Terry Jones


  • Geburtstag
    01.02.1942
 

Er gehörte zu der britischen Anarcho-Komiker-Truppe "Monty Python's Flying Circus", die mit ihrem Wortwitz, surrealen Sketchen und makabren Pantomimen eine neue Form des Humors etablierte. 1942 in Wales als Sohn eines Bankiers geboren, wollte Terry Jones ursprünglich Englisch studieren, doch ein schwerer Anfall von "Revue-Fieber" hielt ihn davon ab. Er schrieb Sketche für die BBC und Marty Feldman, lernte Michael Palin und John Cleese kennen, spielte und schrieb für die "Pythons" und führte in mehreren der TV-Folgen Regie. Bei "Die Ritter der Kokosnuss", einer Veralberung der Mittelalter-Sage um König Artus, war er Co-Regisseur, die alleinige Regieverantwortung trug er für den Bibelfilm-Ulk "Das Leben des Brian" und für den letzten Python-Film "Der Sinn des Lebens". Jones erarbeitete mit Palin eine verrückte Kinderserie fürs Fernsehen. Nach der Auflösung der Gruppe 1983 schreibt er das Drehbuch für Jim Hensons "Labyrinth" (mit Jennifer Connelly und David Bowie in einer von "Alice im Wunderland" inspirierten Märchenwelt) und inszenierte nach einem Drehbuch von David Leland die schräge Komödie "Personal Services" (1986), in der Julie Walters als Hausfrau ihre Zimmer an Prostituierte vermietet, selbst zur Bordellchefin aufsteigt und vor Gericht alte Bekannte wiedersieht. Mit "Erik der Wikinger" (und Tim Robbins in der Hauptrolle) fand Jones zu seinen mittelalterlichen Wurzeln zurück. Nach einer Regiepause von acht Jahren versammelte Jones als Autor und Regisseur in der Verfilmung des skurrilen Märchens "Der Sturm in den Weiden" (nach Kenneth Grahames in England sehr populärem Kinderbuch) die Python-Kollegen zu einer kleinen Reunion. Jones selbst spielte die reiche Kröte, die durch ihre Automobil-Manie eine Handvoll Tiere in turbulente Abenteuer stürzt.

Terry Jones

  • Geburtstag
    01.02.1942
  • Geburtsland
    Großbritannien

"Monty Python"-Stars wiedervereint als Aliens in SciFi-Komödie

Schräg, schräger, Monty Python!

Mit "Das Leben des Brian" und dem Song "Always look on the bright side of Life" schrieben Monty Python Filmgeschichte - nun kehren sie zurück! (Foto: Filmwelt) Großansicht

Mit "Das Leben des Brian" und dem Song "Always look on the bright side of Life" schrieben Monty Python Filmgeschichte - nun kehren sie zurück! (Foto: Filmwelt)

Die legendäre Klamauk-Reihe "Flying Circus", die Mittelalter-Splattersatire "Die Ritter der Kokosnuß", die respektlose Jesus-Persiflage "Das Leben des Brian" bis hin zum unfassbar ekelhaften Episodenfilm "Der Sinn des Lebens" - das Letzterer vornehmlich im Unsinn besteht, das hat die Comedy-Kulttruppe "Monty Python" mit ihren Werken eindrücklich bewiesen.

Doch seit dreißig Jahren sind die britischen Schwarzhumor-Jongleure von der Bildfläche verschwunden, sie absolvierten nur gelegentlich noch kleinere Charity-Auftritte. Angeblich vor allem deshalb, weil John Cleese, Eric Idle, Michael Palin, Terry Jones und Terry Gilliam im Laufe ihrer Karriere immer öfter aneinandergerieten.

Nun scheinen aber die größten Differenzen ausgeräumt, denn völlig sensationell hat Regisseur Terry Jones nun ein Filmprojekt angekündigt, für das er bereits fast alle seiner alten Weggefährten gewinnen konnte. Nur die Zusage von Eric Idle steht noch aus, die sei aber Formsache.

"Absolutely Anything" heißt der Film und handelt von einem Mann, dem von Außerirdischen die Fähigkeit verliehen wird, alles zu tun, was ihm gerade in den Sinn kommt. In alter Monty-Python-Tradition nutzt er das natürlich aus, um die abseitigsten Spinnereien geschehen zu lassen.

Stargast aus Hollywood

Kleiner Wermutstropfen: Die Monty-Python-Stars werden, obwohl "Absolutely Anything" ein Realfilm ist, nicht körperlich anwesend sein, sondern lediglich ihre Stimme den Aliens leihen, die dann computeranimiert werden. Doch Terry Jones tröstet seine Fans: "Auch wenn es kein klassischer Monty-Python-Film wird, hat er trotzdem diesen Geist in sich."

Einen Gaststar aus Hollywood hat Terry Jones sogar auch schon in petto: Robin Williams leiht seine Stimme einem sprechenden Hund namens Dennis. Wer die Hauptrolle als allmächtiger Erdenbürger spielen soll, ist indes noch unklar.

Die erste Klappe zu "Absolutely Anything" wird dennoch bereits im Frühling fallen. Mit etwas Glück gibt's den SciFi-Klamauk im Monty-Python-Stil also noch dieses Jahr im Kino zu erleben!

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