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102 Dalmatiner

Sequel der erfolgreichen Live-Action-Version des Disneyklassikers, in dem Cruella erneut süßen Dalmatinerwelpen das Fell über die Ohren ziehen will.


102 Dalmatiner

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Erhältlich seit:
30.08.2001

Originaltitel: 102 Dalmatians

Komödie

USA 2000
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 6

Glenn Close
Ioan Gruffudd
Alice Evans

Regie: Kevin Lima
Walt Disney Studios Home Entertainment

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102 Dalmatiner

Drei Jahre nach ihrer unerbittlichen Jagd auf Londons gepunktete Vierbeiner, die für ihren heiß ersehnten Traumpelzmantel ihr Leben lassen sollten, wird Cruella deVille dank Elektroschock-Therapie als geheilt aus dem Gefängnis entlassen. Die einstige Hundehasserin hat nicht nur Outfit und Image geändert, sondern rettet sogar ein Hundeheim vor dem Bankrott. Nur ihre Bewährungshelferin, Besitzerin einer Dalmatinerfamilie, traut dem Frieden nicht. Zu Recht, denn ein unvorhergesehenes Missgeschick bringt Cruella wieder vom Pfad der Tugend ab...

Rückte Glenn Close 1996 im ersten Teil der Real-Verfilmung des Walt-Disney-Zeichentrick-Klassikers noch 101 Dalmatinern auf den Pelz, hat sie es in diesem Remake auf ein weiteres Exemplar abgesehen - ihr fehlt noch eine schöne Kapuze. Leider bleibt ihre Hatz dabei ein Abklatsch des Originals, was weder schauspielerische Qualitäten - neben Close agiert ein fieser Gérard Depardieu als affektierter Designer - noch die eingebaute Love Story verhindern können. Dennoch wird das Schmuse-Hunde-Märchen bei Kindern gut ankommen.

102 Dalmatiner

1996 konnte Disney am Thanksgiving-Wochenende mit der Liveaction-Adaption des Zeichentrickklassikers "101 Dalmatiner" festliche Zahlen schreiben. Beim Sequel, in erster Linie eine unverhohlene Neuaufbereitung des Remakes, fiel das Festtagsboxoffice mit 26.8 Mio. Dollar zwar solide, aber doch deutlich weniger üppig aus. Die niedlichen Dalmatiner-Welpen mussten sich von Jim Carreys "Grinch"-Monster, das weiterhin giftgrüne Rekordzahlen schrieb, das Fell über die Ohren ziehen lassen. Das selbe Schicksal droht ihnen im Film auch von Pelzmantel-Junkie Cruella De Vil in Gestalt einer ultraexaltierten Glenn Close, die diesmal ein extra Hundebaby für die Kapuze ihrer Traumcouture benötigt.

Die Regie wurde Kevin Lima übertragen, der nach dem Erfolg mit dem Animationsabenteuer "Tarzan" nun sein Liveaction-Filmdebüt abgibt. Er bleibt einem cartoonhaften Stil verhaftet, was sich in dem Over-the-Top-Chargieren der Bösewichte widerspiegelt. Obwohl John Hughes, der das Drehbuch des Originals verfasste, nicht am kreativen Prozess beteiligt war, bleibt seine patentierte Marke das "Allein zu Haus"-Slapstick-Sadismus ein probates Stilmittel. Da werden Hände mehrfach von Reifen überrollt und Köpfe in Toiletten getaucht, und natürlich hat man sich für Cruella De Vil wieder ein besonders hämisches Ende ausgedacht. Gleichzeitig konzipierte man, als Gegengewicht sozusagen, wieder eine saccharinsüße Lovestory als Nebenhandlung, um die heile Welt nicht völlig aus den Fugen zu heben. So bleibt für die kleinsten Zuschauer eine typische Märchenperspektive erhalten und Erwachsene können sich an kleinen Insiderjokes erfreuen.

Der Anfang zeigt Cruella De Vil eingesperrt in einem Forschungsinstitut für Tiere, wo sie von ihrer Sucht nach (Hunde-)Pelzen geheilt wird. Ihre Bewährungshelferin ist die attraktive Chloe (Alice Evans), stolze Besitzerin einer Dalmatinerfamilie mit superputzigen Jungen. Als deren Star kristallisiert sich 'Oddball' heraus, die schneeweiß ohne die charakteristischen Punkte geboren wurde. Chloe verliebt sich in den gutherzigen Kevin (Ioan Gruffudd), dessen Tierheim von Cruella unter falschen Vorzeichen aufgekauft wird. Denn natürlich fällt sie alsbald wieder in ihre alten Gewohnheiten zurück und will unbedingt einen Dalmatinermantel besitzen. Als Handlanger fungieren ihr stotternder Angestellter Alonso (Tim McInnery) und der affektierte französische Pelzdesigner Jean Pierre Le Pelt (Gerard Depardieu sinkt tief mit seiner platten Jean-Paul-Gaultier-Imitation). Die Handlung wird via einer Reise im Orient Express von London nach Paris verlegt, wo es in Le Pelts heruntergekommenem Studio zum dramatischen Showdown kommt.

Gruffudd und Evans bilden einen adäquaten Ersatz für ihre Vorgänger Joely Richardson und Jeff Daniels, da sie ebenso sympathisch-unscheinbar wirken und als Otto-Normalverbraucher-Paar natürlich sofort die Sympathien auf ihrer Seite haben. Ihr erstes Date zeigt sie in einem Restaurant, wo im charmantesten Moment des Films im Gegenschnitt die gleiche Szene im "Susi und Strolch"-Video abläuft (auch von diesem Klassiker will Disney ja noch ein paar Kopien verkaufen). Neben den gepunkteten Vierbeinern stiehlt ein sprechender Papagei (im Original: Ex-Monty-Python Eric Idle), der sich einbildet ein Rottweiler zu sein, die Show. Hervorragend sind erneut die extravaganten Kostüme und das stilvolle Produktionsdesign ausgefallen. ara.

Darsteller:  Glenn Close   als Cruella DeVille
  Ioan Gruffudd   als Kevin Shepherd
  Alice Evans   als Chloe Simon
  Tim McInnerny   als Alonso
  Ian Richardson   als Mr. Torte
  Gérard Depardieu   als Jean Pierre Le Pelt
  Ben Crompton   als Ewan
  Carol MacReady   als Agnes
  Jim Carter   als Detektiv Armstrong
  Ron Cook   als Mr. Button
  David Horovitch   als Doktor Pavlov
  Timothy West   als Richter
 
Regie:  Kevin Lima  
Buch:  Kristen Buckley  
  Brian Regan  
  Bob Tzudiker  
  Noni White  
Musik:  David Newman  
Kamera:  Adrian Biddle  
Produzent:  Edward S. Feldman  
 

102 Dalmatiner in der Fotoshow

 

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