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2 Tage L.A.

Blutige, fast absurde Gangster-Komödie, die neun skurrile Figuren puzzlestückweise zusammenführt.


2 Tage L.A.

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Erhältlich seit:
11.03.2003

Originaltitel: 2 Days in the Valley

Thriller/ Komödie

USA 1996
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 16

Danny Aiello
Greg Cruttwell
Jeff Daniels

Regie: John Herzfeld
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Der Profikiller Lee Woods tötet den Ex-Mann der Skirennläuferin Becky Foxx und will sich während der Durchführung dieses Auftrags auch gleich seines Partners Dosmo Pizzo entledigen. Dosmo entgeht dem Anschlag jedoch und flüchtet sich ins Haus des Kunsthändlers Hopper, wo er sich verschanzt und mit dessen Sekretärin Susan anfreundet. Derweil versucht Woods, an sein Honorar zu gelangen, das sich noch am Tatort befindet. Dort hält sich aber der übereifrige Polizist Wes Taylor auf, der den verzwickten Fall unbedingt lösen will...

Nach 13jähriger Regie-Pause legt der Darsteller und Drehbuchautor John Herzfeld ("Turbulence") mit dieser Mischung aus "Pulp Fiction" und "Short Cuts" hier seine zweite Inszenierung nach "Zwei vom gleichen Schlag" vor. Das rabenschwarze Werk - im Kino unter Wert geschlagen - besticht durch sein hochkarätiges Schauspielerensemble, gekonnten Bild- und Wortwitz sowie seine komplex-mosaikartige Struktur. Das schwer durchschaubare Handlungslabyrinth ist zwar manchmal etwas enervierend, doch Freunde von Gangster-Komödien, bei denen es ordentlich zur Sache geht, werden sicher ihren Spaß haben.

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Ohne "Pulp Fiction" gäbe es John Herzfelds absurde Tough-Guy-Komödie nicht: Denn obwohl die Struktur dieser blutigen Gangster-Komödie aus den heißesten Untiefen des San Fernando Valley eher an Robert Altmans "Short Cuts" erinnert, sind die grell überzeichneten Figuren deutlich Schöpfungen aus dem postmodernen Popart-Universum eines Quentin Tarantino.

Neun skurrile Hauptfiguren hat sich John Herzfeld für sein Ensemblestück ausgedacht, und sie in einer Art und Weise arrangiert, daß es eigentlich unglaublich erscheint, daß sich ihre Wege jemals kreuzen könnten. Da sind zwei ungleiche Hitmen auf dem Weg zu einem Auftrag, ein arroganter Kunsthändler, der seine loyale Sekretärin wie Dreck behandelt, zwei durchtriebene olympische Skiläuferinnen, zwei Undercover-Cops, die einen asiatischen Massagesalon ausheben sollen und schließlich ein alternder TV-Regisseur, der sich mit Suizidplänen trägt.

"2 Days in the Valley" wäre bestenfalls ein leidlich routinierter Thriller, den man schnell abhaken würde, schickte John Herzfeld seine überdurchschnittlich versierten Darsteller (neben dem wunderbaren Danny Aiello als Italo-Killer mit dem Herzen auf dem rechten Fleck und James Spader im eisigen Michael-Caine-Outfit tummeln sich noch Eric Stoltz, Jeff Daniels, Glenne Headley, Teri Hatcher und Paul Mazursky im Handlungslabyrinth) nicht im Zickzack-Kurs durch puzzleartig arrangierte, stellenweise fast surreale Szenarien, die immer wieder fesseln. So ist der Regisseur dem Publikum immer ein gutes Stück voraus: Es ist schier unmöglich, zu ahnen, in welche Richtung diese Mörder-Ballade von der nächsten der zahllosen Wendungen geführt werden könnte. Herzfeld tut gut daran, seiner Story ein gerütteltes Maß an absurd überhöhtem Nihilismus einzuimpfen. Kaum eine Szene vergeht, in der nicht diverse Figuren mit schwerkalibrigen Waffen bedroht würden. In Erinnerung bleiben allerdings ganz andere Momente: Wenn Teri Hatcher und die erfrischende Entdeckung Charlize Theron (auch in "That Thing You Do!" eine Augenweide) in einem Hotelzimmer mano a mano aufeinander losgehen, Eric Stoltz eine der witzigsten Erektionen der Filmgeschichte beschert wird oder Danny Aiello dem Affen Zucker gibt, indem er trotz akuter Lebensgefahr eine Pasta à la Mama zaubert, dann möchte man kurz vergessen, daß "Two Days in the Valley" letztlich viel Rauch um nichts fabriziert. Wenn im Anschluß an einen unglaublich blutigen Showdown im Westernstil die wenigen Überlebenden ins Happy End düsen dürfen, fühlt man sich ordentlich unterhalten. Doch nach einer Seele sucht man in dieser kühl und rational komponierten Moritat vergebens. ts.

Darsteller:  Danny Aiello   als Dosmo Pizzo
  Greg Cruttwell   als Allan Hopper
  Jeff Daniels   als Alvin Strayer
  Teri Hatcher   als Becky Foxx
  Glenne Headly   als Susan Parish
  Peter Horton   als Roy Foxx
  Marsha Mason   als Audrey Hopper
  Paul Mazursky   als Teddy Peppers
  James Spader   als Lee Woods
  Eric Stoltz   als Wes Taylor
  Charlize Theron   als Helga
  Keith Carradine   als Detective Creighton
  Louise Fletcher   als Evelyn
  Austin Pendleton   als Ralph Crupi
  Kathleen Luong   als Midori
  Michael Jai White   als Buck
  Cress Williams   als Golfer
  Lawrence Tierney   als Älterer Mann
  Micole Mercurio   als Ältere Frau
  William Stanton   als Mann in der Bar
  Deborah Benson-Wald   als Freundin des Fahrers
  Ada Maris   als Detective Valenzuela
 
Regie:  John Herzfeld  
Buch:  John Herzfeld  
Musik:  Anthony Marinelli  
Kamera:  Oliver Wood  
Produzent:  Jeff Wald  
  Herbert S. Nanas  
 

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