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28 Days Later

Postapokalyptischer Horror-Film von Danny Boyle, in dem ein Virus namens "Wut" ganz England in blutrünstige Zombies verwandelt.


28 Days Later

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Erhältlich seit:
29.11.2003

Horror

Großbritannien/USA 2002
Laufzeit: 108 Min.
FSK: nicht unter 18

Cillian Murphy
Naomie Harris
Christopher Eccleston

Regie: Danny Boyle
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Postapokalyptischer Horrortrip von Danny Boyle, in dem ein Virus namens "Wut" ganz England in blutrünstige Zombies verwandelt.

Aus dem Koma erwacht, muss Jim sich in Sicherheit bringen (Foto: Fox) Großansicht

Aus dem Koma erwacht, muss Jim sich in Sicherheit bringen (Foto: Fox)

In einem Labor setzen Tierschützer versehentlich ein streng bewachtes tödliches Virus frei. 28 Tage später erwacht Koma-Patient Jim (Cillian Murphy) in einem Krankenhaus im völlig verwüsteten London.

Um ihn herum wimmelt es nur so von blutrünstigen Infizierten, die sich zusammengerottet haben, um alles zu töten, was ihnen in den Weg kommt.

Gemeinsam mit den letzten drei Gesunden rettet sich Jim aus der menschenleeren Metropole in ein Militärcamp im Norden des Landes. Doch dort geht der Albtraum erst richtig los...

Bei beschränkter Auswahl ist die Partnersuche sehr einfach (Foto: Fox) Großansicht

Bei beschränkter Auswahl ist die Partnersuche sehr einfach (Foto: Fox)

Reine Nervensache

Danny Boyle legt nach "The Beach" endlich wieder tolles Kino jenseits von Mainstream und Gefälligkeit vor. Sein atemberaubender Virus-Horror im Gefolge von Klassikern wie "Die Nacht der lebenden Toten" begeistert durch die düsteren, zwischen Rasanz und Elegie pendelnden Digicam-Bilder von Anthony Dodd Mantle ("Das Fest").

Neben den beachtlich aufspielenden Jungdarstellern, allen voran Cillian Murphy als Jim, sorgt zudem John Murphys sakral anmutender Score für gepflegten Grusel. Ein echter Nervenschocker!

28 Days Later

Schwarzer Humor bestimmt nach dem Junkie-Kultfilm "Trainspotting", der schrägen Gangster-Screwball-Comedy "Lebe lieber ungewöhnlich" und dem Strandausflug mit Leonardo Di Caprio "The Beach" auch Danny Boyles neuesten, nicht weniger eigenwilligen Streich. Als Low-Budget-Produktion auf DV gedreht, erneut nach einem Buch von Alex Garland, jedoch kurioser, deprimierender und schockierender als alles Vorangegangene, beginnt Boyles Zombiefilm "28 Days Later" beeindruckend stark und ertrinkt in der zweiten Hälfte in seinem Blutrausch.

Einen Vorgeschmack auf das äußerst brutale Blutvergießen hält dem - so sei zu empfehlen - hartgesottenen Zuschauer das Anfangsszenario bereit: In einem geheimen Primaten-Forschungslabor irgendwo in England befreien Tierschützer ahnungslos einen Versuchsschimpansen, der mit einem gezüchteten Virus namens "Rage" infiziert ist. Umgehend macht der wütende Affe aus den Tierfreunden Hackfleisch. 28 Tage später erwacht ein Komapatient, Fahrradkurier Jim (Cillian Murphy), in einem Krankenhaus und stellt fest, dass er der einzige Mensch in einem völlig verwüsteten und verlassenen London zu sein scheint. Vor dem Hintergrund der aufgehenden Sonne, einer orangegefärbten Skyline und aschgrauen öden Straßen, die Dogma-Kameramann Anthony Dod Mantles ("Das Fest") hinreißend stimmungsvoll einfängt, begleitet von John Murphys großartigem, sakralen Soundtrack, begibt sich Jim auf eine deprimierende Odyssee durch die Metropole. Erst bei einem wahnwitzig rasant geschnittenen Angriff von Infizierten/Zombies wird Jim von den zwei gesunden "Kriegern" Mark (Noah Huntley) und Selena (Naomie Harris) gerettet und kurz und knapp über die Ereignisse der zurückliegenden 28 Tage aufgeklärt. Die wesentliche Information ergibt sich während einer weiteren Attacke, bei der Mark gebissen und die "Wut" übertragen wird, so dass Selena gezwungen ist, auch den Freund innerhalb weniger Sekunden mit ihrer Machete zu enthaupten, denn: "Staying alive is as good as it gets."

