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2030 - Aufstand der Jungen

Düstere TV-Doku-Fiction um den bevorstehenden demografischen Wandel. Fortsetzung des Dreiteilers "2030 - Aufstand der Alten".


2030 - Aufstand der Jungen

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Erhältlich seit:
14.01.2011

Science Fiction

Deutschland 2010
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 12

Bettina Zimmermann
Lavinia Wilson
Barnaby Metschurat

Regie: Jörg Lühdorff
Universum Film

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2030 - Aufstand der Jungen

Die Journalistin Lena Bach wird auf den Fall des 30-jährigen Tim Burdenski aufmerksam. Das Leben des jungen Mannes, eines sogenannten "Milleniumkindes", wurde seit seiner Geburt von einem Fernsehteam dokumentiert. Jetzt ist er angeblich tot, doch Tims Freundin Sophie hat Zweifel. Gemeinsam machen sich die beiden Frauen auf die Suche nach Tim. Lena und Sophie finden heraus, dass die Langzeitdokumentation grob verfälscht wurde und Tim in Wahrheit hoch verschuldet war und in Armut lebte. Bei ihren Recherchen stoßen sie auf eine Art Parallelgesellschaft im Berliner Ghetto "Höllenberg", die schon lange nicht mehr auf die Unterstützung der Regierung wartet und ihre eigenen Regeln aufgestellt hat.

Dem viel diskutierten Dreiteiler "2030 - Aufstand der Alten" von 2006 folgte 2010 die Doku-Fiction "2030 - Aufstand der Jungen". Wieder thematisierte Regisseur Jörg Lühdorff in seinem Film die Probleme, die durch den demographischen Wandel auf die Gesellschaft zukommen werden, wieder ist Bettina Zimmermann als engagierte Journalistin Lena Bach zu sehen und wieder trägt die düstere Mischung aus Politkrimi, Science-Fiction-Film und Dokumentation etwas dick auf. Trotzdem ist die Geschichte von Tim Burdenski durchaus spannend erzählt und dürfte viele Zuschauer zum Nachdenken über die Schwächen unseres Sozialstaates anregen.

2030 - Aufstand der Jungen

Vier Jahre nach dem Aufsehen erregenden Dreiteiler "2030 - Aufstand der Alten" zeigt das ZDF eine weitere "Doku-Fiction": Auch "2030 - Aufstand der Jungen" ist ein als Dokumentation produzierter Spielfilm.

Erneut nutzt Autor und Regisseur Jörg Lühdorff die Handlung, um mit Hilfe einer negativen Utopie auf aktuelle Fehlentwicklungen hinzuweisen. Hatte Journalistin Lena Bach (Bettina Zimmermann) in der ersten Geschichte noch einen Skandal aufgedeckt (pflegebedürftige alte Menschen wurden in afrikanischen Billigheimen entsorgt), so geht es diesmal stärker um eine Zustands-, oder richtiger gesagt: Missstandsbeschreibung der deutschen Gesellschaft in knapp zwanzig Jahren. Lühdorffs Szenario ist in der Tat beängstigend. Zentrales Thema des Films ist die medizinische Versorgung. Sie hat zwar enorme Fortschritte gemacht, ist aber auch entsprechend teuer geworden. Das Krankenkassensystem ist längst zu einer Zweiklassengesellschaft pervertiert. Ein ganzer Stadtteil Berlins, das heutige Schöneberg, hat sich in das rechtsfreie Refugium "Höllenberg" verwandelt. Die überwiegend jungen Aussteiger, die hier leben, erwarten vom Staat keine Hilfe mehr.

Emotionaler Rahmen für diese düstere "Science Faction"-Handlung ist die als lange Rückblende erzählte Suche nach dem vermeintlich verstorbenen Tim (Barnaby Metschurat), der neben einigen anderen seit dem Tag seiner Geburt vor dreißig Jahren Hauptfigur einer Langzeitbeobachtung ist: Er war ein "Millenniums-Baby". Tims frühere Freundin Sophie (Lavinia Wilson) glaubt nicht an seinen Tod. Gemeinsam mit Lena Bach macht sie sich auf eine Spurensuche, die ein völlig anderes Bild von Tim ergibt. Während er für die Öffentlichkeit das abgesicherte Leben eines erfolgreichen Grafikdesigners führte, war er in Wirklichkeit völlig verschuldet. Schließlich fasste er den verzweifelten Entschluss, von der Bildfläche zu verschwinden. Dabei stand ihm der Pfleger Fischer (Ralph Herforth) zur Seite, der im Krankenhaus gefälschte Todesscheine ausstellt. Seine Schützlinge verlieren auf diese Weise zwar ihre Existenz, müssen aber auch keine Schulden mehr zurückzahlen. Als Fischer auf der Flucht vor der Polizei erschossen wird, kommt es im Ghetto zu einem Aufstand, der sich wie ein Lauffeuer durch die Republik verbreitet.

Die Konzentration der Geschichte auf neunzig Minuten führt zwangsläufig dazu, dass einige komplexe Sachverhalte nur angerissen werden können. Andererseits ist der neue Film ungleich dichter als der erste. Gerade die "dokumentarischen" Szenen wirken so echt, dass Zufallseinschalter die Bürgerkriegsbilder ohne weiteres für authentisch halten werden. tpg.

2030 - Aufstand der Jungen

Wie schon bei "2030 - Aufstand der Alten" steht auch hier die Journalistin Lena Bach im Zentrum des Geschehens und gerät in ein mysteriöses Labyrinth aus Vertuschung und Verschweigen, in der sich die Opfer einer Zwei-Klassen-Medizin auf eigene Faust zu ihrem Recht verhelfen.

Lena Bach hat ein erfolgreiches Fernsehformat entwickelt, in dem sie benachteiligten Menschen hilft. Sie schlüpft hierbei für eine Weile in deren Rollen und versucht so beim lösen ihrer Probleme zu helfen. Als Lena die Familie Gerdes kennenlernt, wird sie schon bald in ein Geflecht von undurchsichtigen Machenschaften verstrickt, welche ihre journalistische Neugier wecken. Sie möchte dem Geheimnis auf den Grund gehen und entdeckt ein Netzwerk von Menschen, die sich aus der Gesellschaft zurückgezogen und ein eigenes Versorgungssystem aufgebaut haben. Sie wollen sich damit von den untragbaren Lasten befreien, die der Staat den Menschen aufbürdet, um ein längst nicht mehr funktionierendes Abgabesystem aufrecht zu erhalten. Sie beschließt anstatt ihres Unterhaltungsformats eine Dokumentation über die Zusammenhänge von Generationengerechtigkeit, Unterhaltspflicht, Schattenwirtschaft und Reformstau zu senden. Lena gerät immer tiefer in die Schattenwelt und steht plötzlich sogar unter Mordverdacht....

Quelle: Universum Film

Darsteller:  Bettina Zimmermann   als Lena Bach
  Lavinia Wilson   als Sophie Schäfer
  Barnaby Metschurat   als Tim Burdenski
  Kathrin von Steinburg   als Paula Burdenski
  Ralph Herforth   als Vincent Fischer
  Marlies Friedrich  
  Elisabeth Baulitz  
  Tibor Taylor  
 
Regie:  Jörg Lühdorff  
Buch:  Jörg Lühdorff  
Musik:  Oliver Biehler  
Kamera:  Konstantin Kröning  
Produzent:  Prof. Regina Ziegler  
 

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Features

 

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