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Kaufvideo
Erhältlich seit:
17.11.2000
Deutschland 1996
Laufzeit: 103 Min.
FSK: ab 16
Kai Wiesinger
Michael Mendl
Katharina Meinecke
Regie: Roland Suso Richter
Kinowelt Home Entertainment

Wir müssen uns nicht totlachen! Roland Suso Richters "14 Tage lebenslänglich" ist ein Beweis dafür, daß im deutschen Kinofilm auch wieder emotionaler Starkstrom erzeugt werden kann. In diesem versiert inszenierten, spannungsgeladenen Drama überzeugt vor allem Kai Wiesinger mit einem gelungen Image-Wechsel, der wie der Film insgesamt richtungsweisend für die Zunft sein könnte - oder sogar sollte.
"14 Tage lebenslänglich" macht sich die zwei zentralen Stärken des US-Kinos zu eigen, die - obzwar ursprünglich das Ergebnis einer durch und durch europäischen Erzähltradition, die sozusagen, verkürzt gesagt, ihren Weg von den Amphitheatern der griechischen Antike in die Studio-Werkstätten Hollywoods fand - diesseits des Atlantiks lange in Vergessengeit geraten waren: eine universelle dramatische Prämisse und größte handwerkliche Sorgfalt bei ihrer Umsetzung. Angesichts eines so gelungenen Dramas kommt große Freude auf: Was wäre, wenn in deutschen Kinos eine ganze, gesunde Bandbreite von Genres das Publikum überzeugte? Dann hätte der deutsche Kinofilm endlich wieder seine Sprache gefunden, er wäre erwachsen, selbstbewußt und müßte sich vor keinem Kino der Welt verstecken. Diese Hoffnung erscheint angesichts des Drehbuchs von Holger Carsten Schmidt, der Kamera von Martin Peglau und schauspielerischer Freischwimmer wie Kai Wiesinger und Michael Mendl, um nur die wichtigsten Highlights von "14 Tage lebenslänglich" zu nennen, nun ein bißchen weniger utopisch. Zu einem zudem stets den Punkt treffenden Soundtrack erzählt Roland Suso Richter eine Geschichte, die eine von Status, Alter, Geschlecht oder Weltanschauung unabhängige Ur- und Grundangst thematisiert: Was passiert, wenn einem Menschen alles entzogen wird, was ihn selbstbewußt, lebenstüchtig und gesellschaftlich funktionsfähig macht? Genau das erlebt der arrogante, karrieregeile Anwalt Konrad von Seidlitz (Wiesinger), der sich freiwillig für 14 Tage in Haft begibt, anstatt seine Parkstrafzettel zu begleichen, um daraus Publicity-Kapital zu schlagen. Nachdem er dort alle hat spüren lassen, daß er sich für besser, klüger und überhaupt unantastbar hält, bekommt er seine Quittung: Aus 14 Tagen werden zwei Jahre, und Konrad durchlebt die Hölle auf Erden: Während sich draußen alle von ihm abwenden, geht es ihm drinnen schwer an den Kragen. Daß er am Ende einer physischen und emotionalen Tour-de-force in dem knallharten Gauner Czernetzky (hervorragend: Michael Mendl) seinen einzigen echten Freund findet und nur mit ihm sein Leben retten kann, macht deutlich, welche erzählerische und dramaturgische Spannbreite "14 Tage lebenslänglich" abdeckt. In der Szene, in der Konrad endlich klar wird, was mit ihm passiert - nämlich, daß er vollkommen auf sich allein gestellt ist und komplett umdenken muß - erinnert Wiesingers Performance gar an Tom Hanks' Oscar-gekröntes Spiel in "Philadelphia". Das ist der Stoff, aus dem Filmhits gemacht sind! dd.
Konrad von Seidlitz (Kai Wiesinger) ist ein arroganter Anwalt, der nur ein einziges Problem hat: ein ganz perfektes Image. Ein geplanter Aufenthalt im Knast soll endlich Publicity bringen, um der Kanzlei den Kick nach oben zu verschaffen. Als Konrad dann im Bau landet, kommt natürlich alles ganz anders als erwartet...
Quelle: Kinowelt
| Darsteller: | Kai Wiesinger | als Konrad von Seidlitz | |
|---|---|---|---|
| Michael Mendl | als Viktor Czernetzky | ||
| Katharina Meinecke | als Annika Hofer | ||
| Axel Pape | als Axel Häring | ||
| Sylvia Leifheit | als Cornelia | ||
| Marek Wlodarczyk | als Ramon | ||
| Axel Milberg | als Kleinschmidt | ||
| Detlef Bothe | als Rudi | ||
| Jürgen Schornagel | als Kaschinski | ||
| Hubert Mulzer | als Kaiser | ||
| Rolf Illig | als Schröder | ||
| Georg Leumer | als Untersuchungsrichter | ||
| Regie: | Roland Suso Richter | ||
| Buch: | Holger Karsten Schmidt | ||
| Musik: | Ulrich Reuter | ||
| Christoph Gracian Schubert | |||
| Nana | |||
| Kamera: | Martin Langer | ||
| Produzent: | Werner Koenig | ||
14 Tage lebenslänglich in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch
Tonformat: Dolby Digital (AC3)
Bildformat: 1:1,78/16:9
Extras: Trailer
Star
Kai Wiesinger
Kai Wiesinger zählt zur ersten Garde der deutschen Filmschauspieler. Bereits für sein Leinwand-Debüt in Sönke Wortmanns "Kleine Haie" erhielt...
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Michael Mendl
Er gibt sich immer stark, einen Softie oder Zweifler hat er nie gespielt. Mit sparsamen mimischen Mitteln und vorzugsweise ohne Dialog...
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