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14 Tage lebenslänglich

Packender Thriller um einen versnobbten Anwalt (glänzend: Kai Wiesinger), der hinter Gefängnisgittern einige herbe Erfahrungen sammelt.


14 Tage lebenslänglich

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Erhältlich seit:
17.11.2000

Thriller

Deutschland 1996
Laufzeit: 103 Min.
FSK: ab 16

Kai Wiesinger
Michael Mendl
Katharina Meinecke

Regie: Roland Suso Richter
Kinowelt Home Entertainment

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14 Tage lebenslänglich

Der karrieregeile Anwalt Konrad von Seidlitz hat seine Park-Strafzettel nicht bezahlt. Dafür nimmt er sogar 14 Tage Gefängnis in Kauf, wodurch er sich vor allem Publicity für seine Kanzlei erhofft. Im Knast läßt der arrogante Jurist nichts unversucht, seinen Mitgefangenen zu zeigen, daß er sich für etwas Besseres hält. Kurz vor seiner Entlassung aber findet man in seiner Zelle Drogen. Aus zwei Wochen werden plötzlich zwei Jahre, in denen Seidlitz nun den geballten Haß der Häftlinge zu spüren bekommt. Da findet er in dem Gauner Czernetzky seinen einzigen Freund...

Bei seinem ersten Kinofilm seit rund zwölf Jahren verblüfft der versierte TV-Regisseur Roland Suso Richter mit einem packenden Gefängnis-Thriller, der durch seine stringente Story besticht, aber auch in technischer Hinsicht überzeugen kann. Herausragend die Kameraarbeit von Martin Peglau, ausgezeichnet mit dem Deutschen Filmpreis '97. Kai Wiesinger, eigentlich in Komödien wie "Stadtgespräch" und "Der bewegte Mann" zu Hause, zeigt in der Hauptrolle die bisher beste Leistung seiner Karriere. Der Knast-Krimi, der den Vergleich mit dem US-Kino locker standhält, wird dank des deutschen Film-Booms zahlreiche Anhänger finden.

14 Tage lebenslänglich

Wir müssen uns nicht totlachen! Roland Suso Richters "14 Tage lebenslänglich" ist ein Beweis dafür, daß im deutschen Kinofilm auch wieder emotionaler Starkstrom erzeugt werden kann. In diesem versiert inszenierten, spannungsgeladenen Drama überzeugt vor allem Kai Wiesinger mit einem gelungen Image-Wechsel, der wie der Film insgesamt richtungsweisend für die Zunft sein könnte - oder sogar sollte.

"14 Tage lebenslänglich" macht sich die zwei zentralen Stärken des US-Kinos zu eigen, die - obzwar ursprünglich das Ergebnis einer durch und durch europäischen Erzähltradition, die sozusagen, verkürzt gesagt, ihren Weg von den Amphitheatern der griechischen Antike in die Studio-Werkstätten Hollywoods fand - diesseits des Atlantiks lange in Vergessengeit geraten waren: eine universelle dramatische Prämisse und größte handwerkliche Sorgfalt bei ihrer Umsetzung. Angesichts eines so gelungenen Dramas kommt große Freude auf: Was wäre, wenn in deutschen Kinos eine ganze, gesunde Bandbreite von Genres das Publikum überzeugte? Dann hätte der deutsche Kinofilm endlich wieder seine Sprache gefunden, er wäre erwachsen, selbstbewußt und müßte sich vor keinem Kino der Welt verstecken. Diese Hoffnung erscheint angesichts des Drehbuchs von Holger Carsten Schmidt, der Kamera von Martin Peglau und schauspielerischer Freischwimmer wie Kai Wiesinger und Michael Mendl, um nur die wichtigsten Highlights von "14 Tage lebenslänglich" zu nennen, nun ein bißchen weniger utopisch. Zu einem zudem stets den Punkt treffenden Soundtrack erzählt Roland Suso Richter eine Geschichte, die eine von Status, Alter, Geschlecht oder Weltanschauung unabhängige Ur- und Grundangst thematisiert: Was passiert, wenn einem Menschen alles entzogen wird, was ihn selbstbewußt, lebenstüchtig und gesellschaftlich funktionsfähig macht? Genau das erlebt der arrogante, karrieregeile Anwalt Konrad von Seidlitz (Wiesinger), der sich freiwillig für 14 Tage in Haft begibt, anstatt seine Parkstrafzettel zu begleichen, um daraus Publicity-Kapital zu schlagen. Nachdem er dort alle hat spüren lassen, daß er sich für besser, klüger und überhaupt unantastbar hält, bekommt er seine Quittung: Aus 14 Tagen werden zwei Jahre, und Konrad durchlebt die Hölle auf Erden: Während sich draußen alle von ihm abwenden, geht es ihm drinnen schwer an den Kragen. Daß er am Ende einer physischen und emotionalen Tour-de-force in dem knallharten Gauner Czernetzky (hervorragend: Michael Mendl) seinen einzigen echten Freund findet und nur mit ihm sein Leben retten kann, macht deutlich, welche erzählerische und dramaturgische Spannbreite "14 Tage lebenslänglich" abdeckt. In der Szene, in der Konrad endlich klar wird, was mit ihm passiert - nämlich, daß er vollkommen auf sich allein gestellt ist und komplett umdenken muß - erinnert Wiesingers Performance gar an Tom Hanks' Oscar-gekröntes Spiel in "Philadelphia". Das ist der Stoff, aus dem Filmhits gemacht sind! dd.

14 Tage lebenslänglich

Konrad von Seidlitz (Kai Wiesinger) ist ein arroganter Anwalt, der nur ein einziges Problem hat: ein ganz perfektes Image. Ein geplanter Aufenthalt im Knast soll endlich Publicity bringen, um der Kanzlei den Kick nach oben zu verschaffen. Als Konrad dann im Bau landet, kommt natürlich alles ganz anders als erwartet...

Quelle: Kinowelt

Darsteller:  Kai Wiesinger   als Konrad von Seidlitz
  Michael Mendl   als Viktor Czernetzky
  Katharina Meinecke   als Annika Hofer
  Axel Pape   als Axel Häring
  Sylvia Leifheit   als Cornelia
  Marek Wlodarczyk   als Ramon
  Axel Milberg   als Kleinschmidt
  Detlef Bothe   als Rudi
  Jürgen Schornagel   als Kaschinski
  Hubert Mulzer   als Kaiser
  Rolf Illig   als Schröder
  Georg Leumer   als Untersuchungsrichter
 
Regie:  Roland Suso Richter  
Buch:  Holger Karsten Schmidt  
Musik:  Ulrich Reuter  
  Christoph Gracian Schubert  
  Nana  
Kamera:  Martin Langer  
Produzent:  Werner Koenig  
 

14 Tage lebenslänglich in der Fotoshow

 

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Kai Wiesinger

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Michael Mendl

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