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28 Tage

Dramödie mit Sandra Bullock als auf Entzug geschickte Schriftstellerin und Partylöwin.


28 Tage

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Erhältlich seit:
05.12.2000

Originaltitel: 28 Days

Komödie/ Drama

USA 2000
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 12

Sandra Bullock
Viggo Mortensen
Dominic West

Regie: Betty Thomas
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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28 Tage

28 Tage Zwangsaufenthalt in einer Reha-Klinik wegen Alkohol am Steuer bekommt das lebenslustige Party-Girl Gwen aufgebrummt, nachdem es eine "geliehene" Limousine unsanft auf der Veranda eines Reihenhäuschens geparkt hat. Für einen Monat ist es nun vorbei mit Parties, Koks und Karaoke. Unter fachkundiger Aufsicht soll Gwen bei Gesprächstheraphie, Gruppen-Gesangsstunden und Pferdestreicheln wieder lernen, dass die Welt ein wunderbarer Ort ist, der sich durchaus auch nüchtern ertragen lässt.

Comedy-Spezialistin Betty Thomas ("Dr. Dolittle") hat hier ein Drehbuch von Susannah Grant ("Erin Brockovich") in ein modernes Märchen verwandelt, bei dem sich Komödie und Tragödie die Waage halten. Blickpunkt und Seele des mit viel Einfühlungsvermögen für zerrüttetes Seelenleben fotografierten Films ist Sandra Bullock. Die gute Besetzung wird durch Steve Buscemi als verständnisvollen Arzt und Viggo Mortensen als Sportstar mit Alkoholproblemen abgerundet. Gerade das weibliche Publikum wird interessiert zupacken.

28 Tage

Vier Wochen Zwangsentzug für ein verantwortungsloses Leben im Rausch zwischen Disco, Tabletten, Sex und Alkohol sehen Regisseurin Betty Thomas ("Dr. Dolittle") und Autorin Susannah Grant als Medley aus komischen und dramatischen Momenten, in dem der Charme von Sandra Bullock den Ton angibt. Damit ist der Grad ihrer Popularität wohl auch das dominante Kriterium, ob diese unentschlossene, auf Nummer sicher gehende und somit in ihrer Wirkung verpuffende Dramödie ein Hit wird.

Bullocks letzte Filme " Eine zweite Chance" und "Auf die stürmische Art" blieben hinter den Erwartungen zurück, die man aufgrund des Stars und des romantischen Genres haben konnte. Ihr Charme mag Abnutzungserscheinungen zeigen, aber er bleibt auch in "28 Tage" eine markante Sympathiegröße der Kinofee, die hier in kleinen dramatischen Häppchen eine andere Seite zeigen kann. "28 Tage" wirkt wie ein klassischer Übergangsfilm für Komödienspezialisten wie Betty Thomas, die sich nach "Der Faust im Nacken" strecken, aber bis zu diesem Ziel nicht zu viele Schritte auf einmal gehen wollen. Womit dieser Film seine Fühler zum Drama ausfährt, sie dann aber immer wieder einzieht. Nach Filmen wie "Auf immer und ewig" und der Julia-Roberts-Show "Erin Brockovich" hat Drehbuchautorin Grant ihr Händchen für (moderne) Märchen bewiesen, das sie im Grunde auch hier präsentiert. Nachdem Betty Thomas nicht gerade subtil Bullocks Schriftstellerin Gwen Cummings als Alkoholikerin und Party-Poltergeist etabliert hat, zieht der Film in die Reha-Klinik um, in der Bullock per Gerichtsbeschluss 28 Tage verbringen muss. Die weitere Handlung orientiert sich mit Verleugnung, Bewusstwerdung und Konfrontation an den typischen Stationen in der Beendung einer Drogenkarriere. Die dramatische Zäsur, die aus der widerwilligen Zwangsinsassin eine aktive Therapiearbeiterin macht, führt die unvorbereitete Suizidtendenz von Bullocks Mitbewohnerin herbei, die wie die anderen Figuren der Entzugsgruppe, unter denen sich auch das Klischee eines Schwulen findet, eine psychologische Skizze bleibt. Thomas' Versuch, das Beste beider Welten, der dramatischen wie auch der komischen, für ihren Film zu nutzen, führt zwangsläufig zu einem Oberflächenfilm, über dem man gelegentlich schmunzeln, aber den man in seriösen Momenten nicht wirklich ernst nehmen kann. Die Folgen sind eine Verharmlosung eines körperlichen Gewalteingriffs, der ein Entzug tatsächlich ist, und verpuffende biographische Schnipsel, die Bullocks Verhalten in Rückblenden familiär verständlich machen sollen. Weil dieser moralische Botschaftsfilm die kuriosen Therapieformen der Klinik, die vom Pferdestreicheln bis zu militärischen Übungen reichen, zwar anspricht, sie aber nicht satirisch zu hinterfragen traut, bleibt manche Chance für frechen Humor ungenutzt. Was insgesamt die kommerziellen Chancen wohl nicht verbessert. kob.

