Warren Beatty


  • Geburtstag
    30.03.1938
 

Er war über Jahrzehnte Hollywoods begehrtester Junggeselle, der als Herzensbrecher unzählige Affären u.a. mit Joan Collins, Diane Keaton und Julie Christie verbuchen konnte. Warren Beatty, seit 1991 mit Annette Bening verheiratet, drehte nur wenige Filme, ist aber einer der einflussreichsten Hollywood-Produzenten. Als Darsteller hatte der 1937 geborene Beatty 1960 in Elia Kazans "Fieber im Blut" ein vielbeachtetes Debüt als wilder Teenager. Der Welterfolg als Gangster Clyde an der Seite von Faye Dunaway in "Bonnie und Clyde" bedeutete 1967 den Anfang der Ära des New Hollywood-Kinos der späten 60er und 70er Jahre. Seinen "Oscar" erhielt der Bruder von Shirley MacLaine jedoch erst 1978 für die Rolle des untoten Football-Stars in "Der Himmel soll warten". Beattys Regiedebüt "Reds" brachte ihm 1981 den Regie-"Oscar" ein. Als Gangster Bugsy Siegel in "Bugsy" war er ebenfalls "Oscar"-nominiert. Ungewöhnliche Wege beschritt er mit seiner stilisierten Comic-Adaption "Dick Tracy", in dem er den Titelhelden spielte. Sein "Bulworth" (1998), in dem er den titelgebenden Senator darstellte, ist eine der besten politischen Satiren. 2000 erhielt Beatty den Ehren-"Oscar".

Warren Beatty

  • Geburtstag
    30.03.1938
  • Geburtsland
    USA

And the Golden Globe goes to ...

Auch dieses Jahr zeichneten die Auslandsjournalisten von Hollywood ihre Favoriten aus und die Filmwelt blickte gespannt nach Los Angeles. Schließlich gelten die Golden Globes als Wegweiser für die Oscars. Während im Vorjahr mit "Walk the line" und "Brokeback Mountain" gleich zwei Kinofilme mehrere Preise einheimsten, gelang das in diesem Jahr nur einem: "Dreamgirls".

Regisseur Martin Scorsese freute sich über den Golden Globe für "Departed: Unter Feinden" (Foto: ©"HFPA" and "64th Golden Globe Awards") Großansicht

Regisseur Martin Scorsese freute sich über den Golden Globe für "Departed: Unter Feinden" (Foto: ©"HFPA" and "64th Golden Globe Awards")

Wie auch im vergangenen Jahr war George Clooney einer der ersten auf der Bühne. Doch dieses Mal in der Rolle des Laudators. Mit den Worten "lasst uns anfangen" eröffnete der Sexiest Man Alive die 64. Golden Globe Awards und vergab den ersten Preis des Abends gleich an "Dreamgirls". Jennifer Hudson wurde in ihrer ersten Filmrolle zur besten Nebendarstellerin gekürt.

Die 25-Jährige war so überwältigt, dass sie auf dem Weg zur Bühne die Treppen übersah und Clooney sie auffangen musste. Den Tränen nahe, bedankte sie sich und beteuerte, dass der Award ihr viel Selbstvertrauen gebe. Diesen Satz übernahm ironischerweise auch Clint Eastwood in seiner Dankesrede für seinen Film "Letters From Iwo Jima" der zum besten nicht englischsprachigen Film gewählt wurde und somit leider den deutschen Beitrag "Das Leben der Anderen" ausstach.

Zwei Mal Gold für "Die Queen" Helen Mirren (Foto: © "HFPA" and "64th Golden Globe Awards") Großansicht

Zwei Mal Gold für "Die Queen" Helen Mirren (Foto: © "HFPA" and "64th Golden Globe Awards")

Königliche Entscheidung

"Dreamgirls" räumte noch zwei weitere Preise als "Bester Film" und für den "Besten Nebendarsteller" Eddie Murphy ab. Murphy durfte sich nach vier ergebnislosen Nominierungen somit über seinen ersten Globe freuen und ließ dabei Brad Pitt und Jack Nicholson hinter sich. Nicholson hatte jedoch einen anderen Grund zur Freude, denn Tochter Loreine fungierte als Miss Globe.

Ebenfalls drei Awards gab es für "Elizabeth I", die zur besten TV-Miniserie gekürt wurde. Jeremy Irons nahm die Trophäe als bester Nebendarsteller entgegen. Helen Mirren durfte als einzige zwei Golden Globes nach Hause nehmen. Beide Male für ihre Darstellung als Königin in "Elizabeth I" und in "Die Queen". Regisseur Stephen Frears ("Die Queen") musste sich allerdings Martin Scorsese geschlagen geben, der für "Departed: Unter Feinden" ausgezeichnet wurde.

