
In seiner netten Körpertausch-Komödie weidet sich "Nachts im Museum"-Autor Burr Steers an der Attraktivität und Popularität seines Tweenie-Stars Zac Efron.
Locker-leichte Komödien für Teens und Twens - darauf setzt Hollywood zurzeit und hat mächtig Erfolg damit. Nach der ein Doppelleben führenden Sängerin Hannah Montana alias Miley Cyrus, die nach ihrer TV-Serie ebenfalls zu Kinoehren gekommen ist, setzt nun "High School Muscial"-Star Zac Efron auf seine enorme Popularität beim weiblich-jugendlichen Publikum und versucht es erstmals ohne seine süße Dauertanzpartnerin Vanessa Anne Hudgens.
In "17 Again" spielt er den College-Boy Mike O'Donnell, dem im Jahre 1989 eine große Zukunft als Basketballer vorausgesagt wird. (In der Eingangssequenz sieht man Efron, wie er mit den Chearleadern eine heiße Dance-Nummer aufs Parkett legt - wohl eine Referenz an seine drei "HSM"-Auftritte.) Doch dann entscheidet sich Mike überraschend gegen den Sport und für die Liebe zu seiner Freundin Scarlet, die ihm gerade unterbreitet hat, sie sei schwanger. Knapp 20 Jahre später steht er (nun gespielt von "Friends"-Star Matthew Perry) jedoch vor einem Scherbenhaufen. Seine Ehe ist kaputt, beruflich tritt er auf der Stelle und seine Kinder nehmen ihn nicht für voll. Am liebsten würde er noch einmal von vorn anfangen Und tatsächlich geschieht ein Wunder. Plötzlich ist Mike wieder 17, allerdings nicht gestern, 1989, sondern jetzt und heute, 2009. Um endlich zu erfahren, wer er ist und was er wirklich will., beschließt er, noch einmal die Schulbank zu drücken. Dort begegnet Mike nicht nur den eigenen Kids, sondern natürlich auch seiner zukünftigen Ex-Frau (Leslie Mann), die nun als seine, zugegeben immer noch sehr attraktive, Mutter durchgehen könnte.
Der Unterhaltungswert des Subgenres Körpertausch/Zeitreise-Komödie erhöht sich um ein Vielfaches, wenn ein attraktiver Star in der Hauptrolle zu sehen ist - siehe Tom Hanks in "Big", Michael J. Fox in der "Zurück in die Zukunft"-Trilogie oder Jennifer Garner in "30 über Nacht". Auch Burr Steers, der bereits als Darsteller ("The Last Days of Disco"), Drehbuchautor ("Wie werde ich ihn los - in 10 Tagen?") und als Regisseur ("Igby") reüssierte, rückt seinen mindestens so sympathischen wie adretten Helden bei jeder sich bietenden Gelegenheit ins rechte Licht. Dabei gerät die konstruierte und selten nachvollziehbare Story schnell in den Hintergrund, was Fans von Zac Efron leicht verschmerzen können, schließlich wollen sie sehen, wie der gut gebaute Beau sein Leben wieder in den Griff be- und bei Frauen, ob alt oder jung, gut an-kommt. Dass das Ganze zuweilen auch richtig Spaß macht, ist in erster Linie Thomas Lennon zu verdanken. Der Autor ("Nachts im Museum") und Schauspieler ("Herbie Fully Loaded") glänzt als Mikes verschrobener Multimillionärs-Kumpel Ned, der mit den absurdesten Mitteln und einer sturköpfigen Hartnäckigkeit versucht, die gegen alle Komplimente resistent scheinende Direktorin der High School, die sein Freund nun wieder besucht, rumzukriegen.
Davor und danach aber gehen die Zac-Efron-Festspiele unbeirrt weiter und zurück bleibt das wohlige Gefühl, eine erfrischende und lebensbejahende, den Gesetzen der Logik jedoch nicht immer folgende Komödie mit lauter fröhlichen und hübschen Menschen gesehen zu haben. lasso.