Darsteller:  Sandra Bullock   als Gwen Cummings
  Viggo Mortensen   als Eddie Boone
  Dominic West   als Jasper
  Diane Ladd   als Bobbie Jean
  Elizabeth Perkins   als Lilly
  Steve Buscemi   als Cornell
  Azura Skye   als Andrea
 
Regie:  Betty Thomas  
Buch:  Susannah Grant  
Musik:  Richard Gibbs  
Kamera:  Declan Quinn  
Produzent:  Jenno Topping  
  Betty Thomas  

Sandra Bullock stoppt Karriere wegen Oscars

Es ist der Traum jedes Schauspielers: einmal den Oscar gewinnen und danach so richtig durchstarten! Doch die diesjährige Favoritin Sandra Bullock macht's genau andersherum, sie hat erstmal alle Filmpläne gestoppt.

Steht vor dem Oscar wie das Kaninchen vor der Schlange: Sandry Bullock (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Steht vor dem Oscar wie das Kaninchen vor der Schlange: Sandry Bullock (Foto: Kurt Krieger)

Bei Sandra Bullock ist das sicher keine Koketterie. Immerhin hat sie in über zwanzig Jahren Hollywood-Karriere und nach Megaerfolgen als Komödienstar in "Miss Undercover", "Ein Chef zum Verlieben" und zuletzt "Selbst ist die Braut" schon so ziemlich alles erlebt. Dass sie nun aber für eine ernste Rolle in "Blind Side - Die große Chance" erstmals für einen Oscar nominiert ist, bringt Sandra doch aus der Fassung:

"Ich habe noch nie in meinem Leben solche Angst gehabt", gesteht Sandra Bullock. "Irgendwie fragt man sich 'Was soll ich danach nur tun?' Dieser Moment ist unvergleichlich, in dieser Chance steckt eine derartige Energie, dass ich beschlossen habe mich überhaupt nicht mehr mit Arbeit zu beschäftigen, bis die Oscars vorbei sind."

Sandra Bullock: Nie mehr Miss Undercover?

Im Klartext heißt das, dass Sandra Bullock derzeit sämtliche Rollenangebote ausschlägt. Das soll aber kein Dauerzustand sein. "Ich will noch zehn bis fünfzehn Jahre hart in diesem Geschäft arbeiten. Wenn mir das jetzt dabei hilft, dann bin ich bereit für alles!"

In der Tat gilt Sandra Bullock bei US-Experten als Favoritin für den Hauptrollen-Oscar. Ihr Drama "Blind Side", in dem sie nach einer wahren Geschichte ein scheinbar chancenloses schwarzes Football-Talent unterstützt, war DER Überraschungserfolg in den amerikanischen Kinos und liegt auch thematisch voll auf Academy-Linie. Anders als bei Sandra Bullocks bisherigen Ausflügen ins Charakterfach wie in "28 Tage", "Mord nach Plan" oder "Die Vorahnung" gab's diesmal auch von der Kritik großes Lob. Sandra Bullocks größte Konkurrentinnen sind Meryl Streep für "Julie & Julia" und Helen Mirren für "Ein russischer Sommer", die haben aber beide bereits Goldjungen im Schrank. Den Jungstars Carey Mulligan für "An Education" und Gabourey Sidibe für "Precious" werden nur Außenseiterchancen eingeräumt.

Es wird spannend, ob Sandra Bullock sich im Fall eines Sieges ausschließlich noch ernsten Rollen verschreibt, oder ob sie ihre Fans zumindest gelegentlich auch weiter als sympathische Spaßmacherin verzückt.

 

28 Tage in der Fotoshow

 

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Sandra Bullock

Patent, ein guter Kumpel, mit dem man Pferde stehlen kann, energisch und gleichzeitig das sexy Mädchen von nebenan: So trat Sandra Bullock...

 

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Viggo Mortensen

Kantig, hart gegen sich selbst, sportlich, gelegentlich mit Kernbeißerattitüde, diszipliniert und als "Offizier und Gentleman" vielseitig...