- Service:
- Newsletter
- RSS
- kino.de mobil
- Sitemap
- Kontakt
Kaufvideo
Erhältlich seit:
22.05.2008
Originaltitel: The United States of Leland
USA 2002
Laufzeit: 105 Min.
FSK: ab 12
Don Cheadle
Ryan Gosling
Chris Klein
Regie: Matthew Ryan Hoge
e-m-s sales

Einsamkeit, Frustration und Angst führen in Matthew Ryan Hoges berührendem Jugenddrama "The United States of Leland" zu einem für alle Beteiligten - inklusive des Täters - unverständlichen Mord. Wegen seiner offensichtlichen Sympathie für den Täter löste das in wunderbaren Bildern erzählte, ruhige Werk in den USA Proteststürme und sogar Boykottaufrufe aus. Eine von Kevin Spacey koproduzierte und herausragend besetzte Psychostudie.
Columbine, Erfurt, Freising - immer wenn Schüler Mitschüler töten, hält die Welt den Atem an, stellen Nationen kollektiv gesellschaftliche Werte in Frage und schieben wahlweise den (bösen) Medien, brutalen Ego-Shooter-Videospielen, dem "Satan" Marilyn Manson oder den (abwesenden/überforderten/karrieresüchtigen/übermächtigen) Eltern die Schuld in die Schuhe. Die Täter: Meist verklemmte, unattraktive Einzelgänger mit einem ausgeprägten Hang zu Waffen. Ganz anders die Titelfigur von Matthew Ryan Hoges stimmigem Teen-Drama, das generell Stereotype und Klischees scheut. Sensibel, einfühlsam und überzeugend gespielt von Ryan Gosling ("Gegen jede Regel"), gehört Leland eher "dazu". Er sieht gut aus, hat eine feste Beziehung und unterscheidet sich von den anderen Kids hauptsächlich dadurch, das er mehr nachdenkt als sie. Liebevoll kümmert er sich um den behinderten Bruder der Freundin - bis er diesen eines Tages aus einem Affekt heraus ermordet. Brutal abmetzelt, mit Dutzenden von Messerstichen. Leland, der sich an die Tat weder erinnern, noch sie erklären kann, landet in der Jugendstrafanstalt, wo er das Interesse des Lehrers und Teilzeit-Schriftstellers Pearl Madison (Don Cheadle aus "Ocean's Eleven") erregt. Pearl will hinter die Beweggründe des Teenagers kommen und ganz nebenbei dessen Geschichte für seinen Roman ausschlachten - denn Lelands ruheloser Vater ist der gefeierte Autor Albert T. Fitzgerald (Kevin Spacey). Immer deutlicher treten die Beweggründe für die grausame Tat zu Tage, immer tiefer wird die Freundschaft zwischen Pearl und dem Jungen. Da schlägt das Schicksal eine weitere tragische Volte.
Ausgewaschene, an Sofia Coppolas "Virgin Suicides" erinnernde Bilder von Kameramann James Glennon ("About Schmidt") spiegeln das diffuse Weltbild des Titel(anti)helden wider, in dem es kaum Sicherheiten, nur Fragen und Zweifel gibt. Und die sind durchaus auch bei der Interpellation berechtigt, ob man einen jugendlichen Mörder so "nett" darstellen und die Tat beinahe als Nebensache abtun darf. Die Antwort bleibt jedem selbst überlassen - und gerade das nicht Offensichtliche macht "The United States of Leland" so interessant. Hoge, der selbst eine Zeitlang als Lehrer in einem Jugendgefängnis in Los Angeles arbeitete, interessiert weniger die Tat nebst der "gerechten" Strafe für den Jungen, ihn faszinieren vielmehr die Mechanismen, die aus normalen Kids plötzlich Mörder, Vergewaltiger und Räuber werden lassen. Dabei verrennt der Regisseur und Drehbuchautor sich bisweilen in etwas (zu) prätentiöse Gespräche und Nebenhandlungen, die jedoch durch die souveränen Leistungen von Gosling, der Entdeckung Jena Malone ("Donnie Darko") und Don Cheadle spielend wettgemacht werden. Ergänzt wird das sorgfältig zusammengesetzte Ensemble durch Chris Klein ("Rollerball"), Lena Olin ("Chocolat"), Martin Donovan ("Insomnia"), Ann Magnuson ("Panic Room") und Sherilyn Fenn ("Twin Peaks"), die das unbequeme, höchst mutige Drama mit einer Prise Starpower aufwerten. So ist ein etwas anderer Film entstanden, nicht einfach, beklemmend, manchmal gar beglückend - auf alle Fälle aber ungewöhnlich, und das ist wahrlich nicht das Schlechteste. geh.
Warum tötet der 16-jährige Leland
einen behinderten Jungen mit 20
Messerstichen? Beeindruckendes
Starkino von und mit Oscarpreisträger
Kevin Spacey, Don Cheadle ("Ocean's 13"),
Lena Olin ("Die Neun Pforten") und Michelle
Williams ("Brokeback Mountain").
Quelle: e-m-s GmbH
Trailer, Spots, Bio- und Filmografien zu Kevin Spacey, Sherilyn Fenn, Don Cheadle, Lena Olin, Ryan Gosling
Quelle: e-m-s GmbH
| Darsteller: | Don Cheadle | als Pearl Madison | |
|---|---|---|---|
| Ryan Gosling | als Leland P. Fitzgerald | ||
| Chris Klein | als Allen Harris | ||
| Jena Malone | als Becky Pollard | ||
| Lena Olin | als Marybeth Fitzgerald | ||
| Kevin Spacey | als Albert T. Fitzgerald | ||
| Michelle Williams | als Julie Pollard | ||
| Martin Donovan | als Harry Pollard | ||
| Ann Magnuson | als Karen Pollard | ||
| Kerry Washington | als Ayesha | ||
| Sherilyn Fenn | als Mrs. Calderon | ||
| Regie: | Matthew Ryan Hoge | ||
| Buch: | Matthew Ryan Hoge | ||
| Musik: | Jeremy Enigk | ||
| Kamera: | James Glennon | ||
| Produzent: | Kevin Spacey | ||
| Bernie Morris | |||
| Palmer West | |||
| Jonah Smith | |||
20 Messerstiche in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Trailer, Spots, Bio- und Filmografien
Trailer, Spots, Bio- und Filmografien zu Kevin Spacey, Sherilyn Fenn, Don Cheadle, Lena Olin, Ryan Gosling
Star
Don Cheadle
Mörder, Gangster, Opfer von Rassismus, Cops und überlegene Engel gehen auf das Darstellerkonto von Don Cheadle, der als Schwarzer seinen eigenen...
Star
Ryan Gosling
Außenseiter, Soziopathen, Teenager in Trouble, unangepasste Drifter, jugendliche Provokateure und Künstlerseelen in Aufruhr gehören zum...
Registrieren





