Viggo Mortensen


  • Bürgerlicher Name
    Viggo Peter Mortensen Jr.
  • Geburtstag
    20.10.1958
  • Geburtsort
    Manhattan, New York

Viggo Mortensen


  • Bürgerlicher Name
    Viggo Peter Mortensen Jr.
  • Geburtstag
    20.10.1958
  • Geburtsort
    Manhattan, New York
 

Seine Rolle als Aragorn in Peter Jacksons "Herr der Ringe"-Trilogie machten den US-Schauspieler endgültig weltberühmt. Kantig, hart gegen sich selbst, sportlich, gelegentlich mit Kernbeißerattitüde, diszipliniert und als "Offizier und Gentleman" vielseitig verwendbar, gehört der blonde, in New York als Sohn eines dänischen Vaters und einer amerikanischen Mutter geborene Viggo Mortensen seit Mitte der 90er-Jahre zu den profilierten Nebenrollendarstellern Hollywoods, ob als Cop, Gangster, Militär, Liebhaber, Sportler oder psychisch Kranker.
Mortensen debütierte als Jugendlicher in Peter Weirs Krimi "Der einzige Zeuge" (1985) als kleiner Bruder des von Alexander Godunov gespielten Amish, der in Kelly McGillis verliebt ist. Seine eigentliche Laufbahn begann jeweils als Ganove in Brian de Palmas "Carlito's Way" und in "Young Americans - Todesspiele", bevor er als Undercover-Cop, der die Seiten wechselt, in dem Action-Krimi "American Yakuza" die erste Hauptrolle spielte. Er gehörte zu den Polizistenmördern, die in "Boiling Point" von Wesley Snipes gejagt werden, und war in "Ruby Cairo" der Kriminelle, der Liam Neeson in die Zange nimmt und zu einer falschen Identität zwingt. Als Waffen-Offizier Lt. Ince an Bord des U-Boots "USS Alabama" stand er in "Crimson Tide - In tiefster Gefahr" im Loyalitätskonflikt zwischen Denzel Washington und Gene Hackman, und er war der beinharte Ausbilder von Demi Moore in Ridley Scotts "Die Akte Jane", der die einzige Frau unter den Marines an ihre physischen Grenzen treibt.
Im ersten der Horrorfilme um "God's Army" verkörperte er Luzifer persönlich. Im Remake des Road Movies "Vanishing Point" (1970 als "Fluchtpunkt San Francisco" eine der besten Autohetzjagden der Filmgeschichte) spielt er 1996 in "Höllenjagd nach San Francisco" die zuerst von Barry Newman ("Petrocelli") verkörperte Rolle des Geschwindigkeitsjunkies Kowalski, der quer über den Kontinent rast. Auf Mortensens Konto gehen auch eine Reihe von Rollen als Liebhaber, die mitunter tödlich für ihn endeten: So geriet er als Liebhaber von Ashley Judd in "The Passion of Darkly Noon" in den Amoklauf des jungen Titelhelden, wurde als Liebhaber von Gwyneth Paltrow in "Ein perfekter Mord", seinem ersten Hitchcock-Remake, von ihr in Notwehr erstochen, spielte in Gus Van Sants farbigem "Psycho" Sam Loomis, den Liebhaber von Anne Heche, und war Objekt der Begierde von Diane Lane, die sich in "A Walk on the Moon" während der Hippie-Zeit in einem jüdischen Feriendorf einen Seitensprung gönnt.
Mortensen gehörte in "28 Tage" zu den Insassen einer Reha-Klinik für Alkoholsüchtige und wurde dort einer der beiden wichtigen Männer im Leben der Autorin Gwen (Sandra Bullock). 2000 verzichtete Mortensen kurzfristig auf die dann von Thomas Jane ("Under Suspicion") gespielte Rolle des Liebhabers von Angelina Jolie in "Original Sin" und schloss sich in der Rolle des Aragorn dem All-Star-Cast von Peter Jacksons Tolkien-Verfilmung der Romantrilogie "Der Herr der Ringe" an. Aragorn vertritt im ersten Teil ("Die Gefährten") zusammen mit Boromir die Menschen, die in der neu gegründeten Bruderschaft ausersehen sind, den einen Ring zu suchen und die Welt davon zu befreien. Im zweiten Teil ("Die zwei Türme") wird geschildert, wie die Mitglieder der Bruderschaft unter Verrat in den eigenen Reihen zu leiden haben, und im dritten Teil ("Die Rückkehr des Königs") wird Aragorn zum König des Landes Gondor. Seine erste Amtshandlung ist es, eine Armee von Toten zu rekrutieren, mit der er in die Schlacht von Minas Tirith eintritt.
Eine Hauptrolle als einsamer Reiter hatte Mortensen in dem Abenteuerfilm "Hidalgo - 3000 Meilen zum Ruhm", in dem er als Außenseiter am längsten Pferderennen der Welt teilnimmt, das quer durch die arabische Wüste führt.
Seine bislang beste Hauptrolle spielte Mortensen in David Cronenbergs schnörkellosem Rachethriller "A History of Violence": Dort wird sein zahmer Kleinstadtfamilienvater von Gangstern bedrängt, die behaupten, noch Rechnungen mit ihm offen zu haben. Cronenberg inszenierte Mortensen erneut 2007 als eiskalten Russen im Thriller "Tödliche Versprechen" und 2011 in dem historischen Drama "Eine dunkle Begierde", in dem Mortensen als Sigmund Freud argwöhnisch die verbotene Beziehung seines Psychoanalyse-Schülers C.G. Jung und einer Patientin beäugt.
Die postapokalyptische Welt durchwandert er 2010 in der Adaption des Endzeitdramas "The Road" von Cormac McCarthy mit seinem Sohn. 2013 ist er in dem Regiedebüt der Argentinierin Ana Piterbarg "Jeder hat einen Plan" in einer Doppelrolle zu sehen.
1988 bekam Mortensen zusammen mit seiner Frau Exene Cervenka, der Sängerin der Punkband X einen Sohn, Henry Blake, der eine Statistenrolle im zweiten und dritten Teil der "Der Herr der Ringe"-Saga übernahm. Die Ehe wurde 1997 geschieden.

