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13 - Tzameti

Vielfach ausgezeichneter, eigenwilliger Noir-Thriller um ein Russisch-Roulette-Spiel.


13 - Tzameti

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Erhältlich seit:
22.05.2009

Thriller/ Drama

Frankreich/Georgien 2005
Laufzeit: 86 Min.
FSK: ab 18 (keine Jugendfreigabe)

George Babluani
Aurélien Recoing
Pascal Bongard

Regie: Géla Babluani
AL!VE Vertriebs- und Marketing AG

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Vielfach ausgezeichneter, eigenwilliger Noir-Thriller um ein Russisch-Roulette-Spiel.

Ein höllisches Spiel beginnt (Foto: Weltecho (24 Bilder)) Großansicht

Ein höllisches Spiel beginnt (Foto: Weltecho (24 Bilder))

Sébastien (George Babluani), ernährt seine Familie in Frankreich mit Gelegenheitsjobs als Dachdecker, derzeit bei einer verfallenen Villa an der Küste. Durch den Tod des drogensüchtigen Auftraggebers Jean-François (Philippe Passon) um seinen Lohn geprellt, lässt er einen ominösen Brief mitgehen, der dessen Geldprobleme bereinigen sollte. Darin sind ein Bahnticket und ein Hotelquartier enthalten.

Sebastian bricht mit falscher Identität auf, dauernd observiert von geheimnisvollen Gestalten, bis er nach langer Odyssee in einem abgelegenen Waldhaus in dem diabolischen Spiel auf Leben und Tod landet.

Tod oder Leben? Eine Kugel entscheidet (Foto: Weltecho (24 Bilder)) Großansicht

Tod oder Leben? Eine Kugel entscheidet (Foto: Weltecho (24 Bilder))

Russisch Roulette

Vielfach ausgezeichneter, in düsterem Schwarzweiß gehaltener Noir-Thriller um ein zynisches Russisch-Roulette-Spiel, das mit äußerster Distanz beobachtet wird. Der beeindruckende Debütfilm von Gela Babluani beginnt geheimnisvoll und setzt dann immer stärker die Suspense-Schraube an.

13 - Tzameti

Dass 13 keine Unglückszahl, sondern ein cineastischer Volltreffer sein kann, beweist Géla Babluanis elektrisierendes Debüt, ein eigenwilliger Noir-Thriller in bester Polanski-Tradition.

Auf unzähligen Festivals wurde das in düsteres Schwarzweiß getauchte Highlight bereits mit Auszeichnungen bedacht, darunter dem Europäischen Filmpreis 2006. Dennoch zogen zwei Jahre ins Land, bevor sich ein Verleih fand, das erst enigmatische, dann schockierende, schließlich eiskalte Kleinod zum verdienten Kinoauftritt zu verhelfen.

Es mag weltweit Fight Clubs und nicht nur in Japan Suicide Circles geben, diese knallharte Variante des Most Dangerous Game schlägt sie um Längen in Menschenverachtung und Dekadenz: Eine höchst illegale Russisch-Roulette-Party von privater Hand, Nervenkitzel für schwer reiche Sadisten, die Millionenbeträge auf bemitleidenswerte Spielfiguren, freilich Menschen, setzen, die sich gegenseitig eine Kugel durch den Kopf jagen müssen. Wer überlebt, gewinnt ein rundes Sümmchen - Raubtierkapitalismus in seiner amoralischen Essenz.

Der Blick in die hässliche Fratze der Menschheit beginnt opak, lässt sich bis zu seinem überraschenden Coup nicht in die Karten blicken. Sebastien (Gelas Bruder George Babluani), wie der Regisseur ein junger Georgier, ernährt seine Familie in Frankreich mit Gelegenheitsjobs als Dachdecker, derzeit an einer verfallenen Villa an der Küste. Durch den Tod des drogensüchtigen Auftraggebers Jean-François (Philippe Passon) um seinen Lohn geprellt, lässt er einen ominösen Brief mitgehen, der dessen Geldprobleme bereinigen sollte. Darin sind ein Bahnticket und ein Hotelquartier enthalten. Sebastian bricht mit falscher Identität auf, dauernd observiert von geheimnisvollen Gestalten, bis er nach langer Odyssee in einem abgelegenen Waldhaus in dem diabolischen Spiel auf Leben und Tod landet.

Geheimnisvoll beginnt "13", wird immer dubioser, bis Sebastien als titelgebende Spielnummer ahnungslos wie der Zuschauer ins Angesicht des Todes blickt, in einer irre schweißtreibenden Suspense-Abfolge, bis im letzten Drittel fast emotionslos distanziert der Film noir seinen letzten Gang geht. Babluanis legt den kalten Überlebenstrieb frei und somit die denkbar düsterste Sicht auf Mensch und Gesellschaft. Stilsicher, verblüffend klischeefrei und bildstark (Kamera: Tariel Meliava) verarbeitet er Elemente des Noir, des frühen Polanski, des französischen Polar, bis zu Kieslowski und Kafka. Doch daraus entwickelt sich eine ganz eigenständige, existenzialistische Stimmung, die der gallischen Kurzfilmsammlung "Adrenaline" am nächsten kommt: naturalistisch und alptraumhaft zugleich, sardonisch, schmutzig, direkt - und bar jeder Ironie. Ein bemerkenswertes Filmjuwel, an dessen unvermeidlichen US-Remake Babluani derzeit selbst arbeitet. tk.

