DVD (Rolling Stone Music Movies Collection) Kaufvideo

24 Hour Party People

Witziges und mitreißendes Porträt der Indie-Musik-Szene um New Order und Co.


24 Hour Party People (Rolling Stone Music Movies Collection)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
18.09.2009

Drama/ Musikfilm

Großbritannien 2002
Laufzeit: 112 Min.
FSK: ab 16

Steve Coogan
Lennie James
Shirley Henderson

Regie: Michael Winterbottom
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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24 Hour Party People (Rolling Stone Music Movies Collection)

Gäbe es "24 Hour Party People" nicht, dann müsste man sich die Frage stellen, wann die Abenteuer der Manchester-Musikszene endlich verfilmt werden. Von den Anfängen von Punk bis zu den letzten Zuckungen der Acidhouse-Szene erstreckt sich die Saga ihres Machers Tony Wilson und deckt damit beinahe alle relevanten Entwicklungen der britischen Musikszene von Mitte der siebziger bis Anfang der neunziger Jahre ab. Akademisch oder bemüht wirkt Michael Winterbottoms furioser Film dennoch nie, weil er sich nicht um faktische Richtigkeit kümmert, dafür aber auf die Musik von unvergessenen Bands wie Joy Division, New Order oder Happy Mondays setzt und ähnlich frech und unbekümmert durch reiche Anekdotenschätze wildert, bis sich aus seinem Patchwork-Wust ein mitreißendes Porträt schält: über Musik, die Menschen, die sie machen, und die Stadt, in der sie leben.

Dass "24 Hour Party People" (Titel eines der legendären Kracher der Happy Mondays) als Musikfilm so überwältigend erfolgreich ist, liegt aber nicht nur an der hervorragenden Musik selbst, sondern auch an dem nicht zu unterschätzenden Unterhaltungswert des Protagonisten, Tony Wilson, der als Erzähler durch die Untiefen der Manchesterszene führt. Gespielt wird er von dem britischen Komiker Steve Coogan in einer wahren Tour de Force, die nicht selten an die Brillanz eines Peter Sellers erinnert. 1976 ist Wilson TV-Moderator beim Sender Granada. Wie alle Anwesenden inspiriert von einem frühen Auftritt der Sex Pistols in seiner Heimatstadt, wird er zum Dynamo und Impresario einer aus dem Nichts entstehenden Szene. Wilson etabliert die erste Clubnacht, gründet das einflussreiche Plattenlabel Factory Records, veröffentlicht wichtige Platten von Joy Division, Durutti Column oder New Order, stellt den legendären Club Hacienda auf die Beine, wird dort Zeuge der Geburtsstunde der Ravekultur und nimmt für all das auch bereitwillig finanzielle und private Fiaskos auf sich. Alldieweil dreht Wilson als ewiger Querulant und Querdenker der Industrie, dem Big Business und der Pophauptstadt London eine lange Nase: Punkrock, auch wenn's bisweilen auf eigene Kosten geht - so wie in der Hacienda, die auch dann rote Zahlen schreibt, wenn sie zum Bersten gefüllt ist oder der erfolgreichsten New-Order-Single, deren Covergestaltung so aufwendig war, das man bei jedem verkauften Exemplar draufzahlte.

Der Geist der respektlosen und experimentierfreudigen Anything-Goes-Komödien von Richard Lester ("Yeah, Yeah, Yeah", "Der gewisse Kniff") weht durch den Film, verbunden mit derart viel Lust an der Sache und einem Sinn für (Film-)Anarchie, als hätte auch Michael Winterbottom selbst zu den 42 Anwesenden bei besagter Sex-Pistols-Show gehört, die danach entflammt loszogen, um selbst neue und verrückte Dinge auf die Beine zu stellen und die Welt zu erobern. Wie "Trainspotting" ist auch "24 Hour Party People" ein Popfilm reinsten Wassers, in dem stets alles erlaubt ist. Für Winterbottom (und seine ständigen Mitstreiter Andrew Eaton und Frank Cottrell Boyce) ist diese enthusiastische Ode an Sex, Drogen und Rock'n'Roll ein überraschend lockerer Befreiungsschlag nach den strengen Arbeiten zuvor ("Das Reich und die Herrlichkeit", "With Or Without You", "I Want You"). Für das Publikum zählt aber vor allem, dass es blendend unterhalten wird: mit wunderbarem Humor, viel Fantasie, toller Musik, allerhand Wissenswerten - ein Rockfilm der Sonderklasse, kurz gesagt. ts.

24 Hour Party People (Rolling Stone Music Movies Collection)

Manchester, Ende der siebziger Jahre: Gerade mal 42 Menschen zählt die Zuschauermenge, die dem Konzert einer bis dato unbekannten Band namens Sex Pistols lauscht - aber jeder einzelne von ihnen wird berühmt werden. Unter ihnen TV-Moderator Tony Wilson, der mit seinem Label Factory Records Bands wie Joy Division oder Happy Mondays unter Vertrag nimmt, später den legendären Club Hacienda gründet und dafür bereitwillig finanzielle und private Katastrophen einsteckt.

Quelle: Studiocanal

Audiokommentar von Tony Wilson, Audio-kommentar von Steve Coogan und Adrew Eaton

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Steve Coogan   als Tony Wilson
  Lennie James   als Alan Erasmus
  Shirley Henderson   als Lindsay Wilson
  Paddy Considine   als Rob Gretton
  Andy Serkis   als Martin Hannet
  Sean Harris   als Ian Curtis
  John Simm   als Bernard Sumner
  Ralf Little   als Peter Hook
  Danny Cunningham   als Shaun Ryder
  Chris Coghill   als Bez
  Paul Popplewell   als Paul Ryder
  Keith Allen   als Roger Ames
  Rob Brydon  
  Enzo Cilenti  
  Ron Cook  
  Dave Gorman   als John der Briefträger
  Peter Kay   als Don Tonay
  Kate Magowan   als Yvette
  Kieran O'Brien  
  Simon Pegg   als Journalist
  Rowetta  
  Paul Ryder  
  John Thomson   als TV-Produzent
  Raymond Waring   als Vini Reilly
 
Regie:  Michael Winterbottom  
Buch:  Frank Cottrell Boyce  
Musik:  Liz Gallacher  
Kamera:  Robby Müller  
Produzent:  Andrew Eaton  

Cannes beginnt mit "Hollywood Ending"

Am 15. Mai eröffnen die Filmfestspiele in Cannes. Den Auftakt macht Woody Allens neuer Film.

Außer sich vor Freude?<br />Woody Allen

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Ein Schelm, wer Böses dabei denkt: Das wichtigste europäische Filmmeeting eröffnet mit einem Abgesang auf Hollywood.

Woody Allen spielt in "Hollywood Ending" den abgetakelten Regisseur Val Waxman. Der darf nach großen Erfolgen in den 70ern und 80ern nur noch Werbefilmchen drehen. Doch dann schenkt ihm das Schicksal doch noch einmal die Chance, einen großen Film zu machen.

Just in diesem Moment bekommt Waxman die Folgen seiner berufsbedingten Paranoia zu spüren: Der gestresste Regisseur erblindet vorübergehend.

Den Film macht er trotzdem. Die Studiobosse dürfen natürlich nicht erfahren, dass ihr neuestes Machwerk von einem Blinden gefilmt wird.

Die symbolträchtige Geschichte läutet ein Festival voller europäischer Bonbons ein, das letzte davon ist "And Now Ladies and Gentlemen".


Das vollständige Programm:

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24 Hour Party People (Rolling Stone Music Movies Collection) in der Fotoshow

 

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