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Leihvideo
Erhältlich seit:
15.07.2004
Originaltitel: 21 Grams
USA 2003
Laufzeit: 120 Min.
FSK: ab 12
Sean Penn
Benicio Del Toro
Naomi Watts
Regie: Alejandro González Iñárritu
Highlight Communications (Deutschland)

Der Mexikaner Alejandro Gonzalez Iñárritu (Welterfolg für "Amores Perros") präsentierte in Venedig mit seinem in englisch gedrehten Film "21 Grams" ein dramatisches Puzzle über Trauer und Tod, Schuld und Sühne. Das brillante Cast von Benicio del Toro über Naomi Watts bis hin zu Sean Penn, ausgezeichnet mit der Coppa Volpi als Bester Darsteller, machen diesen furiosen Trip am Rande des Abgrunds zu einem aufwühlenden Erlebnis.
Wie in "Amores Perros" verweben sich auch in "21 Grams" die Schicksale dreier Hauptfiguren. Über mehrere Monate hinweg bestimmen ihre zufälligen Begegnungen den Handlungsverlauf. Und wie in "Amores Perros" wird ein Autounfall zum Auslöser einer explosiven Katharsis, der intensiven Betrachtung von Liebe und Hoffnung, Rache und Sühne. Titelgebend ist die Annahme, dass der Mensch 21 Gramm seines Körpergewichts beim Sterben verliert, vielleicht das Gewicht der Seele.
Der Collegeprofessor Paul Rivers (Sean Penn) wartet auf eine Herztransplantation und seine Frau Mary (Charlotte Gainsbourg) möchte ein Kind von ihm durch künstliche Befruchtung, auch auf die Gefahr hin, dass dieses erst nach dem Tod des Erzeugers das Licht der Welt erblickt. Christina Peck (Naomi Watts) lebt mit ihrem Mann und den zwei Töchtern in ausgeglichener Mittelschichtsharmonie, ganz unten auf der sozialen Skala angesiedelt ist Exknasti Jack Jordan (Benicio Del Toro), der sich mit Frau und zwei Kindern durchs schäbige Dasein schlägt und in der Religion einen Halt findet. Als er bei einem Autounfall Christinas Familie auslöscht, gerät die psychologische Balance aller Figuren aus dem Gefüge. Und als Paul mit dem Herzen des Unfallopfers Gefühle für die Witwe entwickelt, steuert das Drama auf einen Höhepunkt zu. Drehbuchautor Guillermo Arriaga kombiniert erneut einen harten Realismus mit dem unerschütterlichen Glauben an die Möglichkeiten des Lebens, "eine Meditation, die die existenziellen Dinge des komplexen Miteinanders erforscht". Es gibt keine guten und keine schlechten Menschen, sondern nur Opfer der Verhältnisse, so das Fazit. Inárritu setzt die einzelnen Elemente zu einem nicht ganz einfach zu verstehenden, selbst am Ende noch irritierenden Puzzle zusammen, das sich erst auf dem zweiten Blick erschließt. Anhänger einfacher und linearer Konstellationen bleibt nur Rätselraten. Wenn man sich an die fragmentarische Struktur gewöhnt hat (und das sollte Freunden von Christopher Nolans "Memento" keine Probleme bereiten), ist es einfacher, die einzelnen Fährten zu verfolgen und auch die Dopplung der Szenen nachzuvollziehen. Die schmutzig ausgebleichten Bilder von Rodrigo Prietos nervöser Handkamera unterstreichen die Verlorenheit der Charaktere, umkreist sie kompromisslos und kommt ihnen schmerzhaft nahe. "21 Grams" ist ein Stück brisante Philosophie, ein wüstes Anrennen gegen Sehgewohnheiten, ein apokalyptischer Ritt durch das Unterbewusstsein. Dem Zuschauer wird einiges abverlangt, aber dafür entschädigen Schauspieler aus Hollywoods Oberliga. Allein Sean Penn als wortkarger mit dem eigenen Tod konfrontierter Intellektueller, Del Toro als wie ein wilder Hund gegen die Schatten der Vergangenheit ankämpfend und sich in Religion flüchtend, sowie eine genial auftrumpfende Naomi Watts, die souverän auf der Klaviatur von lauter Wut, tiefem Leid und leiser Liebe spielt, sind die Kinokarte wert. mk.
| Darsteller: | Sean Penn | als Paul Rivers | |
|---|---|---|---|
| Benicio Del Toro | als Jack Jordan | ||
| Naomi Watts | als Cristina Peck | ||
| Charlotte Gainsbourg | als Mary Rivers | ||
| Melissa Leo | als Marianne Jordan | ||
| Clea DuVall | als Claudia Williams | ||
| Danny Huston | als Michael | ||
| Paul Calderon | als Brown | ||
| Marc Musso | als Freddy | ||
| Teresa Delgado | als Gina | ||
| Stephen Bridgewater | als P.I. Austin Donneaud | ||
| Catherine Dent | als Anna | ||
| David Chattam | |||
| Annie Corley | |||
| Eddie Marsan | |||
| Regie: | Alejandro González Iñárritu | ||
| Buch: | Guillermo Arriaga Jordan | ||
| Musik: | Gustavo Santaolalla | ||
| Kamera: | Rodrigo Prieto | ||
| Produzent: | Alejandro González Iñárritu | ||
| Robert Salerno | |||
21 Gramm in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Making of, Interviews
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Benicio Del Toro
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