13 - Tzameti

Der unscheinbare georgische Einwanderer Sébastien bestreitet mit Gelegenheitsjobs mühsam den Lebensunterhalt für sich und seine Familie in Frankreich. Durch Zufall gerät er an einen Brief, der seinem Empfänger endlich Glück und Geld bescheren soll. Sébastien folgt nun selbst den Anweisungen des Briefes. Diese führen ihn jedoch mitten in ein schmutziges Glücksspielszenario, in dem sich reiche, gelangweilte Männer zusammenfinden, um sich den ultimativen Kick zu geben - im Spiel um Leben und Tod. Nun gibt es kein Zurück mehr...

Quelle: AL!VE

Sechs Deleted Scenes (ca. 11 Minuten, Französisch mit deutschen UT)
- Ausführliches Interview mit den Babluani Brüdern: Géla Babluani / Regie und Drehbuch und George
Babluani in der Rolle des Sébastien (ca. 28 Minuten, Französisch mit deutschen UT)
- Original Kinotrailer (Deutsch)

Quelle: AL!VE

Darsteller:  George Babluani   als Sébastien
  Aurélien Recoing   als Jacky
  Pascal Bongard   als Zeremoniemeister
  Fred Ulysse   als Alain
  Nicolas Pignon   als Romain
  Vania Vilers   als Mr. Schlondorff
  Olga Legrand   als Mme Godon
  Christophe Van de Velde   als Ludo
  Augustin Legrand   als José
 
Regie:  Géla Babluani  
Buch:  Géla Babluani  
Kamera:  Tariel Meliava  
Produzent:  Géla Babluani  
  Jean-Baptiste Legrand  
  Fanny Saadi  

Russisches Roulette mit US-Superstars

Nervöse, schwitzende junge Männer in einem Kreis, mit Revolvern in den Händen. Auf Kommando schiebt jeder eine Kugel ins Magazin, dreht die Trommel und legt auf seinen Nebenmann an...

Bewerben sich um ein Rendezvous mit dem Tod: Ledger, Maguire, DiCaprio und Phoenix (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Bewerben sich um ein Rendezvous mit dem Tod: Ledger, Maguire, DiCaprio und Phoenix (Foto: Kurt Krieger)

Mit diesen Bildern in grobkörnigem Schwarz-Weiß verstörte und begeisterte der georgische Regisseur Gela Babluani weltweit Publikum und Kritiker: Sein Killer-Thriller "13" wurde in Venedig als bestes Spielfilmdebüt geehrt, beim Sundance Filmfestival gab's sogar den Großen Preis der Jury. Kein Wunder, dass sich nun Hollywood für den Stoff interessiert.

Auf der Wunschliste für die Hauptrolle stehen dabei gleich vier Top-Stars: Tobey Maguire, Leonardo DiCaprio, Joaquin Phoenix und Heath Ledger sind im Gespräch für den Part des georgischen Einwanderers Sebastién.

Dessen Geschichte spielt im Original in Frankreich und beginnt relativ harmlos: Sebastién ist chronisch pleite und hört zufällig mit, wie einem Junky ein Brief voller Geld angekündigt wird. Doch der Belauschte stirbt kurz darauf und Sebastién stiehlt den Brief. Darin finden sich statt Barem aber nur rätselhafte Anweisungen. Als Sebastién sich auf eine Schnitzeljagd einlässt, gerät er ins Visier der Polizei und schließlich in ein abgelegenes Haus, in dem eine tödliche Kombination aus Ringelpiez mit Anfassen und russischem Roulette gespielt wird - mit ihm als Hauptfigur.

Manhattan statt Montmartre

Original-Regisseur Babluani darf auch im Hollywood-Remake wieder Regie führen. Am Rande eines Festivals in Kasachstan verriet er, dass er bereits mögliche Drehorte in New York und New Jersey sucht. Auch das Casting für die Nebendarsteller läuft bereits, dabei werden ebenfalls nur US-Darsteller zum Zuge kommen.

Das sind schlechte Nachrichten für die Familie von Gela Babluani, der im Original seinem Bruder George die Hauptrolle und seinem Vater Temur eine Nebenrolle zugeschanzt hatte. Sollte Gela mit dem Remake allerdings tatsächlich einen großen Erfolg einfahren, wird sich die georgische Großfamilie bestimmt trotzdem mitfreuen.

 

13 - Tzameti in der Fotoshow

 

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