Die erste Rolle, der erste Award: Jennifer Hudson (Foto: © "HFPA" and "64th Golden Globe Awards") Großansicht

Die erste Rolle, der erste Award: Jennifer Hudson (Foto: © "HFPA" and "64th Golden Globe Awards")

Neue Serien und eine Überraschung

Für die "Desperate Housewives" gab es auch dieses Jahr keinen Award - es siegten die Krankenhausserien. Zur besten Serie wurde "Grey's Anatomy" ernannt und bester Seriendarsteller wurde Hugh Laurie aus "Dr. House", der sprachlos war und sich fragte, warum Nominierte mit Gratisschuhen und unsinnigen Dingen überschüttet werden, aber niemand jemals eine Dankesrede anbieten würde. "Ich würde gerne eine Rede von Dolce & Gabbana haben", scherzte Laurie.

Für die Überraschung des Abends sorgte Sacha Baron Cohen, der für seinen viel kritisierten Film "Borat" als bester Komödiendarsteller ausgezeichnet wurde und damit den bereits zum vierten Mal nominierten Johnny Depp ausstach - der wohl in weiser Voraussicht an diesem Abend durch seine Abwesenheit glänzte. Cohen bedankte sich in seiner langen Rede bei seinem Schauspielkollegen, der während einer Wrestling-Szene im Film auf seinem Gesicht gesessen hatte - und scherzhaft allen Amerikanern, die ihn bis jetzt noch nicht verklagt haben.

Der Überraschungssieger: Sacha Baron Cohen (Foto: © "HFPA" and "64th Golden Globe Awards") Großansicht

Der Überraschungssieger: Sacha Baron Cohen (Foto: © "HFPA" and "64th Golden Globe Awards")

Ehre, wem Ehre gebührt

Joaquin Phoenix verneigte sich ehrfürchtig vor Meryl Streep, der er den Golden Globe für ihre Rolle in "Der Teufel trägt Prada" übergab. "Ich glaube, ich habe mit jedem in diesem Saal schon einmal zusammengearbeitet", scherzte die Grande Dame. Forest Whitaker wurde für "Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht" ausgezeichnet und war so gerührt, dass er auf der Bühne einige Sekunden brauchte, um sich zu fangen und seine Sprache wiederzufinden.

Tom Hanks überreichte Warren Beatty mit viel Humor den Cecil B. Demille Award für sein Lebenswerk und betonte die Weitsicht der Hollywood Foreign Press, da diese Beatty 1962 zum vielversprechendsten Newcomer gewählt hatte. Beatty meinte bei seiner Dankesrede, er habe noch etwas "Furchterregendes" zu verkünden: "Ich werde weiter Filme drehen." Außerdem bat er, man möge ihn im nächsten Jahr erneut zum vielversprechendsten Newcomer wählen.

"Der Teufel trägt Prada" und Meryl Streep ihren Golden Globe (Foto: © "HFPA" and "64th Golden Globe Awards") Großansicht

"Der Teufel trägt Prada" und Meryl Streep ihren Golden Globe (Foto: © "HFPA" and "64th Golden Globe Awards")

Das Ende ist der Anfang

Dass der Straßenverkehr in L.A. auch einen Star aufhalten kann, musste Prince erfahren. Als der Sänger seinen Award für "Song of the Heart" von "Happy Feet" bekommen sollte, war er nicht auffindbar - sehr zur Verwunderung von Laudator Justin Timberlake. Wie sich später herausstellte, steckte Prince im Stau. Um Autos ging es auch bei dem Gewinner der neuen Kategorie "Bester Animationsfilm". Die Pixar-Produktion "Cars" fuhr den Sieg souverän nach Hause.

Die Globes gingen auch dieses Jahr mit humorvollen Reden über die Bühne und die Schauspielerinnen überraschten mit romantischen langen Roben. Gouvernator Arnold Schwarzenegger, der aufgrund seines Skiunfalls auf Krücken erschien, überreichte schließlich zum Abschluss Alejandro González Iñárritu den Award für das beste Drama "Babel" und verabschiedete sich mit einem Satz, der die Awards nicht besser beenden hätte können: "Next Year, we will be back!"

» ALLE PREISTRÄGER

2007
64. Golden Globe
Cecil B. DeMille Award
1999
72. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Irving G. Thalberg Memorial Award
1982
39. Golden Globe
Beste Regie - Reds
1981
54. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Beste Regie - Reds
1979
36. Golden Globe
Bester Hauptdarsteller (Komödie oder Musical) - Der Himmel soll warten
1962
19. Golden Globe
Bester männlicher Newcomer
 

Filmografie

City, Sex & Country

Komödie - Entstanden unter schwierigsten Produktionsbedingungen - nachdem Regisseur Peter Chelsom ("Hear My Song") bei seiner ersten großen US... Zum Video

2001

Einmal Himmel und zurück

Komödie / Fantasy - Der schwarze Amateur-Komiker Lance landet vorzeitig im Himmel. Zwar darf er wieder auf die Erde zurückkehren, muss jedoch... Zum Video

2000
kino.de

Forever Hollywood

Dokumentarfilm Zum Film

1999
 
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