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28 Weeks Later

In der Fortsetzung zu Danny Boyles Horrorfilm "28 Days Later" bricht der besiegt geglaubte Wut-Virus erneut aus - schlimmer und verheerender als zuvor.


28 Weeks Later

Leihvideo

Erhältlich seit:
14.01.2008

Horror

Großbritannien/USA 2007
Laufzeit: 100 Min.
FSK: k.J. (keine Jugendfreigabe)

Jeremy Renner
Robert Carlyle
Rose Byrne

Regie: Juan Carlos Fresnadillo
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Der besiegt geglaubte Rage-Virus bricht wieder aus und überfällt die Überlebenden von Danny Boyles Horrorhit "28 Days Later ", der 2003 die Renaissance der Untoten einläutete.

Mit Waffengewalt versucht man, die Zombies in Schach zu halten (Foto: Fox) Großansicht

Mit Waffengewalt versucht man, die Zombies in Schach zu halten (Foto: Fox)

Die Zombies sind zurück, aggressiver und schockierender denn je. Während der durch den ersten Ausbruch des Rage-Virus ausgelösten Epidemie verbarrikadierte sich Don ("Ganz oder gar nicht"-Star Robert Carlyle) in einem Haus, bis ihn die Infizierten im kannibalistischen Blutrausch vorwarnungslos überfielen.

In panischer Angst ließ er seine Frau Alice (Catherine McCormack) im Stich. 28 Wochen später sind die Zombies verhungert, die Seuche besiegt und London eine abgesicherte Zone. Dort werden Don und seine beiden Kinder einquartiert. Doch Teenager Tammy (Imogen Poots) und ihr kleiner Bruder Andy (Mackintosh Muggleton) brechen aus und finden ihre Mutter - lebend.

Die Kinder suchen ihre Mutter (Foto: Fox) Großansicht

Die Kinder suchen ihre Mutter (Foto: Fox)

Nochmal von vorne

Sie trägt eine mutierte Version des Virus in sich und schleppt, selbst immun, den Killervirus erneut in die Sicherheitszone ein - eine zweite Apokalypse dämmert herauf, die Regisseur Juan Carlos Fresnadillo in einen erschreckend intensiven Alptraum verwandelt.

28 Weeks Later

Packendes Sequel des postapokalyptischen Zombiehorrors, wobei die Regie von Danny Boyle an den kompetenten Spanier Juan Carlos Fresnadillo ("Intacto") weitergereicht wurde.

Der erzbritische Einfluss von Boyle ist dennoch nicht gänzlich verloren gegangen, zumal er mit Originalskripter Alex Garland als ausführender Produzent auftritt. Darüber hinaus ist John Murphy erneut für den hervorragend hypnotisch stimmigen Score zuständig, wobei die unvergessliche Instrumentalmelodie "In the House - In a Heartbeat" auch diesmal mehrfach den melancholisch-morbiden Klangschleier bildet. Nicht mit von der Partie sind in der Fortsetzung hingegen die Figuren aus dem erfolgreichen Erstling. Da im Prolog jedoch "Ganz oder gar nicht" Robert Carlyle - bestens bekannt aus Boyles "Trainspotting" - aufkreuzt, hat man sogleich das Gefühl, einen alten Bekannten wiederzusehen.