Gemeinsam mit dem lebendigen Taxifahrer Frank (Brendan Gleeson) und dessen Tochter Hannah (Megan Burns) begeben sich Jim und Selena auf eine Zitterpartie durch belagerte Tunnel und idyllische Landschaften - einer empfangenen Radiomeldung zufolge soll nahe Manchester militärische Hilfe warten. Doch auf dem Landsitz, auf dem sich Major Henry West (Christopher Eccleston) mit einem Soldatentrupp in Verteidigungsposition gebracht hat, beginnt für Jim und vor allem für die zwei letzten Frauen Englands erst der wahre Horror. Nicht weniger für den Zuschauer, der spätestens hier die Ansteckungskraft vermisst, mit der Alex Garlands Skript beginnt. Letztlich krankt der Film einmal mehr an Boyles Problemen mit der Charakterisierung seiner Figuren, die keinen Blick hinter die Oberfläche zulassen. Was in Erinnerung bleibt, ist der die Klassiker des Genres wie "Die Nacht der lebenden Toten" zitierende, furchterregende Horror der - warum auch immer - zombiegewordenen Menschen, eine elektrifizierende, über weite Landschaften, Autobahnen und öde Londoner Straßen fliegende digitale Kamera, ein rätselhaft bittersüßes Ende - und der Eindruck, dass der Film am ersten Tag eigentlich sehr viel mehr versprach, als das "ungewöhnliche Sterben" allein.cm.

28 Days Later

Tag 1: Rasend schnell verbreitet sich der hoch infektiöse Virus aus einem Forschungslabor über die gesamte britische Insel. In Sekundenschnelle werden aus Menschen reißende Bestien.
28 Tage später: Jim (CILLIAN MURPHY) wacht in einem Londoner Krankenhaus aus dem Koma auf - in einen Alptraum. Die Stadt ist menschenleer, ganz England verwüstet, seine Einwohner dezimiert. Horden Infizierter werden zur allgegenwärtigen Bedrohung für die wenigen Überlebenden der Katastrophe.
Hoffnung für Jim und drei weitere Nicht-Infizierte verspricht alleine ein Funkspruch einer kleinen Armee-Einheit, die im Norden Englands die Antwort auf die Infektion gefunden haben will. Zusammen machen sich Jim, Selina (NAOMIE HARRIS), Hannah (MEGAN BURNS) und Frank (BRENDAN GLEESON) auf die gefährliche Reise durch das verwüstete England. Doch sie ahnen nicht, dass ihnen der eigentliche Alptraum erst noch bevorsteht ...

Quelle: Fox

" Audio-Kommentar von Regisseur Danny Boyle und Alex Garland
" Acht unveröffentlichte Szenen
" Storyboard: alternatives Ende
" Making of: "Pure Rage"
" Jacknife Lee Musik-Video
" Bildergalerie von den Dreharbeiten
" Polaroid-Galerie vom Set
" animierte Storyboards
" Kino-Trailer

Quelle: Fox

Darsteller:  Cillian Murphy   als Jim
  Naomie Harris   als Selina
  Christopher Eccleston   als Henry
  Megan Burns   als Hannah
  Brendan Gleeson   als Frank
  Noah Huntley   als Mark
  Chris Dunne   als Jims Vater
  Emma Hitching   als Jims Mutter
  Alexander Delamere   als Mr. Bridges
  Kim McGarrity   als Mr. Bridges Tochter
  Luke Mably   als Private Clifton
  Stuart McQuarrie   als Sergeant Farrell
  Ricci Harnett   als Corporal Mitchell
  Leo Bill   als Private Jones
  Junior Laniyan   als Private Bell
  Ray Panthaki   als Private Bedford
  Sanjay Rambaruth   als Private Davis
  Marvin Campbell   als Private Mailer
  David Schneider   als Wissenschaftler
  Toby Sedgwick   als Infizierter Priester
  Justin Hackney   als Infiziertes Kind
  Jukka Hiltunen   als Aktivist
  Bindu de Stoppani   als Aktivist
  Alex Palmer   als Aktivist
 
Regie:  Danny Boyle  
Buch:  Alex Garland  
Musik:  John Murphy  
Kamera:  Anthony Dodd Mantle  
Produzent:  Andrew Macdonald  

Die Macht der lebenden Toten

Eigentlich hat man in Gegenwart von Zombies ja nichts zu lachen. Eigentlich. Schaut man sich allerdings im Subgenre der Zom Coms, also der Zombie-Komödien, um, dann ist für mordsmäßig viel Spaß gesorgt.

Schwarzer Humor ist trumpf im Zom Coms wie "Shaun of the Dead Großansicht

Schwarzer Humor ist trumpf im Zom Coms wie "Shaun of the Dead

Zartbesaiteten wird oft schon beim Lesen der Inhaltsangaben mulmig. "Die Nacht der lebenden Toten", "28 Days Later" oder alles von George A. Romero - Menschen mit schwachen Nerven sollten von derartigen Filmen besser die Finger lassen. Den Komplettverzicht auf Zombies bedeutet das allerdings noch lange nicht. Denn spätestens seit sich "Shaun of the Dead" vor sechs Jahren aus dem schwarzhumorigen Nichts in den Olymp der Kultkomödien geschwungen hat, erlebt das Subgenre der Zom Coms eine neue Blüte.

