich auf dem Weg nach Tahiti, wo sie in einer Kinder-Lepra-Station ihren Dienst leisten... Zum Video

1961
 
Hoch

Die gebrochene Lanze

Der patriarchische Rinderbaron Matt Devereaux zieht seinen jüngsten Sohn Joe...


Runter
 

facebook

 
Hoch Runter
 

Kostenloser Newsletter