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11 Men Out

Lakonische Tragikkomödie über einen schwulen Fußballspieler auf Island.


11 Men Out

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Erhältlich seit:
24.09.2007

Originaltitel: Strákarnir okkar

Drama/ Komödie

Island/Großbritannien/Finnland 2005
Laufzeit: 84 Min.
FSK: ab 12

Björn Hlynur Haraldsson
Helgi Björnsson
Arnmundur Ernst

Regie: Róbert I. Douglas
Salzgeber & Co. Medien

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11 Men Out

Nachdem Ottar, Star der Fußballmannschaft KRC Reykjavik, sich als schwul outet, wird er Stadtgespräch und löst eine Reihe Konflikte aus. Seine Ex greift zum Alkohol, der Sohn flüchtet in "Counterstrike"-Meetings, der Bruder würde ihn am liebsten vermöbeln und der Vater, Coach und Präsident der Mannschaft, wird verspottet. Ottar hingegen wird Star einer schwulen Amateurmannschaft, die es nach oben schafft. Dann kehrt Ottar in den alten Verein zurück, der sich verpflichtet, gegen das Schwulenteam anzutreten.

Mit viel augenzwinkerndem Humor und dennoch der angemessenen Ernsthaftigkeit nimmt sich die isländische Variante von Sherry Hormans "Männer wie wir" ihres Themas an. Allerdings geht es hier weniger um das Hinterfragen von Sportklischees, sondern einer Analyse der Macho-Gesellschaft auf der Insel. Angereichert mit Originalaufnahmen vom isländischen Christopher-Street-Day, sollte dieser außergewöhnliche schwule Film mit leichtem Kaurismäki-Touch gerade bei der Zielgruppe einen Punktsieg verbuchen können.

11 Men Out

Lakonische isländische Tragikomödie um Homosexualität im Fußball, die Macho-Gesellschaft der Insel und daraus resultierende Familienkonflikte.

Als Ottar, Stürmer und Star der isländischen Fußballmannschaft KRC Reykjavik, sich aus heiterem Himmel in der Kabine vor einer Journalistin als schwul outet, wird er Stadtgespräch, landet auf den Titelseiten und löst eine Reihe familiärer und sportlicher Konflikte aus. Seine Ex, ein ehemaliges Model, greift zum Alkohol, der pubertierende Sohn ("Scheiss Perverse") flüchtet in "Counterstrike"-Meetings, der Bruder würde ihn am liebsten zusammenschlagen und zu guter Letzt wird der Vater, Coach und Vereinspräsident der Mannschaft, verspottet. Der gekündigte Ottar hingegen wird Star einer schwulen Amateurmannschaft, die es, weil keiner gegen sie antreten will, durch die entsprechenden Punkte nach oben schafft. Nach einigem Hin und Her kehrt Ottar in den alten Verein zurück, der sich verpflichtet, gegen das Schwulenteam anzutreten. Die Heteros gewinnen.

Bis dahin renken sich bei Familienessen, Disco-Besuch und lakonischen Tischgesprächen die Konflikte einigermaßen wieder ein. Der akzeptierte Ottar (Darsteller Björn Hynur Haraldsson sieht aus wie der junge Jens Lehmann), der selbst Mühe hat, junge Lover zu halten, schläft betrunken ("ein Unfall") mit der Ex, die zeitweise in der "Klappse" landet. Ottar weicht dennoch nicht vor väterlicher Verantwortung zurück, kümmert sich um den sich mit Rock Musik und "GTA"-Videogames verbarrikadierenden Sohn, der sein Auto zu Bruch fährt und eine Freundin findet.

Fußballszenen gibt es so gut wie keine, die Sport-Klischees, die in Komödien wie Sherry Hormans "Männer wie wir" (2004) mit den wilden Kerlen aufgespießt wurden, weichen einer Analyse der Macho-Gesellschaft auf der Insel, wo den Frauen über den Mund gefahren wird und man sie am liebsten als Go-Go-Girl in der "Kamboscha"-Bar sähe. In einer Szene sind Originalaufnahmen vom isländischen Christopher-Street-Day eingefügt. Der knochentrockene Humor hat etwas vom finnischen Kaurismäki-Touch und hilft dem Film gut über runde 90 Minuten gelungener Dialog-Flanken auf dem Komödienspielplatz. ger.

Darsteller:  Björn Hlynur Haraldsson   als Óttar Thór
  Helgi Björnsson   als Pétur
  Arnmundur Ernst   als Magnus
  Lilja Nóttthórarinsdóttir   als Gugga
  Sigurdur Skúlason   als Eiríkur
  Björk Jakobsdóttir   als Lára
  Thorsteinn Bachmann   als Georg
  Pattra Sriyanonge   als Rósa
  Lilja Gudrún Jónsdóttir   als Ragnheidur
  Hilmar Jonsson   als Victor Ingi
  Felix Bergsson   als Dómari
  Nanna Ósk Jónsdóttir   als Samsidanith
  Stefán Jónsson   als Ásgrímur
  Petur Einarsson   als Björgvin
  Elli Jóhannesson   als Gunnar
  Damon Younger   als Rósi
  Erlendur Eiríksson   als Alfred
  Valdimar Flygering   als Valdi
  Maríus Sverrisson   als Starri
  Vídir Gudmundsson   als Daníel
 
Regie:  Róbert I. Douglas  
Buch:  Jón Atli Jónasson  
  Róbert I. Douglas  
Musik:  Bardi Johannsson  
Kamera:  G. Magni Áugústson  
Produzent:  Július Kemp  
  Ingvar Thórolarson  
 

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