Abgesehen von "Zombieland", dem aktuellen "Starvehikel" unter den Zombiekomödien, bleibt der untote Schuster dabei trotz allen Hypes bei seinen Leisten, also im Untergrund. Nur eingefleischten Fans oder treuen Besuchern des Fantasy Filmfests sind die oft zum Wegschmeißen lustigen Slasherfilme bekannt. Dabei sind in den letzten Jahren wahre Genreperlen veröffentlicht wurden, die es definitiv verdient hätten, von einem größeren Kreis wahrgenommen zu werden.

Da kann man noch so langsam sein: Irgendwann merkt auch der größte Schussel, dass er (oder sie) ein Zombie ist Großansicht

Da kann man noch so langsam sein: Irgendwann merkt auch der größte Schussel, dass er (oder sie) ein Zombie ist

Wow, wir haben Superkräfte

Unbedingt empfehlenswert ist beispielsweise "Wasting Away - Zombies sind auch nur Menschen". Das zwischen Schwarzweiß- und Farbaufnahmen wechselnde Low-Budget-Werk kürt die Zombies kurzerhand zu Hauptdarstellern und erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht. Den recht einfältigen Untoten ist lange Zeit nicht klar, warum sie nach dem Genuss von kontaminiertem Softeis von ihrem restlichen Umfeld mit schreckgeweiteten Augen angesehen werden. Aber sie sind eben ein bisschen langsam. Nicht nur für Außenstehende, sondern auch im Hirn. Ihr Interesse an diesem Teil des Körpers wächst im Laufe des Films allerdings immer mehr - spätestens, nachdem sie endlich kapiert haben, dass sie nicht zu unverwundbaren Supersoldaten mutiert sind.

Eine nicht minder ungewöhnliche Erzählebene wird mit "Fido" eröffnet. In der scheinbaren Bilderbuchwelt einer nahen Zukunft werden Zombies als domestizierte Haustiere gehalten. Ihr Sicherheitshalsband macht sie zum Gehilfen in allen Lebenslagen, der sich allen noch so niedrigen Arbeiten mehr oder weniger willenlos fügt. Aber wie in jeder schönen neuen Welt ist auch dieses Idyll nur eine Seifenblase. Die Bewohner müssen diesen Schock erst einmal verdauen. Für den Zuschauer hingegen heißt es zurücklehnen und genießen.

Wenn rotes Blut auf weißen Schnee trifft ergibt das... ? Richtig: "Dead Snow" Großansicht

Wenn rotes Blut auf weißen Schnee trifft ergibt das... ? Richtig: "Dead Snow"

Nazizombies dürfen auch nicht fehlen

Was ist der Traum jedes Filmnerds, vor allen Dingen, wenn er männlich ist? Klar: Nazizombies. Motto: Schlimmer geht's nimmer, ergo: Klassiker. Wenn es dann aber noch lustig wird, ist der cineastische Leckerbissen quasi mit Sahnehäubchen und Schokostreuseln getoppt. Dachte sich auch Tommy Wirkola, Schöpfer der in Fankreisen geschätzten Tarantino-Parodie "Kill Buljo", und schickt in "Dead Snow" eine Gruppe partywütiger Medizinstudenten in die eisige Einöde der norwegischen Bergwelt. Aber horch: Von drauß' vom Walde kommt was her...

"Dead & Breakfast" wiederum gehört in die Kategorie jener Filme, die allein schon für den Titel große Sympathiepunkte abkassieren. Die Handlung funktioniert nach Schema F - Stadtmenschen stranden beim Landausflug in der Provinz und finden sich in einem abstrakten Albtraum wieder - verlässt aber mit jeder Menge Wortwitz und Darstellern wie David Carradine und Portia de Rossi die angestammten und blutgetränkten Pfade.

Zu guter Letzt sei schließlich noch "Braindead" empfohlen, der Klassiker unter den Zombiekomödien und ein wunderbares trashiges Frühwerk von Oberhobbit Peter Jackson. Wessen Herz danach nicht für Zombies schlägt, dem können auch wir nicht mehr helfen.

 

28 Days Later in der Fotoshow

 

Fassungen

 

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Features

 

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Cillian Murphy

Der Unberechenbare. Mit seinen flirrenden unruhigen Augen und der beherrschten Körpersprache ist der Ire Cillian Murphy ausgezeichneter...

 

Star

Naomie Harris

Britische Schauspielerin und afroamerikanischer Blickfang, die mit prägnanten Nebenrollen als attraktive Powerfrau mit hohem...