Spike Lee


  • Geburtstag
    20.03.1957
  • Geburtsort
    Atlanta
 

Der Sohn eines Jazzmusikers wird in den 80er-Jahren der wichtigste Regisseur des New Black Cinema, das er mit innovativen Regie-Ideen, kämpferischem Gestus und werbewirksamer Publicity fördert.
Geboren 1957 in Atlanta, studierte Lee (eig. Shelton Jackson Lee) in New York Film (unter anderem bei Martin Scorsese) und debütierte mit der Komödie "She's Gotta Have it", in der sich eine Schwarze nicht zwischen ihren drei Liebhabern entscheiden kann. Der überraschende kommerzielle Erfolg des Films ermöglichte Lee, der zwischen seinen Filmen Video-Clips, Werbefilme und Bücher zu seinen Filmen produziert, den unabhängig von den Studios produzierten Film "Do the Right Thing", der die Spannungen zwischen Schwarzen und Weißen in Brooklyn am Beispiel einer Pizzeria und ihrer Angestellten und Kunden zeigt.
Lee gründete, um die Kontrolle über seine Filme zu behalten, die Firma 40 Acres and a Mule, die alle weiteren Filme produzierte. "Jungle Fever" erzählt von der Beziehung eines schwarzen Architekten (Wesley Snipes) zu einer weißen Sekretärin (Annabella Sciorra), "Mo' Better Blues" die Geschichte eines Jazz-Trompeters, den Denzel Washington spielt, der im Folgefilm auch "Malcolm X", den schwarzen Bürgerrechtler und Führer der Black Muslim, und in "Spike Lee's Spiel des Lebens" den inhaftierten Vater eines Baseball-Talents verkörperte. "Malcolm X", eine aufwendige Produktion, die nur einen Achtungserfolg erzielte, führte zu kleineren Filmen wie "Clockers", "Crooklyn", der Telefon-Sex-Komödie "Girl 6" und "Auf engstem Raum", der auf der Berlinale einen Sonderpreis erhielt. Washington spielte auch eine der Hauptrollen in Lees bis dato kommerziell erfolgreichstem Film, dem clever konstruierten Thriller "Inside Man" um einen ausgeklügelten Banküberfall.
Lee realisierte neben Musikvideos auch den Wahlkampfspot für den schwarzen Präsidentschaftskandidaten Jesse Jackson und führte bei diversen Dokumentarfilmen Regie.

Spike Lee

  • Geburtstag
    20.03.1957
  • Geburtsort
    Atlanta
  • Geburtsland
    USA

Brad Pitt fordert Todesstrafe für Ölpest-Verursacher

Tote Tiere überall, ein auf Jahrzehnte verseuchtes Ökosystem und unabschätzbare Langzeitfolgen.

Leidenschaftlich engagiert und darin bisweilen grenzwertig: Brad Pitt und Angelina Jolie (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Leidenschaftlich engagiert und darin bisweilen grenzwertig: Brad Pitt und Angelina Jolie (Foto: Kurt Krieger)

Das Bild, das sich am Golf von Mexiko offenbart, ist zweifelsohne ein grausiges. Besonders einem Superstar gehen die Folgen der Ölkatastrophe nach der Explosion der Bohrplattform Depp Water Horizon nahe: Brad Pitt.

Der Schauspieler engagiert sich schon seit den Verwüstungen durch den Hurricane Katrina vor fünf Jahren besonders für die Gegend um New Orleans, die nun durch Millionen Liter ausgelaufenes Öl erneut schwer geschädigt wurde. Brad Pitt ließ nach Katrina 150 Häuser für Menschen bauen, die durch den Hurrikan obdachlos geworden waren. Außerdem tritt der Star in einer Doku von Regisseur Spike Lee auf, die das Hurrikan-Desaster mit der amerikanischen Umweltpolitik in Verbindung bringt.

Am Ende dieser Doku, die in den letzten Filmminuten auch auf die Ölpest eingeht, hat sich Brad Pitt zu einer umstrittenen Aussage hinreißen lassen: "Ich war noch nie für die Todesstrafe - aber jetzt muss ich noch einmal darüber nachdenken!"

Brangelina: Jeder Film ein politisches Pulverfass

Nun schlagen die Wellen des Protestes gegen diese Äußerung von Brad Pitt natürlich hoch. Dabei wollte Regisseur Spike Lee seine Katrina-Doku eigentlich versöhnlich enden lassen: mit dem Sieg des Football-Teams New Orleans Saints beim Superbowl, dem größten US-Sportereignis. Doch Lee entschloss sich kurzfristig, die neue Umwelt-Tragödie doch nicht außen vor zu lassen und nahm auch noch die 3-monatige Ölkatastrophe mit auf - inklusive Brad Pitts explosivem Kommentar.

In den USA wird die Doku "If God is Willing and Da Creek Don't Rise - So Gott will und der Pegel nicht steigt" am Montagabend im Fernsehen gezeigt, und das mit Brad Pitts umstrittenen Kommentar. Auf die Reaktionen darf man gespannt sein.

Währenddessen hat Brad Pitts Lebensgefährtin Angelina Jolie ein neues Projekt angekündigt, das ebenfalls politischen Zündstoff bergen könnte: Bei einem Überraschungsbesuch in Sarajewo erklärte Jolie, sie wolle einen Film über eine Liebe während des Bosnienkrieges zwischen 1992 und 1995 produzieren - mit Schauspielern aus der Region. "Das wird kein politisches Statement, sondern eine Liebesgeschichte", betonte Angelina Jolie dabei. "Ich will so viele Einheimische am Set haben und so viel wie möglich über sie lernen."

 

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