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Kaufvideo
Erhältlich seit:
29.01.2004
Originaltitel: 25th Hour
USA 2002
Laufzeit: 129 Min.
FSK: ab 12
Edward Norton
Barry Pepper
Philip Seymour Hoffman
Regie: Spike Lee
The Walt Disney Company (Germany) GmbH Home Entertainment & Retail

Mit seinem besten Film seit seinen großen Tagen mit "Do the Right Thing", "Mo' Better Blues" und "Malcolm X" kehrt Spike Lee in den Wettbewerb der Berlinale zurück, die er zuletzt vor zwei Jahren mit "It's Showtime" beehrt hatte. Nach dem Roman von David Benioff, der auch das Drehbuch schrieb, erzählt Lee mit Hilfe eines superb aufspielenden Ensembles, allen voran Edward Norton in der Hauptrolle, von den letzten 24 Stunden eines New Yorker Drogendealers vor dem Antritt einer Haftstrafe. Ein New-York-Film im besten Sinne, dessen Leidenschaft, Innovation und Vielschichtigkeit manche kleine Schwäche gerne vergessen lassen.
"Do the right thing" war Titel und Devise von Spike Lees bester Arbeit, mit der der wichtigste Filmemacher des New Black Cinema einen filmischen Molotowcocktail in den aufgeheizten amerikanischen Sommer 1989 schleuderte. Das Richtige tun. Darum geht es auch in dem mittlerweile 15. Spielfilm des leidenschaftlichen Filmemachers. Mit Lees unerreichtem Klassiker hat "25 Stunden" zudem gemein, dass die Protagonisten in einer Spanne von 24 Stunden vor hochdramatische Entscheidungen gestellt werden und gezwungen sind, Verantwortung für deren Konsequenzen und damit auch ihr Leben zu übernehmen. Anders als "Do the Right Thing" wird diese Reise ans Ende der Nacht nicht von gerechter Wut angefeuert. Lee ist älter geworden und damit auch nachdenklicher und milder. Und doch ist sein neuer Film nicht minder der Versuch, seine Finger genau an den Puls des Big Apple zu legen, der in Rodrigo Prietos ("Amores Perros") beeindruckenden ausgewaschenen Bildern deutlich an den Folgen von 9/11 zu knapsen hat.
Natürlich ist die allgemeine Unsicherheit und Desorientierung auch ein Sinnbild für den Seelenzustand der Hauptfigur: 24 Stunden noch hat der Drogendealer Monty Brogan, bevor er eine siebenjährige Haftstrafe anzutreten hat. In dieser Zeit will er seinen Frieden schließen mit seinem Vater (souverän: der momentan allgegenwärtige Brian Cox), der mit Hilfe von Montys Drogengeld ein Pub aufziehen konnte, seinen besten Freunden, dem arroganten Wall-Street-Broker Slaughtery (Barry Pepper aus "Der Soldat James Ryan" mit seiner bisher besten Leistung) und dem schüchternen Lehrer Frank (Philip Seymour Hoffman in einem Part, den er mittlerweile im Schlaf spielen könnte), und seiner bezaubernden Freundin Naturelle (Rosario Dawson), die ihn womöglich an die Polizei verpfiffen hat. Monty räsonniert über sein Leben, verpasste Chancen, falsche Entscheidungen, in einem etwas aufgesetzten Monolog über den Moloch New York, die eigene Loyalität und die Loyalität seiner Freunde, während er mit den Freunden ein letztes Mal um die Häuser zieht. Am vermeintlichen Ende steht ein etwas fragwürdiger Entschluss, der den Film mit einer völlig falschen Note enden lassen würde, wenn Lee im Anschluss nicht noch eine der visionärsten und filmisch aufregendsten Sequenzen seiner Laufbahn gelingen würde. Während der Vater Monty in Richtung Gefängnis fährt, stellt der sich für seinen Sohn eine alternative, eine glücklichere, ehrlichere Zukunft vor, die Lee dem Zuschauer in einer herrlichen Montage vor Augen führt. In diesem Moment besteht kein Zweifel, dass zumindest "25 Stunden" - trotz bisweilen etwas schleifendem Tempo und einem beengenden Score von Terence Blanchard - "the right thing" macht. Ob das auch die Figuren des Films tun, muss jeder Zuschauer für sich entscheiden, denn Lee urteilt nicht. Er zeigt - und das mit Passion, Umsicht und viel Liebe auch für die gefallenen Engel seiner Story.ts.
| Darsteller: | Edward Norton | als Monty Brogan | |
|---|---|---|---|
| Barry Pepper | als Francis Xavier Slaughtery | ||
| Philip Seymour Hoffman | als Jakob Elinsky | ||
| Rosario Dawson | als Naturelle Riviera | ||
| Anna Paquin | als Mary D'Annunzio | ||
| Brian Cox | als James Brogan | ||
| Tony Siragusa | als Kostya Novotny | ||
| Levani Outchaneichvili | als Onkel Nikolai | ||
| Mischa Kuznetsow | als Senka Valghobek | ||
| Isiah Whitlock Jr. | als Agent Flood | ||
| Michael Genet | als Agent Cunningham | ||
| Tony Devon | als DEA-Agent Allen | ||
| Paul Diomede | als Simon | ||
| Aaron Stanford | als Marcuse | ||
| Regie: | Spike Lee | ||
| Buch: | David Benioff | ||
| Musik: | Terence Blanchard | ||
| Kamera: | Rodrigo Prieto | ||
| Produzent: | Spike Lee | ||
| Jon Kilik | |||
| Tobey Maguire | |||
| Julia Chasman | |||
25 Stunden in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch, Englisch, Türkisch
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Türkisch, Engl. f. Hörg., Hebräisch, Kroatisch, Slowenisch
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Audiokommentar, Nicht verwendete Szenen, Dokumentationen
Star
Edward Norton
Der blonde Schauspieler mit dem Habitus eines Yuppies, der Maske eines Biedermannes, hinter dem sich gefährliche Charaktere verbergen können...
Star
Philip Seymour Hoffman
Vielfach prämierter US-Charakterdarsteller u.a. für seine Titelrollen in "Capote" oder "The Master". Von ungeheurer Präsenz...
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