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2:37 - Two Thirty Seven

Authentisches und packendes Ensemble-Drama um eine Bluttat in einer australischen Highschool.


2:37 - Two Thirty Seven (2 DVDs im Steelbook)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
07.01.2008

Originaltitel: 2:37

Drama

Australien 2006
Laufzeit: 95 Min.
FSK: ab 16

Teresa Palmer
Frank Sweet
Sam Harris

Regie: Murali K. Thalluri
Senator Home Entertainment

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Authentisches und packendes Ensembledrama um eine Bluttat in einer australischen Highschool.

Liebesdramen gehören bei Teenagern dazu (Foto: Central) Großansicht

Liebesdramen gehören bei Teenagern dazu (Foto: Central)

In diesem komplexen Ensembledrama werden die Erlebnisse von sechs Highschoolschülern an einem vermeintlich ganz normalen Tag geschildert. Durch ein schreckliches Ereignis, welches um 2:37 Uhr stattfindet, werden ihre Schicksale ungewollt miteinander verbunden.

Am Beispiel der Jugendlichen erzählt der Film von den alltäglichen Kämpfen und Problemen der Teenager, wie Essstörungen, ungewollte Schwangerschaft und Drogen, aber auch von so allgemeingültigen Themen wie Schuld, Sühne und Verantwortung.

Schülertreffen im Gang (Foto: Central) Großansicht

Schülertreffen im Gang (Foto: Central)

Viel gelobt

Mit "2:37" liefert der australische Regisseur Murali K. Thalluri sein Regiedebüt ab. Der von Kritikern gelobte Film lief bereits auf Filmfestivals in Toronto, Tokio, Istanbul und Melbourne. 2006 wurde er auch im offiziellen Nebenwettbewerb "Un Certain Regard" beim Filmfestival von Cannes gezeigt. Dem Regisseur ist damit ein eindringliches Generationengemälde mit ehrlichen Bildern und Charakteren gelungen.

2:37 - Two Thirty Seven (2 DVDs im Steelbook)

Australische Highschool-Tragödie, die in sich zeitlich überschneidenden Episoden sechs Schülern und ihren Problemen folgt und damit eine erschreckende Anatomie der heutigen Jugend vorlegt.

Der Vergleich zu Gus van Sants Vorbild "Elephant" liegt nahe, doch letztlich erweist sich Murali K. Thalluris packendes Regiedebüt als eigenständig. Anders als van Sant dringt der gerade mal 23-jährige Thalluri in die Gedankenwelt der Teenager ein, beschreibt einfühlsam ihre Sozialkontakte und seelische Universen, Hoffungen, Ängste, Beziehungen und vor allem: sich auftürmende Probleme.

Um 14:37 finden Lehrer einer Highschool die Leiche eines Schülers - Selbstmord. Wer das Opfer ist, bleibt zunächst verborgen. Dafür begegnen wir in sich mitunter leicht zeitlich überlappenden Rückblenden sechs Jugendlichen der Schule und wie sie am Morgen des gleichen Tages mit ihren Sorgen zu kämpfen haben. Bald stellt sich heraus, dass jeder von ihnen als Selbstmordkandidat in Frage kommt - zu unerträglich ist ihre jeweilige Situation, auch wenn es zunächst nicht immer danach aussieht. Hinter den Fassaden lauert eine Wahrheit von typischen und glaubwürdig durch brillante junge Darsteller vorgetragenen Horror-Sorgen. Dazwischengestreute, kurze Interviewszenen über den Suizid verstärken die realistische Wirkung.

Das Ensemble umfasst Outsider Sean (Joel Mackenzie), der jointrauchend mit den Leiden seines schwulen Coming Outs ringt, die sensible Reichentochter Melody (Teresa Palmer), die auf der Toilette einen Schwangerschaftstest durchführt - mit positiven Ergebnis. Was das für sie wirklich bedeutet, wird erst spät schockierend offenbar. Auch was es mit ihrem strebsamen, merkwürdig abweisenden Bruder Marcus (Frank Sweet) auf sich hat. Nur Stevens (Charles Baird) körperliche Gebrechen - ein verkürztes Bein und ein Geburtsfehler, der ihn zum Bettnässer degradiert - sind sofort offensichtlich und führen zum handelsüblichen Extremmobbing. Sportskanone Luke (Sam Harris) teilt am liebsten aus und präsentiert sich Freundin Sarah (Marni Spilane) und Kumpels als unbekümmerter Macho. Dass auch in ihm ein gnadenloser Konflikt tobt, bleibt am längsten unter Verschluss.

Doch Thalluris tiefen Einblicken ins Innere der juvenilen Menschen bleibt nichts verborgen. Er folgt einer präzis ausgetüftelten Dramaturgie, die wie ein Krimi die Spannung stetig steigert - Motive für den Selbstmord gibt es allenthalben - und immer erschütterndere Geheimnisse enthüllt. Eine lohnende emotionale Belastungsprobe für den aufgeschlossenen Arthouse-Kunden, der hautnah und eindringlich mit Verzweiflung, Zwängen und Verstörungen der Sozialhackordnung eines solchen Mikrokosmos konfrontiert wird. Bis in diesem Festivalhit zum Schluss einer symbolisch für alle anderen den Tod findet. Erlöst wird dadurch niemand.

tk.

Darsteller:  Teresa Palmer   als Melody
  Frank Sweet   als Marcus
  Sam Harris   als Luke
  Charles Baird   als Uneven Steven
  Joel Mackenzie   als Sean
  Marny Spillane   als Sarah
  Clementine Mellor   als Kelly
  Sarah Hudson   als Julie
  Gary Sweet   als Mr. Darcy
  Xavier Samuel   als Theo
  Chris Olver   als Tom
 
Regie:  Murali K. Thalluri  
Buch:  Murali K. Thalluri  
Musik:  Marc Tschanz  
Kamera:  Nick Matthews  
Produzent:  Murali K. Thalluri  
  Kent Smith  
  Nick Matthews  
 

2:37 - Two Thirty Seven (2 DVDs im Steelbook) in der Fotoshow

 

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