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1:1 (Eins zu eins)

Drama, in der die Liebe zwischen einem Palästinenser und einer Dänin in einer tristen Kopenhagener Vorstadtsiedlung an Vorurteilen und Verdächtigungen scheitert.


1:1 (Eins zu eins)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
09.11.2007

Originaltitel: 1:1 (En til en)

Drama

Dänemark/Großbritannien 2005
FSK: ab 12

Mohammed-Ali Bakier
Joy K. Petersen
Anette Støvelbæk

Regie: Annette K. Olesen
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Drama, in der die Liebe zwischen einem Palästinenser und einer Dänin in einer tristen Kopenhagener Vorstadtsiedlung an Vorurteilen und Verdächtigungen scheitert.

Shadi und Mie sind ein Paar (Foto: Arsenal) Großansicht

Shadi und Mie sind ein Paar (Foto: Arsenal)

Während der junge Per (Jonas Busekist) nach einem brutalen Überfall mit schweren Verletzungen in der Klinik im Koma liegt und mit dem Tod kämpft, sucht seine Schwester Mie (Joy K. Petersen) Trost bei ihrem palästinensischen Freund Shadi (Mohammed-Ali Bakier).

Der reagiert jedoch abweisend, denn er glaubt zu wissen, dass sein älterer Bruder irgendwie in das Verbrechen verstrickt ist. Die Liebe der beiden wird letzten Endes durch Vorurteile und Verdächtigungen auf eine harte Probe gestellt. Denn wenn Clantreue gegen Liebesschwüre steht, zieht immer einer den Kürzeren.

Irgendwie fühlt sich Shadi schuldig (Foto: Arsenal) Großansicht

Irgendwie fühlt sich Shadi schuldig (Foto: Arsenal)

Schwieriges Thema

Mutig, tabulos und sensibel, wenn auch mit vorhersehbarem Handlungsverlauf, packt das Drama von Annette K. Olesen ("Kleine Missgeschicke") ein heißes Eisen an, das Dilemma der gescheiterten Integration, und plädiert ohne Schuldzuweisungen für einen interkulturellen Dialog. Großen Anteil am Gelingen des Films haben auch die jungen Laiendarsteller.

1:1 (Eins zu eins)

Das Ende von Multikulti: Vorurteile und schnelle Verdächtigungen lassen die Liebe zwischen einem Palästinenser und einer Dänin in der tristen Kopenhagener Vorstadtsiedlung scheitern.

Auch im kleinen Dänemark mit nur 6,8 Prozent Ausländeranteil schwelt der Konflikt zwischen den Kulturen, nicht erst seit dem Karikaturenstreit hat man Abschied genommen vom Ideal der friedlichen Koexistenz. Annette K. Olesen greift die vergiftete Atmosphäre auf, erzählt mit überzeugenden jungen Laiendarstellern von der Angst vor Fremden und fremder Lebensweise, die Freundschaft, Liebe, nachbarschaftliche Beziehungen und das elementare Verständnis für den anderen verhindert.

Ausgangspunkt ist ein brutaler Überfall auf den jungen Per, der in der Klinik mit dem Tod kämpft. Seine Schwester sucht Trost bei ihrem palästinensischen Freund, der abweisend reagiert, glaubt er doch an die Verstrickung seines Bruders in das Verbrechen - Clantreue versus Liebesschwüre. Diesmal geht es bei der Regisseurin nicht um "Kleine Missgeschicke", sondern um große Missverständnisse und persönliche Irrtümer. Während Medien und Polizei Ausländerkriminalität wittern, verlieren die Individuen den seelischen Kompass: Da ist die Mutter des ins Koma geprügelten Jungen, die als Sozialarbeiterin an das Gute im Menschen glaubt und sich auch von der xenophoben Oma nicht vom Gegenteil überzeugen lässt, die zwischen Gefühlen und Gerüchten hin- und hergerissene Tochter, der scheinbar assimilierte Palästinenser, dessen Frust in hilflose Wut umschlägt, seine an Tradition und Hierarchie orientierte muslimische Sippe, der es um Familienzusammenhalt geht, der Freizeit-Wachmann, der für Ordnung im Augias-Stall sorgen will, die dänischen Jungs, die am Ende aus Rache den Falschen zusammentreten, die ausländischen Jugendlichen, die im Box-Club auf sozialen Aufstieg hoffen. Sie alle sind Gefangene im Teufelskreis von Furcht und Unsicherheit, Gewalt und Hass im sozialen Brennpunkt. Mutig, tabulos und sensibel, wenn auch mit vorhersehbarem Handlungsverlauf, packt das Drama ein heißes Eisen an, das Dilemma der gescheiterten Integration, und plädiert ohne Schuldzuweisungen für einen interkulturellen Dialog - nicht durch romantisierendes Multikulti, sondern mit Bewusstsein für aktuelle gesellschaftliche Fragen. mk.

Darsteller:  Mohammed-Ali Bakier   als Shadi
  Joy K. Petersen   als Mie
  Anette Støvelbæk   als Søs
  Helle Hertz   als Großmutter Bonnie
  Subhi Hassan   als Tareq
  Jonas Busekist   als Per
  Brian Lentz   als Ole
  Paw Henriksen   als Polizist
  Rose Copty   als Umm Tareq
  Nassim Al-Dogom   als Abu Tareq
  Thomas Kirschner   als Benji
  Khadije Nasser   als Nura
  Ahmed El-Daoud   als Wisam
  Mohammed Samhi   als Mo
  Vasko Magdalinas   als Shadis Freund
  Khalid al-Subeihi   als Onkel
  Mahmoud Issa   als Onkel
  Trine Appel   als Merete
 
Regie:  Annette K. Olesen  
Buch:  Kim Fupz Aakeson  
Musik:  Kåre Bjerkø  
Kamera:  Kim Høgh  
Produzent:  Ib Tardini  
 

1:1 (Eins zu eins) in der Fotoshow

 

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