Er spielt den Überlebenden Don Harris, der sich während der Epidemie mit seiner Frau und weiteren Leuten in einem Landhaus verbarrikadiert hat. Schnell und schonungslos bricht die vorübergehende trügerische Sicherheit zusammen, als eine Horde von Rage-Virus-Infizierten im kannibalistischen Blutrausch loswütet. Mit Stakkatoschnitt und farbentsättigten, verwackelten Bildern kreiert Regisseur Fresnadillo, der zudem das Drehbuch mitverfasste, einen nervenaufreibenden Auftakt. Harris wird dabei als Feigling etabliert, der seine Frau zurücklässt, um die eigene Haut vor bissigen Zombies zu retten. 28 Wochen später (Titeleinblendungen schildern zuvor chronologische Meilensteine, wie das Verhungern der letzten Infizierten, Einmarsch der US-NATO-Truppen, Beginn der Rekonstruktion) wird im Sicherheitsdistrikt 1 in London mit der Wiederbevölkerung begonnen. Die beiden Kinder von Harris, Teenager Tammy (Imogen Poots aus "V wie Vendetta") und der zwölfjährige Andy (Mackintosh Muggleton in seinem beachtlichen Debüt), die sich im Ausland befanden, kehren nun ebenfalls zurück. Die unter strikter Militärkontrolle stehende Stadt, deren Umfeld außerhalb der eingezäunten Sicherheitszone einer verödeten Geisterstadt voller Müll und Toten gleicht, ruft gekonnt eine ähnliche düstere Zukunftsvision wie zuletzt "Children of Men" hervor. Eine weitere Parallele ergibt sich unweigerlich zum Irak-Krieg, insbesondere als das US-Militär nach einem erneuten Krankheitsausbruch sowohl auf die Zombies als auch auf Zivilisten schießt, chemische Waffen einsetzt und schließlich ganze Straßenzüge komplett zerbombt. Währenddessen versuchen die beiden Kinder in den Protagonistenrollen mithilfe eines Marines und einer Militärärztin, das panikreiche Pandämonium zu überleben.

Als mindestens ebenso erschütternd wie die mit reichlich Splatter angereicherten Zombieschockeffekte erweisen sich die moralischen (Fehl)Entscheidungen, die getroffen werden. Die in Konsequenz entstehende Gewalt wirkt durch den realistischen Kontext umso verstörender. Dunkler Humor flackert in diesem elektrisierenden Deprodrama nur vereinzelt auf, stattdessen wird gezielt (und mit einigem visuellen Stilgefühl) an primäre Angstgefühle appelliert. Für Genrefans ein absolutes Muss. ara.

Darsteller:  Jeremy Renner   als Sgt. Doyle
  Robert Carlyle   als Don Harris
  Rose Byrne   als Scarlet
  Harold Perrineau jr.   als Flynn
  Catherine McCormack   als Alice
  Mackintosh Muggleton   als Andy
  Imogen Poots   als Tammy
  Idris Elba   als General Stone
  Emily Beecham   als Karen
  Shahid Ahmed   als Jacob
 
Regie:  Juan Carlos Fresnadillo  
Musik:  John Murphy  
Kamera:  Enrique Chediak  
Produzent:  Enrique Lopez Lavigne  
  Andrew Macdonald  
  Allon Reich  

"Mad Max 4" schon 2010?

Man hat's ja schon fast nicht mehr glauben wollen: Doch aktuell verdichten sich die Indizien, dass Mad Max tatsächlich ein weiteres Mal den Bösewichtern der Endzeit-Outbacks auf die Glocke geben wird.

Mad Max im Wandel der Zeit: Das Original Mel Gibson (li.) und Jeremy Renner (Foto: Warner/Fox) Großansicht

Mad Max im Wandel der Zeit: Das Original Mel Gibson (li.) und Jeremy Renner (Foto: Warner/Fox)

Bislang glaubten nur hoffnungslose Action-Optimisten und Regisseur George Miller an eine Zukunft von "Mad Max 4: Fury Road". Mittlerweile gibt es zumindest einen weiteren Fan des fragwürdigen Projektes: Jeremy Renner, den Star mit Rückenwind aus "28 Weeks Later" und "Tödliches Kommando - The Hurt Locker". Da Original-Max Mel Gibson für die Fortsetzung der staubigen Action-Saga aus Alters- wie Ächtungs-Gründen nicht in Frage kommt, hofft jetzt dieser auf die Rolle des einsamen Wüstenhelden in schmuckem Lederoutfit.

"Ich kämpfe darum, den neuen Mad Max zu spielen. Ich mache Probeaufnahmen und treffe mich mit George Miller. Nächsten Sommer könnte es soweit sein." Ab jetzt wird's Interpretationssache: Könnte soweit sein, dass er den Max macht? Oder dass überhaupt gedreht wird? Egal! Hauptsache der Film teilt nicht das Schicksal so vieler Wüstenprojekte - und versandet.

 

28 Weeks Later in der Fotoshow

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