Viggo Mortensen

  • Bürgerlicher Name
    Viggo Peter Mortensen Jr.
  • Geburtstag
    20.10.1958
  • Geburtsort
    Manhattan, New York
  • Geburtsland
    USA
  • Familie
    Mutter: Grace Mortensen
    Vater: Viggo P. Mortensen

    Brüder:
    Charles (jünger)
    Walter (jünger)

    Ehefrau: Exene Cervenka (Künstlerin, 8. Juli 1987 - 3. März 1998)

    Sohn: Henry (geb. 1988)
  • Autogrammadresse
    c/o The Rawlins Company
    3933 Patrick Henry Place
    Agoura Hills, CA, 91301
    USA
  • Links
    http://www.viggo-mortensen.de/ (Fan-Seite)

Aragorn ätzt gegen "Herr der Ringe"-Filme

Diese Rückkehr des Königs dürfte Peter Jackson gar nicht gefallen ...

Verweigert Peter Jackson den Ritterschlag: "Ringe"-König Viggo Mortensen (Foto: Warner) Großansicht

Verweigert Peter Jackson den Ritterschlag: "Ringe"-König Viggo Mortensen (Foto: Warner)

Viel zuviel Computer-Animation, außerdem seien die Dreharbeiten der beiden "Herr der Ringe"-Teile "Die zwei Türme" und "Die Rückkehr des Königs" schlampig produziert worden, ein "Fiasko" gewesen.

Wer hier so ätzt, ist kein dem Schnitt zum Opfer gefallener und deshalb beleidigter Nebendarsteller, sondern der König von Gondor höchstpersönlich. Viggo Mortensen, Darsteller des edlen Aragorn, zieht in einem Interview mit dem "Daily Telegraph" ordentlich gegen Peter Jackson vom Leder.

Der 55-jährige Superstar legt damit los, dass der Regisseur sein Budget sprengte: "Sie steckten mächtig in der Klemme und Peter hat viel Geld ausgegeben. Offiziell konnte er zwar sagen, dass er im Dezember 2000 fertig war mit allen drei Teilen - aber in Wahrheit waren der zweite und dritte ein einziges Fiasko."

"Es war aber alles sehr schlampig produziert und überhaupt nicht fertig", führt er weiter aus. "Es waren massive Nachdrehs nötig und die haben wir gemacht, jedes Jahr. Aber das Extrageld dafür hätte er nie gekriegt, wenn der erste nicht so ein Erfolg geworden wäre. Dann wären der zweite und der dritte direkt auf Video erschienen."

"Peter Jackson ist eine Ein-Mann-Fabrik"

Auch Jacksons Technik-Affinität stösst Viggo Mortensen sauer auf: "Es stimmt schon, das erste Drehbuch war besser organisiert. Doch Peter war schon immer ein Geek und als er Zugriff auf die neueste Technologie bekam, schaute er nicht mehr zurück. Im ersten Film gab es auch CGI, aber da steckte eine organische Qualität drin. Schauspieler interagierten mit Schauspielern und echten Landschaften. Das war mutiger. Beim zweiten wurde die Technik dann angeheizt und der dritte dann mit Special Effects nur so aufgeladen. Das war grandios, aber alles Subtile aus dem ersten Film ging Stück für Stück verloren."

Der Schauspieler hätte es geschätzt, wenn Peter Jackson nach "Der Herr der Ringe" vom Gas gegangen wäre: "Er hätte Filme mit kleinem Budget drehen sollen, nicht solche für 90 Millionen Dollar. Peter ist eine Ein-Mann-Fabrik geworden wie Ridley Scott und all diese Leute sind jetzt auf ihn angewiesen. Dabei hat man doch immer eine Wahl."

Viggo Mortensen war in letzter Minute als Ersatz für Stuart Townsend zum "Herr der Ringe"-Ensemble gestoßen - und sagte nur deshalb zu, weil sein Sohn Henry, ein Fan der Tolkien-Bücher, ihn dazu überredete. Der Abschluss der Trilogie, "Die Rückkehr des Königs", gewann elf Oscars, darunter die für den besten Film und die beste Regie.

 

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